Sony wirft den Publisher Webnetic und damit über 1.000 Shovelware-Spiele komplett aus dem PlayStation Store. Bis vor Kurzem blockierten sage und schreibe 1.222 Webnetic-Einträge die digitale Bibliothek.
Damit ist jetzt endgültig Schluss. Nach den massiven Löschwellen Anfang des Jahres trifft es nun den Anbieter mit den drittmeisten Titeln auf der Plattform.
Kehraus im Trophäen-Paradies
Der Publisher bestätigte das Aus auf X selbst. „As our journey on PlayStation comes to an end, we want to thank everyone who played our games“, heißt es im offiziellen Statement. Webnetic bedankt sich für die jahrelange Unterstützung und fordert die Spieler auf, in den finalen Tagen noch einmal zuzugreifen. Wer das ernsthaft tun sollte, bleibt ein Rätsel. Die Spiele waren Müll.
🎮 As our journey on PlayStation comes to an end, we want to thank everyone who played our games, supported our releases, and joined us along the way. ❤️
— Webnetic (@Webnetic2) June 1, 2026
These are our final days on PlayStation, so if you've ever wanted to check out our games, now is the perfect time to do so… pic.twitter.com/rAlI0Et43U
Die Reaktionen der Community auf Social Media zeigen ein bizarres Bild. Einige Partner-Kanäle wie Marci‘s Life trauern dem Ende hinterher: „You were one of my very first partners. Thank you for the great four years of working together.“ Auch ScorpioOfShadows verabschiedet sich wehmütig. Das zeigt, wie tief dieser Sumpf aus billigen Trophäen-Kooperationen und Reichweiten-Deals eigentlich reicht. Über 1000 Spiele muss man erst einmal veröffentlichen.
Webnetic hat die PSN-Bibliothek jahrelang mit billigsten Mobile-Klonen geflutet. Titel wie „Archerio“ oder „Parking Problem“ lieferten keine spielerische Qualität. Sie lieferten nur schnelle Platin-Trophäen in Sekundenschnelle fürs Profil. Gleichzeitig verdrängten sie echte Indie-Perlen aus dem sichtbaren Bereich.
Sony zieht die Daumenschrauben für Ramsch-Entwickler extrem an und der Store soll wieder übersichtlicher werden. Die radikale Löschung zeigt, dass die Jagd auf billigen Datenmüll kein Zufall war. Für Webnetic bricht der PlayStation-Markt komplett weg. Auf der Xbox, der Nintendo Switch und Steam wollen sie allerdings weitermachen. Ob die Konkurrenz da lange zuschaut, bleibt abzuwarten. Das System dahinter wackelt.
Sony räumt auf und das ist verdammt gut so. Niemand braucht tausendfach kopierte Mini-Games, die echten Indie-Perlen die Sichtbarkeit rauben. Schnelle Platin-Trophäen hin oder her. Der Store-Qualität tut dieser harte Kurs extrem gut. Der Datenmüll verschwindet endlich.
Wer so einen Müll kauft, nur um irgendwelche wertlosen digitalen „Trophäen“ in einem Profil stehen zu haben, hat ohnehin die Kontrolle über sein Leben verloren und sollte sich Hilfe suchen.