Mit Ninja Gaiden 4 meldet sich am 21. Oktober eine der ikonischsten Action-Reihen mit einem Paukenschlag zurück – kompromisslos, fordernd und zugleich erfrischend modernisiert. In der düsteren Metropole eines verseuchten Tokios übernimmt nicht länger Ryu Hayabusa das Kommando, sondern der neue Held Yakumo, ein Ninja des mysteriösen Rabenclans. Spieler können sich auf ein komplexes Kampfsystem freuen, das weit über das klassische Hack-and-Slash hinausgeht – ein Beleg für die Ambitionen von PlatinumGames und Team Ninja.
Blut, Präzision und Kontrolle: Die neue Tiefe im Kampfsystem
In einem Entwickler-Special hebt Platinum Games die Feinheiten in Ninja Gaiden 4 hervor: Yakumo bringt neue Dynamiken in den Kampf: Kombos gehen fließend in die altbekannte Obliteration Technique über, stille Attentate mit dem Assassinate-Feature lassen sich taktisch ins Kampfgeschehen integrieren, und mit dem Caddis Wire erklimmt der neue Held selbst die höchsten Gebäude. Herzstück ist jedoch die Bloodraven Form – ein roter Schleier aus Kraft, der jede Eingabe in neue, mächtige Angriffe verwandelt. Sie eröffnet nicht nur neue Angriffsmöglichkeiten, sondern bringt auch taktische Tiefe durch Mechaniken wie das konternde Hōgeki.
„Die Bloodraven Form ist wie ein zweites Moveset“, erklärt Director Yuji Nakao. „Wer sie meistert, kann den Kampfverlauf entscheidend drehen.“ Doch Vorsicht: Der Einsatz leert die dafür notwendige Leiste rasch. Wer unüberlegt angreift, läuft Gefahr, sich selbst ins Aus zu manövrieren.
Mehr als nur Button-Mashing: Lernen, meistern, dominieren
Ninja Gaiden 4 ist nichts für schwache Nerven – das soll bereits im ersten Kapitel deutlich werden. Neueinsteiger erhalten durch Mentor-Figur Tyran die Möglichkeit, klassische und neue Techniken wie Flying Swallow, Fatal Flash oder Bloodbath Kill gezielt zu trainieren. Veteranen hingegen können sich auf eine Vielzahl an taktischen Optionen freuen, die auf Fingerfertigkeit und Timing basieren.
Das Ergebnis: Ein Spiel, das nicht nur Reflexe fordert, sondern auch ein tiefes Verständnis der Systeme belohnt. Wer sich auf das Trial-and-Error-Prinzip einlässt, wird belohnt – mit einem Kampferlebnis, das an die goldenen Tage des Genres erinnert, aber zugleich neue Maßstäbe setzt.
Ein Zeichen gegen den Trend zur Vereinfachung
Während viele moderne Spiele den Fokus auf Zugänglichkeit legen, geht Ninja Gaiden 4 bewusst in die entgegengesetzte Richtung. Nakao selbst gibt offen zu: „Vielleicht ist es zu schwer für moderne Spieler – aber genau das war unser Ziel.“ Diese Rückbesinnung auf kompromisslose Action ist mehr als Nostalgie – sie ist ein mutiges Statement in einer Zeit, in der echte Herausforderungen selten geworden sind.
Mit Ninja Gaiden 4 liefert PlatinumGames ein Actionspiel, das sich nicht anbiedert, sondern fordert. Es ist ein wuchtiges Comeback, das das Genre wiederbeleben und gleichzeitig weiterentwickeln will – stilvoll, gnadenlos und mit einem neuen Helden, der seinem Erbe gerecht wird.
Sieht wirklich gut aus. Vielleicht endlich ein NG, dass die Vorgänger übertrifft. Aber der Trailer alleine sagt nicht viel, man muss es schon selber spielen. Trailer sehen immer gut aus, aber ich hoffe, es spielt sich auch so gut. Ich lass mich besser nicht vom Hype mitreißen.