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PlayStation Studios: Das Live-Service-Desaster erntet endlich seine Früchte

PlayStation Studios in der Krise: Nach Bluepoint-Aus zeigt sich, dass Sonys PS5-Live-Service-Strategie überwiegend gescheitert ist. Eine Analyse des Desasters.

Niklas Author 2026
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Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...

Sony hat am gestrigen Donnerstag die Schließung von Bluepoint Games bekannt gegeben. Rund 70 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Bluepoint, das erst 2021 von PlayStation Studios übernommen wurde, hatte zuletzt 2020 das Remake von Demon’s Souls veröffentlicht – pünktlich zum PS5-Launch.

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Damit endet ein Kapitel, das exemplarisch für Sonys Einkaufstour seit 2019 steht. In knapp vier Jahren kaufte der Konzern fast ein Dutzend Studios, mit dem Ziel, Live-Service-Titel zu entwickeln, die kontinuierliche Einnahmen liefern. Die Realität sieht nüchterner aus: Viele dieser Studios haben wenig bis gar nichts Neues veröffentlicht, einige wurden geschlossen – und Spieler sitzen auf dem Trockenen.

PlayStation Studios: Erfolge, Flops und gescheiterte Experimente

Nicht alles war ein Reinfall. Insomniac Games (2019) liefert weiterhin und arbeitet an Marvel’s Wolverine, obwohl auch dort 2024 Stellen abgebaut wurden. Housemarque bringt mit Saros bald ein neues Projekt, während Nixxes Software solide Support-Arbeit für mehrere PS5-Titel leistet.

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Die anderen Beispiele zeigen jedoch ein klares Muster, wie Kotaku feststellt. Firewalk Studios brachte 2024 den Shooter Concord heraus – nach zwei Wochen war das Spiel faktisch tot, kurze Zeit später wurde das Studio geschlossen. Neon Koi existiert seit 2024 nicht mehr. Haven Studios arbeitet weiter am verschollenen Live-Service-Titel Fairgames, während selbst bei Bungie Entlassungen nicht ausblieben.

Die Ursache war ein erzwungener Pivot auf Live-Service. Viele Teams sollten Projekte mit langfristiger Monetarisierung entwickeln, nur um intern wieder abgewürgt zu werden. Ergebnis: Verzögerungen, Abbrüche und Schließungen.

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Lektionen aus dem Live-Service-Fiasko

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht war die Idee nachvollziehbar: wiederkehrende Einnahmen sichern Planbarkeit. In der Praxis jedoch sind die Märkte gesättigt, die Konkurrenz stark und Spieler zunehmend kritisch gegenüber aggressiver Monetarisierung.

Drei der seit 2019 übernommenen Studios gibt es heute nicht mehr. Gemessen an neuen First-Party-Erfahrungen fällt die PS5-Ära eher mager aus. Statt kreativer Vielfalt bestimmten Umstrukturierungen und gescheiterte Live-Service-Pläne das Bild – alles, um im damaligen Kaufrausch mit Microsoft mithalten zu können.

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Konsolidierung statt Expansion

Sony dürfte die jüngsten Rückschläge intern genau analysieren. Projekte mit klarer Markenbasis – etwa im Marvel-Umfeld – genießen offenbar Vorrang. Experimente mit Live-Service-Konzepten stehen dagegen unter verschärfter Beobachtung. Für Mitarbeiter in noch nicht veröffentlichten Projekten bleibt die Lage angespannt, für Spieler bedeutet das vor allem: weniger Experimente, weniger Überraschungen.

Die PlayStation Studios stehen damit an einem Wendepunkt. Die Lehren aus dem Live-Service-Fiasko könnten zu einer fokussierteren Strategie führen – eine nüchterne Kurskorrektur wäre bereits ein Fortschritt.

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Paolo Pinkel
21. Februar 2026 13:19

hoffentlich scheitert jedes weitere live service game damit sony endlich mal merkt, dass sie diese generation komplett gegen die wand gefahren haben.

X8BL
20. Februar 2026 22:35

Die PS5 bleibt bei mir mittlerweile aus und wäre da nicht ein GTA 6 am Horizont, wäre ich geneigt sie zu verkaufen.

Diese „Service“-Spiele und das alberne Indie-Zeug aus der dritten Reihe haben nichts damit zu tun, was für mich ein relevantes Videogame darstellen würde.

Crissby
20. Februar 2026 18:42

Habt ihr noch eine andere Schallplatte? 10 News darüber wie schlecht Sony ist, ok. Zeiten ändern sich und niemand genau weiß wie es zur Schließung kam, aber spekulieren kann man ja. Sony wird genau wissen was man wie macht.

20. Februar 2026 18:53
Reply to  Crissby

Nur 5 bisher – wir sparen uns die nächsten 5 noch für den Deluxe-Report auf Vinyl 😎 Spaß beiseite: Die Schließung eines so renommierten Studios wie Bluepoint ist leider ein zu großes Beben für die Branche, um es nach einer News zu den Akten zu legen. Da bleiben wir für euch dran.

Dathhmatic
22. Februar 2026 16:31
Reply to  Niklas Bender

Ich stimme voll und ganz zu. Wenn Sony tatsächlich wüsste, was sie machen, müssten sie nicht etliche studios erschließen, Spiele einstellen, angestellte feuern. Man kann durchaus die Konsole mögen, die für den OG anscheinend der Fall. Aber man sollte dann doch sachlich und auf die Fakten achten und zugeben, dass Sony eben nicht weiß, wie der Hase läuft und die Kontrolle darüber verloren hat.

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