Netflix zieht die Reißleine. Der Streaming-Gigant beendet den Übernahme-Poker um Warner Bros. Discovery und überlässt Paramount Skydance das Feld. CEO Ted Sarandos macht in einem Bloomberg-Interview klar, dass man sich nicht auf einen irrationalen Bieterwettstreit einlässt.
Paramount bietet mehr – Netflix winkt ab
Netflix war bereit, rund 82,7 Milliarden US-Dollar für die Film- und Streaming-Sparte von Warner auf den Tisch zu legen. Dann grätschte Paramount Skydance mit einem 111-Milliarden-Dollar-Paket für das gesamte Unternehmen dazwischen. Das entspricht etwa 31 US-Dollar pro Aktie in bar. Netflix-Co-CEO Greg Peters nennt den Deal schlicht „finanziell nicht mehr attraktiv“. Man wollte die Assets, aber nicht um jeden Preis.
Für die Gaming-Welt ist das eine Zäsur. Netflix hatte zwar Interesse an Marken wie Hogwarts Legacy signalisiert, das Spiele-Segment aber intern als „zweitrangig“ eingestuft. Jetzt wandern NetherRealm, Rocksteady und TT Games unter das Dach von Paramount. Ob das für die Qualität der Spiele gut ist? Fraglich. Paramount schleppt durch den Deal rund 78 Milliarden US-Dollar Schulden mit sich herum. Und wo Schulden sind, folgen meist die Rotstifte.
„Builder, not Buyers“ als neue Devise
Sarandos betont, dass Netflix „Bauer, keine Käufer“ seien. Die 2,8 Milliarden US-Dollar, die Netflix als Breakup-Fee von Paramount kassiert, fließen direkt zurück in die eigene Produktion. Statt sich mit der komplizierten Integration eines strauchelnden Giganten wie Warner herumzuschlagen, setzt man auf Stabilität.
Die Integration von CNN war für Netflix ohnehin ein rotes Tuch. Sarandos bezeichnete das Angebot von Paramount als „ungewöhnlich“ und „irrational“. Er spielt damit wohl auf die politische Dimension an, da die Ellison-Familie (Skydance) enge Kontakte zum Weißen Haus pflegt. Netflix bleibt bei seinem Leisten: Streaming und Games-Abos im kleinen, aber kontrollierten Stil.
Kostendruck bei Warner Games befürchtet
Während Netflix seine Kriegskasse füllt, müssen bei Warner unter Paramount wohl bald Köpfe rollen. Sarandos prognostiziert Kosteneinsparungen von über 16 Milliarden US-Dollar innerhalb der nächsten 18 Monate. Das wird auch die Gaming-Sparte treffen. Wenn Studios wie Rocksteady nach dem Suicide Squad-Debakel unter dem Druck massiver Schuldenberge stehen, rauchen die Server vor Panik.
Paramount schweigt sich zu den konkreten Plänen für Warner Bros. Games noch aus. Klar ist nur, dass die Markenrechte nun bei einem Konzern liegen, der primär auf Synergien zwischen HBO Max und Paramount+ schielt. Die Spieler stehen hier erst einmal hinten an.
Für euch als Spieler ändert sich kurzfristig wenig, langfristig droht aber eine Konsolidierungswelle bei Warner-Titeln. Netflix konzentriert sich weiter auf mobile Games und eigene IPs, während die Zukunft von Blockbustern wie dem nächsten Mortal Kombat oder Batman-Projekten jetzt von Paramounts Schuldenmanagement abhängt. Netflix hat den Hype-Zug verlassen, bevor er entgleist.

Alles ist besser als netflex. Ich hoffe das nrs ihr nächstes game machen dürfen. Am besten ein Aktion adventure game in mk Universum
Hat man ja gesehen die letzten Jahre, wie gut das funktioniert.