Nexon beerdigt The First Descendant: Design-Fehler statt Patch-Lösung

Nexon-CEO Junghun Lee bestätigt: The First Descendant fehlt die Substanz. Massiver Spielerschwund führt zu Forderungen nach strukturellen Änderungen am Gamedesign.

Niklas Author 2026
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Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...

Nexon-CEO Junghun Lee attestiert dem Looter-Shooter „The First Descendant“ ein fundamentales Scheitern bei der Langzeitbindung. Trotz eines massiven Starts im Juli 2024 ist die Luft beim koreanischen Projekt vollständig raus.

Der Absturz ist mathematische Realität. „The First Descendant“ verzeichnete zum Launch im Juli 2024 einen Spitzenwert von 264.000 gleichzeitigen Spielern auf Steam. Heute dümpelt der Titel bei rund 5.000 Nutzern vor sich hin. Das ist kein normales Abflachen der Kurve. Das ist ein klinischer Tod auf Raten.

Die Plattform Twitch spiegelt das Desinteresse wider. Von 160.000 Zuschauern zur Veröffentlichung blieben zuletzt kaum 200 übrig. Nexon-Chef Junghun Lee nimmt im aktuellen Finanzbericht kein Blatt vor den Mund. Er spricht offen von mangelnder „Staying Power“. Das Projekt hat sein Ziel verfehlt.

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Das Ende des kosmetischen Blendwerks

Die Probleme liegen tief im Fundament. Lee betont, dass einfache Updates oder Bugfixes hier nichts mehr retten. Das Spiel benötigt strukturelle Änderungen an den Kernmechaniken. Die Retention-Mechaniken waren nicht stark genug, um die Spieler nach dem ersten Hype zu binden. Ein Schicksal, das „The First Descendant“ mit Dungeon & Fighter Mobile teilt.

Kritiker und Publikum sind sich einig in ihrer Mittelmäßigkeit. Ein Metascore von 57 und eine User-Wertung von 6.2 sind Zeugnisse für ein Spiel ohne Seele. Im PlayStation Store (3.97) halten 59.000 Rezensionen das Urteil bei „Ausgeglichen“. Es reicht eben nicht, einen Third-Person-Shooter nach Schema F zu bauen und auf den Faktor Erotik zu setzen.

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Nexon versuchte, den Mangel an spielerischer Tiefe durch „scandalous outfits“ zu kaschieren. Freizügigkeit als Ersatz für Content. Die Rechnung ging nicht auf. Spieler lassen sich kurzzeitig von Ästhetik blenden, aber für den Grind braucht es Substanz. Die fehlt hier völlig.

Das Management fordert nun radikale Umbaumaßnahmen, ohne einen konkreten Zeitplan zu nennen. Ob das Studio die Ressourcen für eine totale Kernsanierung aufbringt, bleibt fraglich. Der Markt für Looter-Shooter verzeiht keine Langeweile.

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Wer hätte gedacht, dass knappe Outfits keine spielerische Tiefe ersetzen können.

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1 Kommentar
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pray
2. April 2026 13:26

Bei stellar blade scheint beides zu passen xD

Mal im Ernst….wenn die alle mal anständige spiele mit gutem flow und Mechaniken vl such einfach mal als singleplayer OHNE soulslike bringen würden UND attraktive Damen hätten, würde es laufen

Stellar blade war ja auch ein Treffer und wäre ohne soulslike wahrscheinlich noch viel besser angekommen a’la devil may cry