Netflix arbeitet weiterhin an seiner Verfilmung von BioShock, allerdings braucht es noch Geduld. Producer Roy Lee hat nun aber bestätigt, dass die Adaption sich klar am ersten Spiel orientiert. Regisseur Francis Lawrence (bekannt durch I Am Legend und die Hunger Games-Reihe) soll nach Abschluss seines aktuellen Projekts einsteigen.
Lee erklärte in einem Interview, dass das Drehbuch derzeit noch überarbeitet werde. Die Produktion sei ursprünglich bereits 2022 angekündigt worden, wurde aber mehrfach verschoben. Erst mussten Skriptfragen geklärt werden, dann blockierte Lawrence’ Verpflichtung für The Hunger Games: Sunrise on the Reaping den Zeitplan.
Schwierige Adaption und ein reduziertes Budget
Dass die Umsetzung von BioShock nicht trivial ist, dürfte niemanden überraschen. Rapture ist nicht nur Kulisse, sondern eine zentrale Figur, und das macht die Verfilmung komplexer als ein generisches Videospiel-Szenario. Laut Lee hat Netflix das Budget im Laufe der Entwicklung bereits nach unten korrigiert, weshalb aktuell an einer „kleineren“ Version des Projekts gearbeitet wird.
Das Drehbuch übernimmt mittlerweile Justin Rhodes (Terminator: Dark Fate), nachdem ein Entwurf von Michael Green (Blade Runner 2049) nicht weiterverfolgt wurde. Lawrence selbst beschrieb die Arbeit an der Vorlage als „tricky“, was in Hollywood-Sprech ungefähr bedeutet: Man weiß noch nicht, wie man den Mix aus Dystopie, Action und Philosophieschule auf eine Leinwandgröße bekommt.
Was das für Fans bedeutet
Für Fans ist die gute Nachricht: Man orientiert sich nicht an einem Spin-off oder einer neu erdachten Story, sondern an BioShock von 2007, dem Spiel, das damals mit seiner Mischung aus Shooter und Gesellschaftskritik Maßstäbe setzte. Ob die moralischen Entscheidungen und die ikonischen „Would you kindly“-Momente in einem Film überhaupt funktionieren können, bleibt fraglich.
Ein Veröffentlichungstermin steht weiter in den Sternen. Vor Abschluss des nächsten Hunger Games wird die Unterwasserstadt Rapture sicher noch nicht gebaut. Und so bleibt BioShock fürs Erste das, was es seit Jahren ist – eine der spannendsten, aber auch riskantesten Baustellen der Videospielverfilmungen.

