Nacon hat offiziell Insolvenz angemeldet. Der französische Publisher und Hardware-Hersteller hat beim zuständigen Handelsgericht in Lille ein sogenanntes „redressement judiciaire“ beantragt – ein gerichtliches Sanierungsverfahren mit dem Ziel, den Geschäftsbetrieb fortzuführen.
Bedeutet: Nacon kann seine aktuell fälligen Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Damit ist das Unternehmen zahlungsunfähig. Statt einer sofortigen Abwicklung soll nun unter gerichtlicher Aufsicht eine Restrukturierung erfolgen. Ziel ist es, Schulden neu zu verhandeln, Arbeitsplätze zu sichern und einen tragfähigen Fortführungsplan zu entwickeln.
Bigben als Belastungsfaktor
Der Auslöser liegt offenbar nicht nur im eigenen operativen Geschäft, sondern auch bei der Muttergesellschaft Bigben Interactive. Diese konnte zuletzt eine Teilrückzahlung eines Anleihekredits nicht leisten, nachdem Banken kurzfristig die Unterstützung verweigerten. Da Bigben Mehrheitsaktionär ist, wirkt sich die finanzielle Schieflage direkt auf Nacon aus. In einem Markt, der ohnehin von langen Entwicklungszyklen, hohen Vorfinanzierungen und unsicheren Absatzprognosen geprägt ist, reicht so eine Kettenreaktion schnell aus.
An der Börse bleibt die Lage angespannt. Der Handel der Nacon-Aktie an der Euronext Paris ist weiterhin ausgesetzt. Eine Entscheidung des Gerichts über die offizielle Eröffnung des Sanierungsverfahrens wird Anfang März erwartet.
Was passiert mit laufenden Projekten?
Was heißt das für Spieler? Kurzfristig wohl erst einmal: wenig. Laufende Projekte dürften weitergeführt werden, zumindest solange die Finanzierung gesichert ist. Nacon betreut unter anderem Marken wie Test Drive Unlimited Solar Crown, RoboCop Rogue City und GreedFall, während mit neuen Erweiterungen zu RoboCop sowie weiteren Simulationen und AA-Produktionen in den kommenden Monaten weitere Releases geplant sind. Auch das kommende Nacon Connect-Event zeigt, dass dies nicht gleich das Aus des Publishers bedeutet.
Auch der Support für veröffentlichte Titel soll nach aktuellem Stand bestehen bleiben. Doch mittelfristig wird es spannend. In solchen Verfahren werden oft Projekte überprüft, Budgets gekürzt oder Studios verkauft. Nicht alles überlebt eine Restrukturierung.
Nacon war in den vergangenen Jahren ambitioniert unterwegs – mit eigenen Marken, Lizenzspielen und starkem Hardware-Geschäft im Controller- und Zubehörbereich. Genau diese Breite könnte nun Fluch und Segen zugleich sein. Viel Portfolio bedeutet viele Baustellen.
Ob die Sanierung gelingt, hängt maßgeblich von den Verhandlungen mit Gläubigern und Investoren ab. Für Nacon beginnt jetzt die entscheidende Phase. Und für die Branche ist das ein weiteres Signal, wie fragil das aktuelle Geschäftsmodell vieler mittelgroßer Publisher geworden ist.

Also ich fand die beiden robocop spiele super gerne mehr davon am besten mit deutschen synchro noch. Was test drive angeht denke das es ein flop Geschäft st wenn man noch die Lizenz Ausgaben mit einrechnet. Was die Hardware angeht wie elite controller durch den edge sehe hier auch mehr ein Verlust Geschäft weil man auch da Lizenzen an sony zahlen muss. Der markt für elite controller ist sowieso schwieriger geworden die casual kaufen sich edge, weil es das original Produkt ist, die anderen bauen ihre controller günstig selbst um durch extremrate Kits bzw. Lassen es sich umbauen durch scaf,aim und co.