PlayStation Portal dominiert Remote-Play – Sonys unterschätzter Erfolg

PlayStation Portal überrascht: Über 50 % aller PS5-Remote-Play-Sessions laufen über das Gerät. Wie Sonys Strategie immer mehr aufgeht.

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

Diese Zahl ging auf der CES 2026 fast beiläufig über die Bühne, hat es aber in sich: Mehr als 50 Prozent aller PS5-Remote-Play-Sessions laufen inzwischen über PlayStation Portal. Mehr als über Smartphones, Tablets, PCs und Macs zusammen. Für ein Gerät, das lange als überteuertes Nischenprodukt belächelt wurde, ist das ein klarer Wendepunkt.

Sony hat mit PlayStation Portal offenbar einen Nerv getroffen, und das schneller, als viele erwartet haben. Seit der direkten Cloud-Anbindung im vergangenen Jahr wird der Handheld sogar als komplett eigenständiges Gerät angesehen.

PlayStation Portal als konsequentes Gadget

Remote Play gibt es bei PlayStation seit PS3-Zeiten. Lange war es ein Feature für Technikfans: praktisch, aber selten ideal. Touch-Steuerung, wechselnde Netzqualität und fragmentierte Nutzererfahrung. Genau hier setzt PlayStation Portal an. Es macht Remote Play nicht neu, sondern setzt es konsequent um.

Ein dediziertes Gerät, optimiert für genau diesen einen Zweck. DualSense-Features, großes Display und eine intuitive Bedienung. Wer den Handheld intensiv nutzt, merkt schnell, dass sich das Streaming wie echtes Spielen anfühlt, nur eben nicht am Fernseher.

Dass PlayStation Portal inzwischen mehr als die Hälfte aller Remote-Play-Sessions abdeckt, zeigt vor allem, dass Spieler genau das wollen: eine saubere, kontrollierte Erweiterung ihrer PS5 für unterwegs, die zuverlässig funktioniert. Der kommende PlayStation-Handheld dürfte die nächste Stufe in diesem Ansatz darstellen.

Sony denkt PlayStation neu

Interessant ist, was Sony nicht sagt. Statt Cloud-Gaming aggressiv zu pushen, setzt man weiter auf die eigene Konsole als Herzstück. Remote Play bleibt „deine PS5, nur woanders“. PlayStation Portal ist dafür das perfekte Bindeglied.

Das erklärt auch, warum Sony Remote Play jetzt ins Auto bringt, etwa mit dem Honda Afeela als Proof of Concept. Es zeigt, dass Spieler bereit sind, ihr PlayStation-Erlebnis aus dem Wohnzimmer herauszutragen, solange Qualität und Kontrolle stimmen. PlayStation Portal ist damit mehr als Zubehör. Sony testet, wie flexibel PlayStation sein darf, ohne seine Identität zu verlieren. Und die Antwort darauf lautet: sehr flexibel, solange die Konsole der Mittelpunkt bleibt.

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Crydog
1 Monat zuvor

Na ost kein Wunder die offizielle remote play App für Smartphones unterstützt kein hdr,keine 120fps keine adaptive trigger bzw. Haptisches Feedback. Die windows app lässt sich nur mit einen duaösense bedienen und kein xbox Controller da ist die infoziell app PXPlay deutlich besser

Weedyconzales
1 Monat zuvor

LOL, Playstation ins Auto in einem Land wo das Kopfkratzen einen den Lappen kosten kann… (Handyblitzer)?
Nicht hier…

NoWokeInGames
1 Monat zuvor

PlayStation zeigt x Box mal wieder wer wirklich die beste Konsole ist auch im handheld bereich

Volker
1 Monat zuvor

Ich kann auch nur bestätigen, dass ich wesentlich mehr Playstation spiele, seit ich eine Portal habe.
Für mich hat der Schritt Sinn ergeben ,nachdem Sony einen sehr großen Spielekatalog für Playstation Plus Premium Abonnent*innen angeboten hat.
Dass man nun auch einen Großteil seiner eigenen Spiele cloudstreamen kann, ist ein tolles Sahnehäubchen auf einem ohnehin großartigen Konzept.

Boris78
1 Monat zuvor

Hab die Portal seit 2 Wochen. Tolles Gerät, macht richtig Bock darauf zu zocken. Die PS5 steht momentan still.

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