Der Januar ist bei PlayStation Plus traditionell ein Monat der Erwartungen, und oft auch der Ernüchterung. 2026 geht Sony einen anderen Weg. Statt eines klaren Blockbuster-Fokus setzt das neue Monthly-Line-up auf Kontraste: Tempo, Nostalgie und Langzeitmotivation.
Need for Speed Unbound, Disney Epic Mickey: Rebrushed und Core Keeper stehen ab dem 6. Januar für alle Abonnenten bereit. Die Frage ist weniger, ob etwas für jeden dabei ist, sondern für wen dieses Paket wirklich gemacht ist.
Need for Speed Unbound: Stil trifft Substanz
Mit Need for Speed Unbound, das zuvor geleakt wurde, landet ein prominenter Name im Abo, der polarisiert hat, und genau deshalb interessant ist. Criterion setzt hier nicht nur auf Tempo, sondern auf Identität.
Der visuelle Mix aus realistischen Fahrzeugen und Comic-Effekten spaltet, gibt dem Spiel aber eine klare Handschrift. Die Trennung von Singleplayer- und Multiplayer-Fortschritt wirkt auch heute noch ungewöhnlich, entpuppt sich aber als Vorteil für Spieler, die nicht alles online austragen wollen. Für PlayStation Plus-Abonnenten ist das eine Einladung, dem Titel eine zweite Chance zu geben, ganz ohne Kaufdruck.
Disney Epic Mickey: Rebrushed – mehr als nur ein Remake
Disney Epic Mickey: Rebrushed ist die ruhigere, aber vielleicht nachhaltigere Wahl. Das Remake greift eine Idee auf, die ihrer Zeit voraus war: Entscheidungen über Gestaltung statt Zerstörung. Farbe oder Verdünner sind hier keine Gimmicks, sondern prägen Spielwelt und Verlauf.
Gerade im Abo-Kontext entfaltet das Spiel seine Stärke, weil es Neugier belohnt und kein klassisches „Durchspielen um jeden Preis“ verlangt. Für viele dürfte es der erste Kontakt mit dieser ungewöhnlichen Disney-Seite sein.
Core Keeper: Der heimliche Langzeitfaktor im PlayStation Plus
Der Überraschungskandidat ist Core Keeper. Unter der Oberfläche eines simplen Pixel-Looks verbirgt sich ein komplexes Sandbox-Spiel, das Zeit frisst, und zwar freiwillig. Crafting, Erkundung, Koop für bis zu acht Spieler und ein stetig wachsendes System machen den Titel besonders für PlaySatiom Plus-Abonnenten spannend, die nach einem Spiel suchen, das nicht nach zehn Stunden erledigt ist. Hier liegt der langfristige Wert des Januar-Line-ups.
PlayStation Plus im Januar 2026 verzichtet bewusst auf den einen großen Aha-Moment. Stattdessen liefert Sony ein Line-up, das ausprobiert werden will. Kein Spiel erklärt sich sofort, alle entfalten ihren Reiz erst mit Zeit. Vielleicht ist genau das, was der Jahresanfang braucht – weniger Show, mehr Substanz. Oder anders gefragt, wie oft hat man zuletzt ein PlayStation Plus-Spiel wirklich länger gespielt als geplant?


Ich finde es schade, lieber hätte ich Blockbuster zum Jahresende/Jahres anfang gehabt als die Auswahl die Sony getroffen hat.. NFS unbound ist okay, aber gefühlt jeder damalige NFS fan hat das game schon im besitz..