PS5 – 3D Sound nur für 10% der Entwickler wichtig

Mit der Tempest Engine und dem systeminternen 3D Sound der PS5 möchte Sony zukünftige Videospiele revolutionieren. Damit tritt man gegen etablierte Soundformate wie Dolby Atmos oder DTS:X an, auf die unter anderem Microsoft mit der Xbox Series X|S setzt.

Ob das so klug ist, wird sich erst noch zeigen, denn für den Moment scheint der 3D Sound bei PS5 Entwicklern keine hohe Priorität zu genießen. Laut einer Umfrage, die einige Monate nach dem Launch der PS5 gemacht wurde, geben nur 10 Prozent an, dass der 3D Sound zu ihrem favorisierten Feature auf der PS5 gehört. Ganz oben steht weiterhin die SSD und die auf Speed getrimmte PS5 Architektur, sowie die DualSense Features.

ps5 3d sound
Source: OPM

Zu eingeschränkt und inkompatibel

Die Probleme mit dem 3D Sound sind dabei hausgemacht, denn momentan beschränkt sich das Feature ausschließlich auf Kopfhörer – Soundbars, Heimkinoanlagen oder TV-Lautsprecher sollen irgendwann erst folgen. Wann, ist völlig unklar.

Hätte man wie Microsoft gleich auf Dolby Atmos oder DTS:X Sound gesetzt, das seit Jahren in vielen Wohnzimmer angekommen ist, und selbst in hochwertige TVs integriert wurde, hätte man auch mit dem Sound von Anfang an auf der PS5 überzeugen können. Schließlich war es Sony selbst, die die stiefmütterliche Behandlung von überzeugendem Sound in Spielen in den letzten Jahren bemängelt haben. Warum man nun ein weiteres Format durchdrücken möchte, kann nur spekuliert werden – etwa um Lizenzkosten zu sparen?

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Auch in unseren Tests kann der 3D Sound der PS5 wenig überzeugen, wo man schon ganz genau hinhören muss, um Unterschiede wahrzunehmen. Das ist aber eine generelle Problematik bei Kopfhörern, auch wenn Sony mit ihrem verwandten 360 Reality Audio im Musikbereich beachtliche Ergebnisse damit erzielt.

Zum Vergleich: Mit einem anständigen Heimkino mit inzwischen exzellenten Upmixern, wie dem von Auro 3D, erzielt man erheblich bessere Ergebnisse als derzeit mit 3D Audio auf der PS5, zumindest für den Moment, schon alleine, weil die Lautsprecher einem nicht direkt am Ohr kleben. Der Unterschied zwischen physischer Distanz einer Audioquelle und einer Virtualisierung ist eben doch nicht so leicht zu überbrücken, woran sich selbst Audiospezialisten seit Jahren die Zähne ausbeißen.

Verloren ist dennoch nichts und 3D Audio hat noch immer die Chance sich zu beweisen. Dazu sollte Sony das Format aber schnellstmöglich ausweiten, um unter anderem bessere und faire Vergleiche anstellen zu können.

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