PlayStation First-Party-Titel seit 5 Jahren im Sinkflug

Sony verzeichnete fünf Jahre lang sinkende Verkaufszahlen bei eigenen PlayStation-Spielen. Erst Ghost of Yotei stoppte 2025 den harten Abwärtstrend.

Niklas Author 2026
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Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...

Sony verkaufte im Jahr 2024 weniger als die Hälfte der First-Party-Spiele im Vergleich zum Launch-Jahr der PlayStation 5. Erst die Veröffentlichung von „Ghost of Yotei“ im Jahr 2025 stoppte den kontinuierlichen Rückgang der Absatzzahlen.

Die von Game File zusammengetragenen Daten aus den offiziellen Geschäftsberichten von Sony Interactive Entertainment zeigen eine eindeutige Dynamik. Das Jahr 2020 markierte mit Veröffentlichungen wie „The Last of Us Part II“, „Ghost of Tsushima“, „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ und „Demon’s Souls“ den bisherigen Höchststand der hauseigenen Software-Verkäufe. Jeder wollte die Titel auf der neuen Generation sehen. Seit diesem Zeitpunkt gingen die Verkaufszahlen der Titel, die Sony selbst entwickelt oder verlegt, fünf Jahre in Folge zurück.

Der Tiefpunkt zeigte sich 2024. Die damaligen Veröffentlichungen von „Astro Bot“ und dem kurz nach dem Start eingestellten „Concord“ reichten nicht aus, um das Volumen der vergangenen Jahre zu halten. Erst die Veröffentlichung der Fortsetzung „Ghost of Yotei“ im Jahr 2025 brachte eine leichte Kehrtwende in der Absatzstatistik.

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Fehlender Software-Nachschub der Kernstudios

Die Ursache liegt in der spürbaren Verlangsamung des Veröffentlichungsrhythmus der wichtigsten internen Studios seit dem Start der aktuellen Konsolengeneration. Naughty Dog hat bis heute kein eigenes, neues Spiel für die PlayStation 5 auf den Markt gebracht.

Das im Jahr 2022 von Sony gegründete Studio Haven Studios hält angekündigte Projekte wie Fairgames oder „Intergalactic: The Heretic Prophet“ weiterhin ohne konkreten Release-Zeitraum in der Warteschleife. Media Molecule hat seit dem Jahr 2020 keinen nennenswerten Titel mehr veröffentlicht.

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Gleichzeitig führten die teuren Studio-Zukäufe der jüngeren Vergangenheit nicht zu einer höheren Dichte an kommerziellen Erfolgen. Sony stellte mehrere geplante Live-Service-Projekte komplett ein und schloss Entwicklerteams wie Bluepoint, statt deren Output zu steigern. Das strukturelle Problem der Branche bleibt bestehen: Die Entwicklung von Blockbuster-Spielen beansprucht inzwischen Entwicklungszeiten von fünf bis sieben Jahren und verschlingt dreistellige Millionenbeträge.

Der Umsatz läuft über Dritte

Trotz der schwächelnden Software-Verkäufe aus den eigenen Studios verzeichnet die PlayStation-Sparte Rekordumsätze. Die Hardware-Verkäufe der PlayStation 5 bewegen sich trotz des hohen Preisniveaus fast auf dem Niveau des Vorgängers.

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Der wirtschaftliche Erfolg der Plattform speist sich primär aus anderen Quellen. Die Einnahmen generieren sich maßgeblich über die laufenden Abonnement-Gebühren von PlayStation Plus sowie den prozentualen Anteil, den Sony an jedem verkauften Third-Party-Spiel und jeder Mikrotransaktion auf seiner Plattform einbehält. Das System trägt sich selbst. Die eigenen Spiele sind für die Bilanz nicht mehr der primäre Umsatztreiber.

Sony hat die Produktion eigener Blockbuster über Jahre sträflich verschleppt und sich auf den Einnahmen durch Drittanbieter ausgereiht. Die PS5 bleibt mangels First-Party-Nachschub oft monatelang eine reine Abspielstation für Multiplattform-Titel.

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Ein einzelner Erfolg wie „Ghost of Yotei“ kaschiert die gähnende Leere in der Pipeline nur kurzfristig. Ob der heutige State of Play mit Titeln wie Marvel’s Wolverine endlich wieder konstanten Nachschub liefert, müssen handfeste Veröffentlichungstermine zeigen. Worte helfen nicht mehr.

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SOURCES:GameFile
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3 Comments
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TakedaSan
2. Juni 2026 17:33

Seit die Games von Sony Woke wurde habe ich die nicht mehr gekauft. Spider-Man 2 habe ich schon nicht mehr gekauft. Vielleicht ist das auch ein Faktor 🤔

Crydog
2. Juni 2026 16:08

Genau und ich bin das problem da sieht man es doch. Das system trägt sich solange selbst wenn sich genug leute entscheiden für das system es zu nitzen und dafür sind exlusiv titel entscheidend die es bei steam oder Microsoft store nicht gibt. Um ein requiem oder onimusha zu spielen brauche ich dafür keine ps5 aber für ein gohst of yotai oder saros schon (falls es so bleibt)
Aber man redet sich den Mund fusselig es werden bestimmt einige auch das wieder schön reden. Ihr habt mein Segen mich juckt das nicht wirklich

Rambazamba69
2. Juni 2026 17:58
Reply to  Crydog

Warum bist du das Problem und warum fühlst du dich schuldig?