Capcom hat die interne Auflösung der PS5 Pro Version von „Pragmata“ mit Update 1.21 auf 1080p an und korrigiert damit die bisher schwächere Bildqualität gegenüber der Standard-Konsole. Spieler erhalten durch den jüngsten Patch deutlich schärfere Raytracing-Reflektionen und stabilere Kanten ohne Einbußen bei der Performance.
„Pragmata“ nutzt auf der PS5 Pro ab sofort die volle native Auflösung der Basiskonsole als Grundlage für das PSSR-Upscaling, wie PSX Brazil herausgefunden hat. Bisher lief der Titel im 60fps-Modus auf der Pro-Hardware lediglich mit 864p, während die Standard-PS5 bereits 1080p erreichte.
Dieser technische Widerspruch führte dazu, dass insbesondere Raytracing-Effekte auf der leistungsstärkeren Hardware unschärfer wirkten als auf dem Basismodell. Mit Version 1.21 zieht Capcom nun gleich und kombiniert die höhere Rohauflösung mit der überlegenen Rekonstruktion durch Sony-eigenes PSSR 2.
Die Korrektur eines technischen Paradoxons
Die Entdeckung zeigt, dass Capcom einen entscheidenden Flaschenhals beseitigt hat. In der Release-Version 1.20 verließ sich das Studio zu stark auf PSSR, um ein sehr niedrig aufgelöstes Bild hochzurechnen. Das Resultat war zwar stabil, aber im direkten Vergleich fehlten Details bei geometrischen Linien und holografischen Effekten. Dass die PS5 Pro-Version jetzt dieselbe Grundauflösung wie die Standard-PS5 nutzt, lässt das Bild insgesamt wesentlich ruhiger wirken. Metallische Oberflächen und feine Strukturen gewinnen sichtbar an Tiefe.
Besonders bei den Raytracing-Reflektionen ist der Unterschied massiv. Da diese Effekte meist an die interne Auflösung gekoppelt sind, wirkten sie zuvor auf der PS5 Pro verwaschen. Jetzt harmonieren die Lichtberechnungen mit der Zielauflösung.
Performance und Stabilität
Erste Tests deuten darauf hin, dass die Framerate trotz der höheren Pixellast stabil bleibt. Die PS5 Pro hatte bereits zuvor den solidesten 60fps-Modus im Vergleich zur Xbox Series X und der Standard-PS5. Kritische Szenen, etwa wenn Haar-Animationen in Cutscenes die GPU fordern, könnten nun zwar theoretisch schwerer wiegen, bleiben aber dank VRR-Unterstützung im flüssigen Bereich. Capcom scheint hier den Sweetspot zwischen Bildschärfe und Leistung gefunden zu haben.
Dieses Update ist vielleicht kein revolutionärer Sprung, aber eine willkommene Feinarbeit. Es beseitigt den faden Beigeschmack, dass die teurere Hardware in puncto nativer Auflösung hinter dem Basismodell zurücklag. Für Besitzer einer PS5 Pro ist Pragmata damit jetzt ohne Vorbehalte die technisch beste Konsolenfassung.