Netflix hat die Übernahme von Warner Bros. offiziell bestätigt, ein seit Längerem spekulierter Deal im Wert von 82,7 Milliarden US-Dollar, der das Machtgefüge in Hollywood nachhaltig verschiebt. Der Streaming-Gigant übernimmt die Film- und TV-Studios sowie den kompletten Streaming-Bereich von Warner Bros., während Discovery Global 2026 wie geplant ausgegliedert wird. Die Fusion soll innerhalb von rund 18 Monaten abgeschlossen sein, sofern internationale Kartellbehörden das Vorhaben durchwinken.
Dass Netflix überhaupt so weit kommt, ist bemerkenswert. Noch vor wenigen Monaten sahen Analysten Paramount Skydance als Favoriten. Doch Netflix überbot alle Konkurrenten und knackte die entscheidende Marke von rund 30 US-Dollar pro Aktie, der Einstiegspreis, der letztlich das exklusive Verhandlungsfenster sicherte.
Was übernimmt Netflix genau?
Mit Warner Bros. wandert ein Großteil der modernen Popkultur ins Portfolio des Streaming-Pioniers:
Franchises wie Dune, The Batman, The Matrix, Barbie, dazu Klassiker von Casablanca bis Beetlejuice. Netflix erhält damit Zugriff auf HBO-Inhalte, darunter House of the Dragon, The White Lotus oder Es – Welcome to Derry.
Für die Konkurrenz ist das ein Albtraum. Ein Player, der ohnehin die Streaming-Benchmark setzt, vergrößert seinen Katalog um eine der wertvollsten Bibliotheken der Filmgeschichte. Dass sich einige Filmschaffende schon jetzt Sorgen um die Zukunft des Kinos machen, ist nachvollziehbar, auch wenn Netflix betont, man wolle die „kreative Vielfalt“ stärken. Solche Sätze kennen wir aus jedem Merger-PR-Paket der letzten 20 Jahre.
Kartellrechtliche Baustellen – und die Frage nach HBO Max
Ob der Deal tatsächlich durchgeht, bleibt offen. Vor allem in den USA und der EU dürfte die Marktkonzentration kritisch beäugt werden. Paramount-Skydance-CEO David Ellison kritisierte bereits „einen unfairen Prozess“ und interne Interessenkonflikte – auch das ein vertrauter Ton, wenn man in einer Auktion verliert.
Spannend wird der Umgang mit HBO Max. Der Dienst soll im Januar 2026 nach Deutschland kommen, ein Timing, das nun wirkt, als hätte jemand beim Fahrplan nicht rechtzeitig Bescheid gesagt. Sollte Netflix die Übernahme wie geplant abschließen, wäre es kaum vorstellbar, dass beide Plattformen langfristig nebeneinander existieren. Konsolidierung war immer Teil der Strategie, auch wenn niemand das laut aussprechen möchte.
Bis Netflix alle Hürden genommen hat, wird es noch dauern. Dieser Deal markiert aber den größten Umbruch im Streaming seit dem Start von Disney+. Und mit Warner Bros. im Katalog rückt Netflix endgültig in eine Liga, in der kaum noch jemand mitspielen kann.


Das ist einfach nur noch lächerlich.
Ein weiterer Baustein zum Real-Life-Cyberpunk2077.
Nur noch Gigantokonzerne mit miesen Produkten.
Das ist purer Konzernsozialismus.
Kann ja nur schlechter werden für nrs und mk Zukunft
Unglaublich das deals in solchem Größenformat durch gehen.