No Man’s Sky: Update 6.2 „Remnant“ bringt Gravitation und einen neu gedachten Colossus

No Man’s Sky erweitert mit Update 6.2 „Remnant“ den Colossus, führt Gravitationstools ein und startet eine Community-Expedition rund um industriellen Schrott.

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

Hello Games hat Update 6.2 „Remnant“ für No Man’s Sky veröffentlicht, das ab sofort auf allen Plattformen verfügbar ist. Im Fokus stehen ein massiv aufgewerteter Colossus-Exocraft, ein neues Gravitationstool fürs Multi-Tool und eine zeitlich begrenzte Community-Expedition.

Laut Entwickler auf der offiziellen Webseite soll das Update Erkundung, Ressourcen-Management und Fahrzeug-Nutzung stärker miteinander verzahnen. Die Frage ist weniger, was neu ist, sondern ob es sich im Alltag auch sinnvoll anfühlt.

Gravitation statt Grinder

Kernstück des Updates ist die Gravitino Coil, ein Multi-Tool-Aufsatz, der physische Objekte magnetisiert, anzieht oder wegschleudert. Damit lassen sich nicht nur Ressourcen bündeln, sondern auch industrielle Abfälle einsammeln oder sogar Sentinel-Drohnen im Kampf manipulieren. Im Spielalltag könnte es tatsächlich Zeit sparen, gerade beim Aufräumen größerer Areale. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie präzise und stabil die Physik bei großen Objektmengen funktioniert. Wer No Man’s Sky kennt, weiß: Solche Systeme stehen und fallen mit sauberer Umsetzung.

Der bislang eher sperrige Colossus bekommt in No Man’s Sky Update 6.2 endlich eine klare Rolle. Neue Kabinen, Fahrwerke, Module und Lackierungen erlauben echte Spezialisierung – vom Offroad-Sammler bis zum mobilen Entsorgungsfahrzeug. Das Flatbed-Modul für große Schrottladungen und der Exocraft-Ofen, mit dem Abfall direkt unterwegs verarbeitet werden kann. Das reduziert Rückwege, erhöht aber auch die Komplexität. Wer nur entspannt erkunden will, könnte sich vom System-Dschungel eher erschlagen fühlen.

Industrie-Schrott als Spielmechanik

Neu sind außerdem Waste Processing Plants und ganze Planeten voller industrieller Hinterlassenschaften, inklusive toxischer, explosiver und radioaktiver Varianten. Die dazugehörige Community-Expedition setzt genau hier an und verspricht exklusive kosmetische Belohnungen. Inhaltlich ist das ein spannender Ansatz: Aufräumen statt nur abbauen. Kritisch bleibt, wie grindlastig das System wird und ob die Belohnungen den Aufwand rechtfertigen.

No Man’s Sky wächst mit Update 6.2 nicht spektakulär, aber gezielt. Der Colossus wird endlich relevant, die Gravitationstools eröffnen neue Spielweisen. Ob daraus echter Mehrwert oder nur kurzfristige Beschäftigung entsteht, entscheidet sich erst nach ein paar Spielstunden.

Wie seht ihr das: Frischer Wind für Veteranen – oder nur ein weiteres System für die ohnehin lange Feature-Liste?

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