Das skandinavische Folklore-Abenteuer Hela trägt ab sofort den Zusatztitel „of Mice & Magic“ und rückt damit das Zusammenspiel aus winzigen Helden und magischen Fähigkeiten ins Rampenlicht. Ein neuer Deep-Dive-Trailer verdeutlicht zudem, wie stark das Sounddesign und die nordische Natur das Spielgefühl als kleine Maus prägen sollen.
Hela heißt jetzt „Hela: of Mice & Magic„, um die zentrale Rolle der spielbaren Mäuse und ihrer magischen Hilfsmittel im Gameplay deutlicher zu betonen. Die Namensänderung markiert jedoch keinen Kurswechsel, sondern unterstreicht den Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen einer gütigen Hexe und ihren kleinen Gefährten in einer von Nordschweden inspirierten Open World.
Fokus auf die Kleinsten
Der neue Titel ist eine direkte Antwort auf das Kern-Gameplay. Während „Hela“ oft mit der nordischen Totengöttin assoziiert wird, will Entwickler Windup Games (gegründet von den Köpfen hinter Unravel) Missverständnisse vermeiden. „of Mice & Magic“ stellt klar, dass wir hier kein düsteres RPG vor uns haben, sondern ein atmosphärisches Adventure aus der Mikroperspektive.
Die gezeigten Mechaniken rund um den „magischen Frosch-Rucksack“ erinnern stark an das haptische Gefühl von „Unravel“. Der Rucksack dient als multifunktionales Werkzeug, um Hindernisse zu überwinden, die für eine normale Maus unbezwingbar wären. Dass die Magie hier als Werkzeug und nicht als reine Kampfressource fungiert, passt perfekt zum entschleunigten Ansatz des Spiels.
Der aktuelle Trailer legt den Fokus massiv auf die akustische Kulisse. Das ist kein Zufall: Die Komponisten Frida Johansson und Henrik Oja, die bereits den preisgekrönten Soundtrack von „Unravel“ lieferten, setzen auf eine dynamische Musikuntermalung.
- Siedlungsnähe: Hier dominieren klare, strukturierte Melodien, die Geborgenheit vermitteln.
- Wildnis: Die Musik tritt zurück und lässt Raum für atmosphärische Umgebungsgeräusche wie Wind, Wasser und Tierlaute.
Diese Entscheidung zeigt, dass Windup Games die Natur nicht nur als hübsche Kulisse versteht. Die Welt soll „atmen“. Für uns Spieler bedeutet das: Das Tempo wird bewusst gedrosselt. Wer auf High-Speed-Action hofft, ist hier falsch; hier geht es um Beobachtung und das Lösen von Umgebungsrätseln im Koop oder Solo-Modus.
Bedeutung für das Genre
„Hela: of Mice & Magic“ besetzt eine Nische, die Spiele wie „Tunic“ oder „Stray“ populär gemacht haben, verzichtet aber bisher auf deren Melancholie oder Härte. Es ist ein „Feel-Good“-Adventure mit technischem Tiefgang. Der Vergleich zu Unravel liegt nahe, doch die Open-World-Struktur ist ein ambitionierter Schritt für das kleine Team. Die größte Herausforderung wird sein, die weiten Areale der nordschwedischen Wälder auch spielerisch sinnvoll zu füllen, ohne dass die Laufwege für die winzigen Protagonisten zur Qual werden.
Die Namensänderung ist sinnvoll, um die Identität des Spiels zu schärfen. Die Beteiligung der Unravel-Veteranen garantiert fast schon eine hohe emotionale Qualität und ein erstklassiges Art-Design. Ob die Open World jedoch genug Abwechslung bietet, um über die reine Atmosphäre hinaus zu fesseln, muss sich erst noch zeigen. Für Fans von entspannten Entdecker-Spielen ist der Titel jedoch ein Pflichtkandidat auf der Watchlist.
Reicht euch die dichte Atmosphäre und das „Maus-Gefühl“ aus, oder braucht ihr in einer Open World zwingend ein komplexes Kampfsystem?
Aha, ihr löscht also Kommentare. Zum Glück sprechen andere Metriken eine ähnliche Sprache, nicht umsonst verschwinden gerade zahlreiche Titel wegen der genannten Gründe aus den Stores.