Ich liebe Deals. Aber ich liebe sie nur, wenn sie nicht versuchen, mir ins Gesicht zu grinsen wie ein übermotivierter Media Markt-Praktikant. Und genau dieses Grinsen sehe ich beim PlayStation VR2 Black Friday-Preis von 349 Euro, ein Deal, der gleichzeitig „Wow!“ und „Oh boy…“ flüstert.
PlayStation VR2 & Black Friday: Schnäppchen oder Abschiedsrabatt?
Sony drückt das Headset aktuell von 449 Euro auf 349 Euro, mit etwas Glück inklusive Horizon Call of the Mountain, das jeher hätte kostenlos sein sollen. Klingt gut, riecht aber verdächtig nach ‚Black Friday machen wir halt mit, weil man das so macht‘-Pflichtrabatt.
Und mal ehrlich: Wenn Sony eine Plattform liebt, merken wir das. Bei PS5 kommt regelmäßig irgendein System-Update, bei PlayStation Plus darfst du jeden Monat im Lotto ziehen, und bei Arc Raiders fliegen die Server gefühlt täglich in die Luft, aber positiv!
Bei PlayStation VR2 hingegen? Quasi Funkstille. Und zwar nicht die aus dem Marketing, sondern die aus dem Maschinenraum. 367 VR2-Titel stehen aktuell im PlayStation Store bereit, ein paar davon fantastisch, ein paar solide Ports, und einige so lieblos zusammengeflickt, dass selbst Android-Ports aus 2014 indigniert wegschauen würden. Und selbst die wenigen Gratis-Zugaben über PlayStation Plus werden in Kürze aus dem Abo entfernt.
Zugegeben, das Headset selbst ist top. Tracking sauber, OLEDs knackig, Haptik im Controller klasse. Die Hardware will. Die Hardware kann. Die Hardware wartet. Nur Sony wirkt, als hätte man beim Launch vergessen, dass man für VR auch überzeugende Software braucht, und dann entschieden, dass man diesen Fehler am besten totschweigt.
PlayStation VR2 liefert dir eine grandiose Anfangserfahrung. Horizon sieht atemberaubend aus, das erste Mal die haptischen Controller spüren ist fast magisch, die OLED-Klarheit beeindruckend. Wenn du VR noch nie erlebt hast, wirst du für 2-3 Wochen absolut begeistert sein. Das Problem: Danach sitzt du vor deinem PS5-Menü und fragst dich: ‚Und jetzt?‘ Die Hardware will mehr, du willst mehr, aber niemand liefert konstant.“
PC-Support: Lebensretter oder Notlösung?
Dass Sony die PlayStation VR2 endlich auf den PC schickt, ist großartig, aber auch ungefähr so subtil wie ein Feuerwehrmann, der mit einem Eimer Wasser ins brennende Wohnzimmer rennt und sagt: „Ich mach’s kurz, ich bin eigentlich nur zufällig hier.“
Der PC-Adapter für 59,99 Euro ist praktisch. Die Steam-Anbindung super. Plötzlich öffnet sich eine VR-Welt mit tausenden Spielen, und das ist der Moment, in dem man merkt, wie begrenzt das Angebot auf PS5 eigentlich war. Ich nenn’s mal so: Der PC-Support rettet das Headset. Aber nicht Sony.
Wer sollte jetzt zugreifen?
Ganz ehrlich:
- Wenn du ein VR-Einsteiger bist? Zuschlagen.
- Wenn du ein PS5-Purist bist? Überlegen.
- Wenn du ein PC-VR-Veteran bist? Kaufen, aber wegen Steam, nicht wegen Sony.
- Wenn du auf First-Party-VR-Support hoffst? Dann kauf dir besser Geduld. Viel.
Der PlayStation VR2 Black Friday-Deal ist also beides: ein echtes Schnäppchen und ein kleiner Hilferuf. Ein großartiges Stück Technik, das zufällig bei einem Publisher gelandet ist, der VR behandelt wie das Fitnessstudio im Februar: Man wollte es wirklich versuchen, aber tja.
Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen sind meine persönliche Meinung. Muss nicht eure sein – darf aber gerne diskutiert werden.


Ich hab mir das gestern mal angeschaut, wie viele Spiele es dafür gibt… naja. Das lohnt sich für mich sowas von überhaupt nicht.
Ich bereue den Kauf von „Elektroschrott“ definitiv nicht.