Wenn drei der größten Player der Entertainment-Welt gleichzeitig auf dasselbe Ziel zusteuern, wird’s ungemütlich. Genau das passiert gerade: Netflix, Warner Bros. und Paramount stecken mitten in einem Bieterkampf, der Hollywoods Machtgefüge langfristig verändern könnte.
Und Paramount hat jetzt die Reißleine gezogen, mit einem aggressiven 108-Milliarden-Dollar-Angebot, das über Nacht alles auf den Kopf stellt.
Paramounts Angriff: Hostile, teuer und politisch aufgeladen
Paramount fährt nicht einfach den Geldkoffer vor, wie Reuters berichtet, sie liefern ein komplettes Manöver. 30 Dollar pro Aktie, komplett cash-basiert, und damit deutlich höher als der Netflix-Deal, den Warner Bros. laut Berichten intern schon fast als gesetzt betrachtete. Der Punkt, der diese Geschichte so brisant macht: Die Finanzierung kommt teilweise aus politischen Kreisen und staatlichen Fonds aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi. Das gibt der Sache eine Dimension, die weit über reines Branchengeplänkel hinausgeht.
Rein strategisch klingt Paramounts Plan nachvollziehbar. Würden Paramount und Warner Bros. fusionieren, entstünde ein Riese, der (zumindest auf dem Papier) näher an Disney heranrückt, und Netflix im direkten Streaming-Vergleich endlich Paroli bieten könnte. HBO Max und Paramount+ zusammen? Das wäre ein Brett. Aber diese Fusion würde auch zwei große TV-Infrastrukturen verheiraten, und damit setzt man sich sofort der höchsten Antitrust-Stufe aus.
Netflix bleibt dran, auch wenn der Wind rauer wird
Netflix hatte sich seine Übernahme von Warner Bros. eigentlich schon zurechtgelegt: Filmstudio, TV-Studio, HBO, HBO Max, der ganze Premium-Katalog, aber eben nicht der komplette TV-Kosmos. Der Vorteil wäre weniger Ärger bei Regulierungsbehörden. Der Nachteil: Paramount bietet schlicht mehr Geld.
Dazu kommt politischer Druck. Dass Donald Trump öffentlich Fragen zum Netflix-Deal gestellt hat, macht das Ganze nicht einfacher. Die Branche nennt diese Situation mittlerweile „Hollywoods härtesten Showdown seit 20 Jahren“.
Offiziell halten sich Warner Bros., Paramount und Netflix bedeckt. Inoffiziell ist klar: Der Deal wird nicht schnell durchgewunken. Shareholder müssen überzeugt werden, Regulatoren sowieso, und die öffentliche Wahrnehmung hängt jetzt davon ab, wer die Story besser erzählen kann.


Am Ende gibt es ein Monstrum, egal wer „gewinnt“, denn die Kisten müssen wieder rein. Und zwar schnell.
Das bedeutet: noch mehr Trash. Noch höhere Preise für Trash.
Sollten die Araber ihre Finger drin haben, wird zwar vielleicht der woke Unsinn weniger, aber dafür irgendwas anderes Unsinniges mehr.
Fazit: es ist egal. Weniger Konkurrenz, weniger Qualität, höhere Preise. The enshittification oft everthing geht weiter. Mit Vollgas Richtung Cyberpunk-Sozialismus.
Bäh.
So oder so, am Ende verliert der Endrunde durch höhere Abopreise, genau das gleiche wie beim Kauf von Activison Blizzard durch Microsoft.