PS5 Downgrade: Weniger SSD, gleicher Preis – Sonys „Mogelpackung“?

Sony reduziert die SSD der neuen PS5 Digital Edition auf 825 GB – ein verstecktes Downgrade ohne Preisnachlass. Wir erklären, was das für Spieler bedeutet.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Wie jüngste Berichte andeuten, plant Sony offenbar eine neue Revision der PS5 Digital Edition. Auf dem Papier bleibt fast alles gleich: gleiche CPU, gleiche GPU, gleicher Preis. Doch ein Detail sorgt für Stirnrunzeln: Die verbaute SSD schrumpft von 1 TB auf 825 GB. Das klingt nach wenig, hat aber Signalwirkung. Die Entscheidung dürfte nicht unüberlegt getroffen worden sein, für die Nutzer ist sie jedoch am leichtesten zu vermitteln.

Warum kürzt Sony ausgerechnet beim Speicher?

Wie gewohnt liefert Sony keine offizielle Begründung, was vermutlich daran liegt, dass es sich nicht um eine grundlegende Überarbeitung der PS5 wie beim Slim-Modell handelt. Doch die Motive liegen auf der Hand: Die Produktionskosten sind gestiegen, aber man wollte Preiserhöhungen vermeiden. Also wird dort gespart, wo es am wenigsten auffällt.

Und das ergibt Sinn, zumindest aus Sonys Sicht. Ein günstigeres Gehäuse hätte sofort für Kritik gesorgt, ein abgespeckter Controller wäre ein PR-Desaster. Beim Speicher hingegen können viele Käufer den Unterschied nicht sofort einschätzen. „Knapp 1 TB“ klingt im Ladenregal immer noch nach „viel“. Für Core-Gamer ist der Abzug von 175 GB natürlich ärgerlich – das entspricht im Zweifel zwei großen Triple-A-Titeln.

Auch wirtschaftlich rechnet sich dieser Schritt: Rechnet man konservativ mit einer Ersparnis von nur 4 bis 6 Euro pro Gerät, kommen bei 20+ Millionen verkauften Konsolen schnell dreistellige Millionensummen zusammen. Sony spart also im großen Stil, ohne offiziell an der UVP drehen zu müssen. Das zeigt auch, wie sensibel die Kalkulation bei den Produktionskosten sein kann.

Ein Rückschritt zum Launch-Modell

Interessant ist, dass Sony mit dieser Revision de facto zum Design des ursprünglichen Launch-Modells zurückkehrt. Die erste PS5 startete ebenfalls mit 825 GB SSD, bevor die Slim-Modelle im Herbst 2023 auf 1 TB aufgestockt wurden. Nun geht es wieder einen Schritt zurück – und diesmal ohne Preisnachlass.

Das Ganze wirkt damit weniger wie eine Innovation, sondern eher wie eine „versteckte Preiserhöhung“, wie in Foren & Co. zu lesen ist. Für die Digital Edition, die komplett auf Downloads angewiesen ist, trifft das besonders hart. Wer viel spielt, wird ohnehin kaum darum herumkommen, die Konsole mit einer zusätzlichen M.2-SSD aufzurüsten.

Was ist mit der Disc Edition?

Spannend bleibt, wie Sony mit der regulären PS5 Disc Edition verfährt. Branchenkreise gehen davon aus, dass auch hier die Rückkehr zu 825 GB SSD nur eine Frage der Zeit ist. Denn zwei Produktionslinien für im Grunde dasselbe Modell wären am Ende noch teurer. Noch dürfte Sony allerdings einen hohen Lagerbestand an PS5 Slim-Modellen mit 1 TB haben, die zuerst abverkauft werden müssen. Danach ist es wahrscheinlich, dass auch die Disc-Version der neuen Digital Edition folgt.

Mit der neuen PS5 Digital Edition spart Sony also am Speicher, nicht an den Kosten. Für den Massenmarkt wird das kaum ein Thema sein, doch Spieler, die ihre Bibliothek ausschließlich digital aufbauen, müssen sich auf schnelleren Speicherengpass einstellen. Am Ende zeigt dieser Schritt vor allem eines: Sony will die Preisspirale stoppen, auch wenn das bedeutet, auf Kosten der Spieler wieder einen Schritt zurückzugehen.

Was haltet ihr von Sonys Sparmaßnahme? Ist die SSD-Reduktion ein akzeptabler Kompromiss oder doch eine dreiste Kostenverlagerung auf die Spieler?

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Jan Vollenbröker
5 Monate zuvor

Die Standard PS5 ja. Aber die Slim hat seit ihrem Erscheinen von Werk aus 1TB.

Jan Vollenbröker
5 Monate zuvor

Und wenn man bedenkt, dass die PS5 pro mit 2 TB Speicher ausgeliefert wird….. Allein das rechtfertigt schon den hohen Preis der Pro. Speicher ist nicht billig!
Habe zusätzlich eine SSD mit 2 TB nachgerüstet. Allein das kostete schon 180 Euro.

Jan Vollenbröker
6 Monate zuvor

Man bedenke dass eine 2TB SSD um die 180 Euro kostet. Selbst das rechtfertigt schon den hohen Preis der PS5 pro. Ich habe die Standard Edition, die es schon lange nicht mehr gibt. Zusätzlich eine 2TB SSD intern verbaut. Allerdings wissen die Konsolenbesitzer, dass von den 825 GB noch mal ca. 200 verschwinden. Fürs Betriebssystem und andere mitgelieferte Software. Von den angegebenen 825 GB stehen bei mir nur noch 625 GB zur Verfügung. Das bitte auch mal erwähnen.
Also 825 GB Brutto. Und 625 GB. Netto.

Crydog
6 Monate zuvor

Von wegen die Kosten sind gestiegen man will nur seine eigene Gewinn Marge nicht absenken. Für 5 Jahre alte Hardware steigen die Kosten als ob,das ist so als ob ein s20 mehr kostet in jahr 2025 als ein s25. So ein bullshit. Außerdem finde ich in der heutigen zeit alles unter 1tb grenzwertig. Da die spiele nicht kleiner geworden sind sondern größer und das trotz super duper Kraken Technik
Mk1 z.b nutz die Kraken Technik und ist 149gb gross und man kann den Wert sogar erhöhen wenn man sich das 4k Pack runterladet damit die zwischensequnzen in der story modus besser aussehen. Sprachausgaeben,zwischensequnzen und conntent nehmen halt Platz weg man kann eben nicht alles weg komprimieren ohne Qualität verlust

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