Der PlayStation Store hat die erste Ausstiegswelle für Dezember 2025 bestätigt, und ausgerechnet GTA III, einer der prägendsten Titel der modernen PlayStation-Ära, steht ganz oben auf der Liste. Für viele ist das ein kleiner Schock: Nicht weil der Titel nicht schon zigmal gespielt wurde, sondern weil gerade die historischen Bausteine der Marke PlayStation in den letzten Monaten auffallend selten im Plus-Katalog auftauchen.
Neben GTA III verschwinden im Dezember auch Sonic Frontiers, Forspoken, Battlefield 2042, Surviving Mars, Star Trek: Bridge Crew, Firefighting Simulator: The Squad, Star Wars: Tales from the Galaxy’s Edge und Arcade Paradise VR. Der Abbau beginnt wie gewohnt Mitte Dezember, wenn die neuen December-Lineups für PlayStation Plus Extra und Premium online gehen.
Für sich betrachtet ist das eine normale Rotation. Aber im Kontext der letzten Monate stellt sich eine Frage immer dringlicher: Warum trifft es ausgerechnet wieder die Titel, die PlayStation-Fans mit der Marke verbinden?
Warum der Verlust von GTA III mehr ist als nur ein Listenpunkt
GTA III wirkt heute vielleicht technisch alt, aber sein Wert im Abo ergibt sich nicht aus Grafik oder Komfortfunktionen, sondern aus seiner Rolle als Zeitdokument. Ein offener Sandkasten, der 2001 eine neue Ära eingeläutet hat, und bis heute als Fundament der Serie gilt.
Für PlayStation Plus Premium, das sich gerade bei Klassikern profilieren sollte, ist der Wegfall dieses Titels ein kleiner Image-Kratzer. Erst recht, weil der Ersatz im Dezember erneut mit GTA V angeführt wird, ein Spiel, das viele längst besitzen oder schon dutzende Male im Abo gesehen haben. Das wirkt weniger wie kuratiertes Angebot und mehr wie ein Platzhalter, der eine Lücke füllt, aber keine Begeisterung weckt.
Noch kleiner fiel im November die Ausbeute für Premium-User aus: nur ein einziger neuer Klassiker. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Muster im Dezember wiederholt, ist leider realistisch.
Was Spieler jetzt im Blick behalten sollten
Der einzige wirklich positive Ausblick betrifft Anfang Dezember: Die PS5-Version von Red Dead Redemption wird für Extra- und Premium-Mitglieder ohne Zusatzkosten spielbar sein. Das dürfte die Abgangsliste emotional etwas abfedern, ersetzt aber nicht die Frage, wie Sony langfristig mit Klassikern im PlayStation-Plus-Ökosystem umgehen möchte.
Vielleicht ist das die entscheidende Lehre aus dem Dezember-Update. Wer eine starke Identität für PlayStation Plus schaffen will, sollte nicht nur große Blockbuster rotieren, sondern den historischen Kern pflegen. Und genau dort fehlt derzeit das Profil.
Was denkt ihr: Braucht PS Plus mehr Klassiker, oder ist die Rotation ein notwendiges Übel in einem modernen Abo-Modell?


