PlayStation Plus entfernt die letzten PS VR2-Spiele – ein heimliches Downgrade?

Sony entfernt die letzten PlayStation VR2-Titel aus PlayStation Plus Premium. Spieler reagieren verärgert – was bedeutet das für VR-Fans und das Abo-Modell?

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

Seit einigen Tagen steht fest, dass PlayStation VR2-Fans sich plötzlich um ein Abo-Feature gebracht sehen. PlayStation Plus Premium, das teuerste Abo von Sony, entfernt bald die letzten beiden PS VR2-Spiele aus dem Katalog, darunter Arcade Paradise VR und Star Wars: Tales from the Galaxy’s Edge. Für viele Spieler fühlt sich das wie ein stiller und weiterer Sargnagel für das Headset an.

PS VR2-Games verschwinden ohne Ersatz

Arcade Paradise VR war gerade einmal seit März 2025 im Premium-Katalog, noch nicht einmal ein Jahr, während andere Spiele normalerweise länger bleiben. Nutzer auf Reddit zeigen sich enttäuscht: „Ich habe PS VR2 gekauft, weil jeden Monat ein neues Spiel hinzugefügt wurde. Dass man das nicht durchzieht, ist frustrierend“, schreibt ein User.

Die Kritik trifft einen empfindlichen Punkt. PS VR2-Titel bieten nicht nur einen echten Mehrwert für Premium-Nutzer, sondern sind auch ein Kaufgrund für das Headset selbst, um es im ohnehin schwierigen Markt weiter zu pushen. Viele Titel ließen sich so zumindest ohne Zusatzgebühren einmal ausprobieren. Ihre Entfernung wirft erneut die Frage auf, ob Sony die PS VR2 langfristig unterstützen wird oder ob das Abo-Modell an anderer Stelle Vorteile maximieren soll.

Verärgerung und Skepsis

Auf Reddit äußern Spieler, dass sie in nur zwei Monaten drei PSVR2-Spiele verloren haben. „Pretty fuckin’ cool… und nichts wurde angeboten, um das auszugleichen“, kommentiert u/Devoidus. Andere spekulieren, dass Sony die Spiele vielleicht in PlayStation Plus Essential integrieren könnte, um die größere Nutzerbasis zu erreichen.

Doch diese Hoffnung wirkt zynisch, wenn man bedenkt, dass Premium-Nutzer bisher für den exklusiven Zugang zu VR-Games zahlten. Für manche fühlt es sich wie ein strategisches Lock-in an: Wer PS VR2 besitzt, sollte zur Premium Stufe wechseln, und kann das Abo nicht einfach downgraden, ohne zu kündigen und neu zu abonnieren.

Ein Signal für die Zukunft von PlayStation VR2?

Sony hat sich bisher nicht offiziell zu den Beweggründen geäußert. Die Abwanderung von PS VR2-Spielen könnte das Signal senden, dass VR im PlayStation-Ökosystem weiter an Priorität verliert. Wer auf neue PS VR2-Inhalte hofft, sollte sich nicht mehr auf PlayStation Plus verlassen, sondern auf Einzelkäufe und Third-Party-Angebote setzen.

Letztlich bleibt die Frage: Will Sony die PS VR2-Community stärken oder eher das Abo-Modell optimieren, während VR-Spiele zur Nebensache werden? Für PS VR2-Nutzer ist diese Entscheidung spürbar – und enttäuschend.

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Caldix
1 Monat zuvor

Im Grunde kann man von keinem mehr was Positives erwarten. Ob Sony oder XBox usw, ist eh nur noch abzocke zu erwarten. Die Preise anziehen und heimlich dann verschlimmbessern und hinten rum wegnehmen… Ist bei den streamingdinesten ja nicht anders. Mehr Geld und hinten rum das Angebot verschlechtern. Der depp Kunde zahlt schon.

Paul Muaddib
2 Monate zuvor

Hab doch alle spiele egal

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