PlayStation Flex: PS5 ohne Kaufpreis – bequeme Alternative oder teure Dauerlösung?

PlayStation Flex ermöglicht das Mieten von PS5 und Zubehör – ohne Anzahlung. Flexible Laufzeiten, Upgrade-Optionen, aber auch günstig?.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Sony führt mit PlayStation Flex ein Leasing-Modell für PS5-Konsolen und Zubehör in Großbritannien ein. Statt mehrere hundert Pfund auf einmal zu zahlen, können Spieler ihre Hardware künftig monatlich mieten – wahlweise flexibel kündbar oder mit 12, 24 oder 36 Monaten Laufzeit.

Das Angebot entsteht nicht zufällig. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten gelten aktuelle Konsolen für viele Haushalte längst als Luxusgut. Ein Mietmodell senkt die Einstiegshürde, zumindest auf den ersten Blick. Die Idee von PlayStation Flex wird direkt aus Japan übernommen, wo es ein ähnliches Angebot gibt.

Was bietet PlayStation Flex konkret?

PlayStation Flex läuft über den britischen Leasing-Anbieter Raylo. Das Prinzip ist simpel: Keine Anzahlung, erste Rate nach 14 Tagen, kostenlose Lieferung am nächsten Werktag. Laut Anbieter erfolgt lediglich ein „soft credit check“, der keinen Einfluss auf die Bonität haben soll.

Zur Auswahl stehen:

  • Monatlich kündbares Modell
  • 12-, 24- oder 36-Monatsverträge mit geringerer Monatsrate
  • Upgrade-Option auf neue Hardware
  • Zubehör wie DualSense-Controller oder PlayStation VR2
  • Optionaler Versicherungsschutz gegen Schaden, Verlust oder Diebstahl

Am Ende der Laufzeit haben Nutzer mehrere Optionen: upgraden, weiter monatlich zahlen oder das Gerät zurückgeben. Eine 14-tägige Rückgabefrist gibt es zusätzlich zu Beginn des Vertrags.

Sony betont dabei auch einen Umweltaspekt: Wer mietet statt kauft, soll laut Anbieter seinen CO₂-Fußabdruck um bis zu 56 Prozent senken. Wie genau diese Zahl berechnet wurde, bleibt offen.

Flexibles Gaming oder teurer Dauervertrag?

Die Idee ist nachvollziehbar: Wer nur drei oder vier große Titel im Jahr spielt, könnte eine Konsole für einen begrenzten Zeitraum nutzen und danach zurückgeben. Gerade für Gelegenheitsspieler klingt das attraktiver als ein Vollpreis-Kauf.

Allerdings sollte man rechnen. Langfristige Leasingverträge summieren sich. Über 24 oder 36 Monate kann der Gesamtbetrag am Ende höher ausfallen als der einmalige Kaufpreis. Zudem gehört die Konsole rechtlich weiterhin dem Anbieter – es bleibt ein Mietverhältnis.

Die „Fair Wear and Tear“-Regelung erlaubt zudem übliche Gebrauchsspuren, bei stärkeren Schäden können jedoch Reparaturkosten anfallen. Wer auf Nummer sicher gehen will, zahlt zusätzlich für die Versicherung. Auch das erhöht die monatliche Belastung.

Ein Modell mit Zukunft?

PlayStation Flex ist aktuell ausschließlich in Großbritannien verfügbar. Ob Sony das Modell auf andere Märkte ausweitet, ist nicht bestätigt. Denkbar wäre es, gerade in Zeiten, in denen Hardwarepreise steigen und Konsolenzyklen länger werden.

Technisch ändert sich nichts an der Hardware. Es ist kein neues Gerät, sondern ein neues Finanzierungsmodell. Der Schritt passt dennoch in eine Branche, die zunehmend auf Abos setzt – von Game Pass bis PlayStation Plus.

Preise von PlayStation Flex im Überblick

PlayStation Flex deckt somit nicht nur die klassische PS5 ab, sondern nahezu das komplette Hardware-Ökosystem. Die Einstiegspreise (abhängig von Laufzeit) beginnen bei:

  • PlayStation 5 (1TB, Disc-Version) – ab £11.59 pro Monat
  • PlayStation 5 Digital Edition (825GB) – ab £9.95 pro Monat
  • PlayStation 5 Pro (2TB) – ab £16.99 pro Monat

Bundles mit zwei Controllern sind ebenfalls verfügbar:

  • PS5 Digital Edition (825GB) + 2 DualSense – ab £10.99 pro Monat
  • PS5 (1TB) + 2 DualSense – ab £12.49 pro Monat

Auch Zubehör lässt sich separat leasen:

  • PlayStation Portal Remote Player – ab £7.49 pro Monat
  • PlayStation VR2 – ab £11.99 pro Monat
  • PS VR2 Horizon Call of the Mountain Bundle – ab £10.99 pro Monat
  • DualSense Edge Controller – ab £6.49 pro Monat

Die genannten Preise sind „ab“-Werte und hängen von der gewählten Laufzeit ab. Kürzere Vertragsmodelle dürften teurer ausfallen. Wer sich für 24 oder 36 Monate bindet, zahlt pro Monat weniger, dafür aber über einen längeren Zeitraum. Genau hier entscheidet sich, ob Flex wirklich spart oder am Ende mehr kostet als ein klassischer Kauf.

PlayStation Flex ist kein Heilsbringer, aber ein pragmatisches Angebot für Spieler mit knappem Budget oder klar begrenztem Nutzungszeitraum. Wer langfristig plant, sollte dennoch durchrechnen – Mieten fühlt sich günstiger an, ist es aber nicht automatisch.

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