Was ist der beste Weg, ein bislang unangekündigtes Spiel halb offiziell zu bestätigen? Man lässt einfach einen ehemaligen Sprecher öffentlich mitteilen, dass er nicht mehr dabei ist. Genau das ist jetzt mit dem Persona 4 Remake passiert – ein Projekt, das bislang nur durch vage Domain-Einträge und kryptische Aussagen existierte. Doch dann meldet sich Yuri Lowenthal zu Wort – der Mann, der einst Yosuke Hanamura seine Stimme lieh – und bestätigt unfreiwillig: Ja, es ist real. Nur ohne ihn.
Auf der Plattform BlueSky ließ Lowenthal die Bombe platzen: „Und für alle, die immer wieder fragen: Nein, ich werde nicht als Yosuke für das Persona 4 Remake zurückkehren. Ich habe darum gebeten. Vielleicht habe ich sogar gebettelt, aber sie wollen nicht, dass ich zurückkomme.“
Ein Satz, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Warum wurde er abgelehnt? Neue kreative Ausrichtung? Budgetkürzungen? Oder einfach der Wunsch, das Franchise mit neuen Stimmen zu verjüngen. Verstärkung bekommt er von Erin Fitzgerald, die Chie Satonaka in Persona 4 Golden ihre Stimme lieh. Auch sie hat ihre Beteiligung an einem Remake ausgeschlossen.
Die Gerüchteküche brodelt weiter – mit Beilagen
Schon im März wurde eine neue Domain entdeckt: p4re.jp – ein ziemlich deutlicher Hinweis, wenn man bedenkt, dass p3re.jp ebenfalls einige Monate vor dem Persona 3 Reload angekündigt wurde. Auch die Sängerin Shihoko Hirata, die mit ihren Vocals Persona 4 einst die Seele einhauchte, sprach Anfang des Jahres über „neue Aufnahmen für ein Spiel“. Zufall? Eher nicht.
Das Puzzle fügt sich langsam zusammen – und ein fehlender Baustein, so bitter das für Fans auch sein mag, ist wohl Yuri Lowenthal selbst. Man kann nur spekulieren, was hinter den Kulissen vor sich geht. Vielleicht ist Atlus mit einer neuen Vision unterwegs – oder man spart sich einfach alte Namen, um sie bei einem späteren DLC medienwirksam zurückzubringen.
Offiziell ist von Atlus noch nichts zu hören. Kein Teaser, kein Logo, keine Nebelwand mit Junes-Musik im Hintergrund. Aber das Summer Game Fest steht vor der Tür – und wenn man einen besseren Zeitpunkt sucht, um ein Persona-Remake aus dem TV-Kanal zu zaubern, dann gibt es den wahrscheinlich nicht.
Lowenthals Abgang ist zumindest mehr als nur ein trauriger Nebensatz für Fans. Es ist ein lautstarkes Echo aus der Schattenwelt, das andeutet: Persona 4 Remake kommt. Nur anders, als ihr dachtet.

