Wer seine alte PS2 aus dem Keller holt, kurz nur den Staub vom Gehäuse gepustet und festgestellt: Das Ding läuft noch immer leiser als die aktuellen Rechtfertigungsversuche der jüngsten PS5 Preiserhöhung. Damals war Hardware ein Wertversprechen, das mit der Zeit für jeden erschwinglicher wurde. Heute ist eine Konsole offenbar eine Wertanlage mit der Preisdynamik von Goldbarren – nur aus Plastik und mit Lüftergeräuschen.
Sony hebt die Preise der PS5-Familie nicht einfach nur an; sie zünden eine preispolitische Bombe, um uns in einem Jahr den „Normalzustand“ als Schnäppchen zu verkaufen. Das Kalkül hinter dem 900-EUR-Preisschild der PS5 Pro ist keine Reaktion auf Marktzwänge, sondern ein kalkulierter Test unserer Leidensfähigkeit. Und er funktioniert, wenn man sich jetzt anschaut, wie alle seit der Ankündigung panisch auf den „Kaufen“-Button klicken.
Die kalkulierte Preisschock-Therapie
Sony setzt auf das Prinzip der maximalen Schmerzgrenze, um sich Luft für die kommenden Jahre zu verschaffen. Dabei liefert der Konzern lediglich die Blaupause für eine gesamte Branche, die das Ende der bezahlbaren Hardware probt. Wenn die UVP erst einmal in den Orbit geschossen wurde, wo sie mangels Konkurrenz druckfrei schweben kann, wirken spätere Rabattaktionen wie ein Akt der Nächstenliebe. Wer 900 EUR als Ankerpunkt setzt, kann im Weihnachtsgeschäft mit „nur“ 799 EUR werben und die psychologische Falle zuschnappen lassen.
Es ist eine reine Cashflow-Maximierung unter dem Deckmantel der wirtschaftlichen Volatilität. Der Spieler wird hier nicht als Kunde bedient, sondern als Puffer für die explodierenden Kosten im Halbleiter-Segment instrumentalisiert, während Sony sich gleichzeitig den Spielraum für vermeintliche Content-Bundles sichert.
GTA VI als Geisel der Preispolitik
Die Annahme, dass der Markt diesen Wahnsinn schluckt, fußt fast ausschließlich auf der Veröffentlichung von „GTA 6“. Sony weiß, dass Millionen von Spielern für Rockstars nächsten Goldesel bereit sind, ihre Niere auf dem Gebrauchtmarkt anzubieten. Diese Abhängigkeit nutzt der Konzern, um konsequent zu monetarisieren.
Die PS5 wird zum Luxusgut erhoben, weil man genau weiß, dass die „Must-have“-Software die Hardware-Kröte schluckbar macht. Es findet eine Entkoppelung vom Massenmarkt statt; Gaming auf dem Fernseher ist kein demokratisches Hobby mehr, sondern eine exklusive Veranstaltung für jene, die bereit sind, Early-Adopter-Preise auch noch im fünften Jahr des Lebenszyklus zu zahlen.
Das Ende der Hardware-Subventionierung
Wir erleben gerade die finale Bestattung des Modells, bei dem Hardware querfinanziert wurde, um die Nutzerbasis zu verbreitern. Sony hat keine Lust mehr auf die Durststrecke. Stattdessen wird die Stagnation bei den Verkaufszahlen durch höhere Margen pro Gerät kompensiert.
Dass Analysten diesen Schritt als „Platz für künftige Rabatte“ schönreden, ist die intellektuelle Bankrotterklärung der Branche. Ein Rabatt auf einen künstlich aufgeblähten Preis ist kein Deal, sondern eine Korrektur der eigenen Gewinne auf ein immer noch unverschämtes Niveau. Die PS5 Pro für 900 EUR ist kein technologisches Statement, sondern ein Testballon dafür, wie weit man den Bogen überspannen kann, bevor das Plastik bricht. Vor diesem Hintergrund wirkt eine eventuell günstigere PS6 geradezu utopisch und wenig glaubwürdig.
Sony hat den Bezug zur Realität der Durchschnittsverdiener verloren und ersetzt ihn durch eine Festung aus Margen. Wir werden in Zukunft mit Streichpreisen bombardiert, die uns eine Ersparnis vorgaukeln, während wir effektiv immer noch mehr zahlen als zum Launch vor sechs Jahren. Wer das als „Flexibilität“ feiert, hat wahrscheinlich auch Freude an einer Mieterhöhung, weil der Vermieter verspricht, sie an Weihnachten für zwei Tage auszusetzen.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind die persönliche Meinung des Autors. Sie müssen nicht jedermanns Sichtweise entsprechen – und sollen zum Diskutieren anregen.
PlayStation®5 Pro – 2 TB
PSSR 2, 4K Auflösung mit 60 FPS und Raytracing für kompatible Spiele, 2TB SSD
Danke Niklas, schöner Artikel! Ihr habt gerade wieder eine Hochphase <3
Genau solche Artikel meinte ich, als ich vor einigen Monaten Kritik geübt hatte. Statt das alles zu fressen, wie die meisten themenbezogene Seiten, sprecht ihr auch kritische Aspekte an und informiert die Leser. Dafür bin ich seinerzeit zu playfront gekommen und geblieben, es ist schön euch wieder in alter Stärke zu sehen 🙂
Zum inhalt:
Der Artikel fasst es super zusammen. Es wird nicht als wirtschaftlicher Notwendigkeit und als Reaktion auf eine marktveränderung reagiert, sondern aufgrund des eigenen Versagens (Investitionen, über 2 Milliarden für bungie bezahlt, live Service fails, keine spiele am start) versucht, mit allen Mitteln Gewinnmaximierung zu betreiben und die Investoren zu befriedigen
Man sieht hier einfach, wie kaputt die Marke playsation ist, wie arrogant Sony wieder geworden ist, nachdem sie das in der ps3 Generation fast alles gekostet hat.
For the players war nie echt und ist gealtert wie alte Milch.
"Wer 900 EUR als Ankerpunkt setzt, kann im Weihnachtsgeschäft mit „nur“ 799 EUR werben und die psychologische Falle zuschnappen lassen"
Das war damals bei ps+ schon so.
Erst die Preise erhöht und dann an den days of play Zum alten Preis angeboten und als "schnäppchen" verkauft. Das war so hinterhältig und die meisten haben es nicht einmal realisiert. Das war vor über 5 Jahren
Sony hat die Leute gut "erzogen"
zum Glück ist ne PS5 kein Lebensmittel, aber schade, dass es kein Ablaufdatum hat, das gefällt mir an Lebensmittel am meisten 😀 das zwingt zum Verkauf wenn die Kundschaft ausbleibt.
Super Artikel stimme den zu
Haha 100€ bei Kleinanzeigen für eine Portal, wie neu mit Rechnung, bezahlt.
Wir reden hier dauernd von Konsolen. Habe am WE einen Rechner zusammen gebaut mit Kollege. Knapp 6000 Euro… nur um mit 4K 120 Fps zu zocken…. Für die PC Zocker wirds richtig teuer.
Bei Amazon habe ich die teuerste Grafikkarte letztens für knapp 4000€ gesehen…
Wäre auch dumm sowas zu kaufen….Aber das gibt’s überall.
Einzelne gebrauchte spiele werden für über 120€ verkauft z.b. Metal gear solid twinsnakes
Statuen die 400€ gekostet haben werden für teils 2000€ verkauft
Und 20€ soundtrack CDs für 200€
Es gibt immer einen bösen Menschen, der versucht andere abzuziehen und es werden immer mehr
Nice try xD
Ich habe einen PC und der hat noch eine 3080ti drinnen, hat mit Monitor, Maus, Tastatur und allem drum herum, teuerste rgb Lüfter etc. Damals schon „nur“ knapp 5000 gekostet.
Alles davon gibt’s inzwischen günstiger und ich habe weil es mein erster war, unnötig teure Sachen verbaut, was ich so beim nächsten nicht mehr machen werde. Man kommt also locker mit 2200-3000€ hin und hat dann so ziemlich das best mögliche (natürlich keine 5090, 5080 reicht aber vollkommen)
Mein „alter“ mit 3080ti packt auch noch enorm viele spiele mit 4k und 120 fps, man muss also keine 6000€ ausgeben. Mich würde ernsthaft mal interessieren, was ihr da verbaut habt xD
Inflation. Machste nix.
Ist aber nicht die inflation sondern Sonys Missmanagement und Geldgier
Hat Niklas ja auch im Artikel schön erklärt
Ich lese hier ja gerne mit aber warum blendet man Wirtschaftliche Gegebenheiten notorisch aus? Wenn Olivenöl knapp wird und sich verteuert wie in den letzten 2 Jahren, wenn Kraftstoff und Energiekosten steigen und auf Kunden umgelegt werden, wenn sich irgendwas auf der Welt negativ auf Lieferketten und Verfügbarkeiten auswirkt und es teuer wird – schreit sofort jeder. Ich verfolge den Hardwaremarkt seit vielen Monaten und Preiserhöhungen aufgrund von Knappheit bei steigender Nachfrage sind für Endverbraucher am Ende schlecht. Und wieder wird nicht hinterfragt – ist es nicht so, dass die Hersteller dieser benötigten Teile sei es Speicherchips, RAM etc. ihre Kapazitäten nicht erhöhen wollen/können und deshalb alles immer teurer wird? Würde man für Nachschub sorgen der die Nachfrage deckt, gäbe es auch keine Engpässe ergo Preiserhöhungen. Das RAM bis zu 400% teurer wurde SSD mit bis zu 250% verteuert wurden – hierzu fehlt jeglicher Hinweis. Laut Analysten erwartet man bis Q2 noch deutlich höhere Preise bei genannter Hardware. Davon ist am Ende jeder betroffen der Geräte kaufen möchte in denen solch eine Hardware verbaut wird.
Ihr nennt es „Cashflow-Maximierung unter dem Deckmantel der wirtschaftlichen Volatilität“ soll ein Unternehmen weiterhin Subventionen auf Geräte anwenden, wenn alles teuer wird und man als Hersteller am Ende noch mehr draufzahlt?
Erinnert euch an den PS3 Release für 600 Euro was Inflationsbereinigt über 900 Euro heute wären.
Danke für den Exkurs in die Welt der Agrarwirtschaft. Wenn die Ernte ausbleibt, wird das Öl teuer – geschenkt. Aber wir reden hier nicht von vertrockneten Olivenhainen, sondern von einer der profitabelsten Industrien der Welt. Der entscheidende Unterschied: Sony ist kein wehrloser Olivenbauer, der auf Regen hofft.
Trotzdem hat Sony aber mit der Inflation zu tun, alleine der Transport bei den Spritpreisen und dazu kommt noch das die Hardware wie jeder weiss sehr viel teuerer geworden ist.
Natürlich steigen Spritpreise. Aber wir reden hier von einem Unternehmen, das Hardware in Millionenstückzahlen über den Ozean schippert. Die Transportkosten pro Konsole machen im Gesamtgefüge kaum den Preis eines digitalen Indie-Skins aus. Das als Argument für eine 100-Euro-Erhöhung anzuführen, ist so, als würde man den Aufpreis für einen Ferrari mit den gestiegenen Kosten für das Scheibenwischwasser begründen.
Ein Olivenbauer ist nicht Sony aber ein Unternehmer der eine Gewinnabsicht hat und Angestellte beschäftigt und bezahlen muss, um profitabel am Markt zu bleiben. Wenn Sony Millionenfach Hardware kauft und da wird sicherlich über einen längeren Zeitraum geplant. Irgendwann geht der Bestand zu Ende und nur weil es Sony ist, wird der Markt nicht in die Knie gehen und sagen „Hey Sony weil Ihr es seid, hier nehmt die Hardware zum alten Preis“ damit Ihr eure Konsolen zum gleichen Preis verkaufen können. Nein das was du hier betreibst ist sorry „Framing“ ohne Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage und das ist kurz gesagt absolut unseriös was Ihr hier betreibt! Ohne fachliche Basis ohne jegliche Hinterfragung – Qualitätsjournalismus sieht anders aus und es ist mir persönlich egal ob hier Sony oder ein anderer Hersteller in den Dreck gezogen wird.
Wahrscheinlich wäre es euch lieber, wenn Sony die Preise halten würde wie bisher und nach einem Jahr 5000 Mitarbeiter entlassen muss – aber dann steht ihr auch wieder mit der Keule da und schlagt um Euch.
Was man auch ausblendest, der Käufer muss NICHT kaufen er KANN. Angebot und Nachfrage regulieren am Ende den Preis. Nach 6 Jahren nahe dem Ende des Konsolenzyklus ist der Markt wahrscheinlich eh gesättigt und wenn jetzt einer kaufen muss, hat leider Pech. Ich bräuchte auch RAM aber für 32 GB zahle ich keine 400% mehr – auch wenn ich könnte. Würde ich es kaufen, wäre es mein Problem.
Es ist rührend, wie sehr dir die Gewinnmarge eines Multi-Milliarden-Konzerns am Herzen liegt. Aber hier ist der Punkt: Das hier ist eine Kolumne, kein Geschäftsbericht für die Aktionärsversammlung. Mein Job ist es nicht, Sonys Logistikkosten zu rechtfertigen, sondern den Finger in die Wunde zu legen, die diese 900 EUR bei den Spielern hinterlassen. Du nennst es ‚Framing‘, ich nenne es eine notwendige Zuspitzung. Wenn Qualitätsjournalismus für dich bedeutet, Pressemitteilungen über Chip-Knappheit und Inflation als unantastbares Naturgesetz anzubeten, dann bin ich gerne ‚unseriös‘. Wer die Empathie für den Durchschnittsverdiener gegen Mitleid für die Quartalszahlen von Sony eintauscht, hat das Stockholm-Syndrom der Gaming-Kultur bereits perfektioniert. Ein Unternehmen, das Rekordgewinne einfährt, braucht keine unbezahlten Anwälte in den Kommentaren, die das ‚Muss-nicht-Kaufen‘-Mantra herunterbeten. Eine Kolumne ist das letzte Korrektiv gegen diese schleichende Kapitulation vor dem Wucher. Wer 900 EUR für Plastik und Silizium schluckt und dabei noch an die armen Angestellten denkt, die Sony sowieso entlässt, wenn die KI billiger wird, hat die Kontrolle über sein Hobby verloren.
Wen bitte in der Wirtschaft interessiert die Empathie des Durchschnittsverdieners? Sorry ich habe selten so gelacht. Entweder man hat das Geld oder kann es sich nicht leisten. Aber du verstehst weder den Kapitalismus, noch freie Marktwirtschaft und stellst dich auf wie Robin Hood, der auf peinlichste Art und Weise versucht die Preiserhöhung als Werkzeug des Teufels zu verkaufen – wobei die Hintergründe gänzlich unbeachtet bleiben. Noch einmal mir geht es hier nicht nur um Sony sondern alle Milliardenkonzerne, die über die breite Bank Ihre Preise angezogen haben. Wenn eine rationale Wirtschaft nicht mehr funktioniert werden Preise angepasst. Ein Iphone verkauft sich auch wie geschnitten Brot – wenn man es sich leisten kann. Ist es das Wert? Bestimmt der Käufer und Gaming wird auch immer mehr zum Luxusgut. Will ich es haben kaufe ich es, wenn nicht dann bleibt der Krempel liegen. Dieses Mantra bestimmt über den Preis.
Ich betrachte alles neutral bezogen auf die aktuelle wirtschaftliche Lage, was du nicht kannst oder willst. Aber wer mit Scheuklappen durchs leben läuft, hat von Wirtschaft keine Ahnung und sollte darüber auch nicht schreiben. Denn das holt genau die Leute ab, die eh schon mit der Fackel vor den Toren der Hersteller stehen – die am Ende noch weniger Hinterfragen. Aber Wirtschaft funktioniert nicht, wenn alle im Kreis springen und Kumbja singen.
Du hast vollkommen recht: Ich verstehe den Kapitalismus prächtig. Ich sehe nur nicht ein, vor ihm zu knien und ‚Kumbaya‘ auf die Quartalszahlen zu singen. Wenn ‚Wirtschaft verstehen‘ bedeutet, jede Preis-Explosion als gottgegebenes Schicksal abzunicken, dann bleibe ich lieber bei meiner Fackel vor dem Tor.
Journalismus, der nur noch Marktmechanismen nachbetet, ist kein Journalismus, sondern eine PR-Abteilung ohne Gehaltsscheck. Dass du Empathie in der Wirtschaft für einen Witz hältst, sagt mehr über dein Weltbild aus als über meine Kompetenz. Ich schreibe hier für Menschen, nicht für Algorithmen oder Shareholder.
Du kannst natürlich alles an den Pranger stellen und dich aufregen über jegliche Preiserhöhungen die täglich stattfinden im Alltag. Ändern wird man nichts an der Lage. Empathie hat in der Wirtschaft nun mal nichts verloren – kein Hersteller der Gewinnorientiert agiert und an Renditen Interesse zeigt, wird aus Mitleid Produkte günstiger anbieten. Noch mal ich sehe das Thema über Wirtschaft neutral, rational ohne jegliche Emotion. Bei dir dagegen ist die Emotion nicht zu überlesen. Daraus mein Weltbild zu kreieren ist interessant.
Mir würde gefallen, wenn man die Details, die Sony in diesem Fall dazu bewegt haben die Preise zu erhöhen nachzuweisen. Wenn sich bei einer gründlichen Recherche abzeichnet, dass Sony hier Willkür betreibt und sich wirklich unter deinem angesprochenen Deckmantel versteckt – dann würde ich sagen OK die Kritik ist absolut gerechtfertigt und dann hätte ich wahrscheinlich auch eine Fackel in der Hand… bis dahin nennt man es Wirtschaftsgebaren.
Du wartest auf ein Geständnis von Sony? Viel Glück. In der Welt der Bilanzen gibt es keine ‚Willkür‘, es gibt nur ‚Gewinnmaximierung‘. Wenn ein Konzern bei steigenden Margen die Preise erhöht, ist die Beweisaufnahme für mich abgeschlossen.
Dass du für deine Fackel erst eine notariell beglaubigte Kostenaufstellung brauchst, zeigt das Problem: Du vertraust dem System mehr als deinem eigenen Instinkt als Konsument. Mein ‚Nachweis‘ ist die Realität an der Kasse und die Arroganz, mit der Sony den GTA-Hype als Geisel nimmt. Wer darauf wartet, dass ein Multi-Milliarden-Unternehmen freiwillig zugibt, den Bogen überspannt zu haben, wartet ewig. Ich bleibe bei der Emotion, denn die ist der einzige Kompass, den wir als Spieler noch haben.
Natürlich warte ich nicht auf ein Geständnis eines Bigplayers, weil man keines bekommen wird. Richtig Gewinnmaximierung und Skalierung sind der Schlüssel zum Erfolg wenn der Laden im Hintergrund auch läuft. Blinzel mal zu MS-Xbox welche Margen hier gewünscht werden, da kann man fast behaupten Sony ist da noch „human“ aufgestellt aber das ist hier nicht das Thema. Ich rege mich über Preiserhöhungen nicht mehr auf warum auch? Es hat keinen Sinn und mehr als akzeptieren kann man es nicht.
Als Konsument habe ich noch immer die Zügel in der Hand – ob ich etwas kaufe oder nicht. Ich für meinen Teil kaufe selten aus Emotion oder wenn etwas ganz neu auf den Markt kommt – weil ich ein geduldiger Konsument bin und ich sehe in mir einen Kapitalisten der 3x überlegt was er kauft und wann er kauft immer mit Bedacht einen guten bis sehr guten Preis zu erzielen. Ich weiß das die PS5 Pro 799 EUR UVP kostet heute 899 EUR. Die PS5 Pro habe ich erst letzte Woche gekauft vom Händler für 609 EUR – Geduld zahlt sich meistens aus. Aber das regelt am Ende wieder die Nachfrage und das Angebot.
Viel Glück mit deiner Emotion, die sicherlich mutig ist – aber unterm Strich leider nichts bewirken kann, weil es der Wirtschaft, den Big Playern und Multimilliardenkonzernen egal sein wird.
„Mehr als akzeptieren kann man es nicht“
Und da ist dein Problem! Doch! Es einfach nicht mitmachen!
Sind wir schon so weit gekommen, dass man alles schluckt weil „kann man eh nichts machen“?
Traurig
Wir können diesen Tanz ewig weiterführen: Du zitierst das Lehrbuch der Marktwirtschaft, ich zitiere die Realität an der Ladenkasse. Aber am Ende bleibt eine fundamentale Frage: Wozu ist Journalismus da?
Wenn du einen Chronisten suchst, der die Preissteigerungen von Multi-Milliarden-Konzernen mit einem achselzuckenden ‚Is halt so‘ protokolliert, dann bist du bei meinen Kollegen von der Analyse-Abteilung richtig. Aber eine Kolumne ist kein Kassensturz. Sie ist das Immunsystem einer Community, die Gefahr läuft, jeden Wucher als ‚alternativlos‘ zu schlucken.
Du forderst ‚Nachweise‘ für Willkür? Der Nachweis ist der operative Rekordgewinn in einer Zeit, in der man uns gleichzeitig erzählt, die Spritpreise würden das Geschäft ruinieren. Wer darauf wartet, dass ein Konzern wie Sony ein Geständnis ablegt, bevor er Kritik übt, hat den Unterschied zwischen Berichterstattung und Hofberichterstattung nicht verstanden.
Wirtschaft funktioniert nicht, wenn alle ‚Kumbaya‘ singen – da hast du recht. Aber sie funktioniert auch nicht, wenn Journalisten zu unbezahlten Pressesprechern degenerieren, die jede Kröte für den Leser vorkauen, damit sie besser rutscht. Mein Weltbild ist simpel: Der Mensch kommt vor der Marge. Wenn das für dich ‚unseriös‘ ist, dann ist das ein Kompliment, das ich erhobenen Hauptes annehme. ✌️
Mein lieber Niklas, für deine Ansichten und Prinzipien die du heute repräsentiert hast, hast du dir meine wertschätzung verdient und ich bin froh, dass playfront anscheinend doch immer noch einen moralischen Kodex hält.
Danke für deine Arbeit <3
Danke ❤️!
Dein Kommentar liest sich wie eine ganzkörpermassage!
Rhetorisch wundervoll formuliert und pointiert wie ein Künstler.
Bitte behaltet dieses Feuer 🔥 und lass playfront wieder eine Bastion gegen die Gehirnwäsche der Großkonzerne sein
Ich würde euch sogar ein bezahltes Abo dalassen, für eure ehrenvolle arbeit ❤️
Das ist mein playfront….ach ich bin verliebt 😍
Krass, dass sony trotz den abzockepreisen überall die Studios schließt, Mitarbeitern kündigt und Projekte einstellt
Ausserdem haben sie kaum spiele, kaum Aussichten auf neue gute spiele und liefern fast 0….
Wie kann man sich nur so hart selber belügen? XD
Sony ist ein raffgieriger Verein, die erst alles für ihre verlast-of-us-isierung und superhelden spiele haben fallen lassen, dann komplett auf live Service umschwenken wollten (70-30) und jetzt merken, dass sie sich verzockt haben.
Anstatt Reue zu zeigen und Fans zu binden, nutzen sie ihre Monopolstellung und ziehen die Kunden noch extremer ab als je zuvor
Ich sag mal so:
Sony sollte sich als Unternehmen die Subvention leisten können – immerhin verdienen sie an jedem verkauften Spiel kräftig mit. Plus: Es ist in ihrem Interesse, dass die Hardwarebasis so groß wie möglich ist.
Ein Olivenbauer hingegen verdient halt nur am Verkauf der Oliven.
Davon abgesehen: Es ist halt die erste Konsolengeneration, wo die Preise der Hardware mehrmals (!) steigen, anstatt zu fallen. Da ist etwas meckern doch angebracht.
Wenn die Preise halt weiter so steigen, sehe ich den nächsten Videospielcrash kommen – und aus der Asche steigen dann vermutlich wieder kleine, „kostengünstige“ Konsolen für den Massenmarkt. Diese „Reinigung“ könnte dem Markt langfristig gut tun. Aber sie wird schmerzhaft. Sehr schmerzhaft.
Zu kurz gedacht was den Olivenbauern angeht 🙂 er kann damit grundlegend Oliven verkaufen oder Olivenöl und Olivenöl-Pflegeprodukte, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik etc. herstellen. Nenne es Olivas PLUS und mit Marketing der Pflegeprodukte kostet dann der Liter nicht mehr nur 7 Euro sondern 80 Euro – ein Olivenbauer kann wenn er richtig aufgestellt ist auch Marketing dahingehend betreiben um noch mehr Geld zu verdienen.
Schau dir PC Preise an… wenn man was mit Leistung will sind 3000 Euro schneller erreicht bis man Grafikkarte ausgesprochen hat. Der Unterschied ist nur der Krempel wird auch gekauft und auch deutlich über UVP und hier regen sich auch alle auf. Es ist ein Teufelskreis.
Niklas Bender 1000% so ein typ der sich einem PC für 5000k kauft und garnichts sagt, aber bei einer Konsole die 100€ teurer wird machta welle.
Netter Versuch, aber du verwechselst eine Investition in ein offenes Arbeitsgerät mit der Geiselnahme in einem geschlossenen Ökosystem. Wer 5000 EUR für einen PC ausgibt, tut das freiwillig für maximale Freiheit. Wer 900 EUR für eine Konsole zahlt, tut das, weil Sony das Monopol auf die Hardware hat und den ‚Eintritt‘ zu GTA VI künstlich verteuert.
Der Unterschied? Der PC-Markt ist Wettbewerb. Der Konsolen-Markt 2026 ist Erpressung unter dem Deckmantel der Inflation. Wer diesen Unterschied nicht sieht, hat die Spendierhosen der Konzerne schon an, bevor er die Konsole überhaupt ausgepackt hat.
Olivenprodukte müssen aber erst einmal erstellt werden. Und selbst dann verkauft der Bauer immer noch nur das Olivenprodukt.
Es ist nicht so, dass der Bauer dann jedes Mal mitverdient, wenn du mit seinem Olivenöl etwas in der Pfanne brutzelst.
Ich würde auch behaupten, dass so ein Oliven-Produkte-Shop direkt vom Bauer ein so großes Risiko für den Bauern ist, dass diese kaum selbst betrieben werden.
In diesem Kontext: In unserem Penny sind die Olivenöl-Flaschen (Hausmarke, also das „Billigzeug“) mittlerweile mit Diebstahlschutz gesichert.
Inflationsbereinigte Rechnungen sind der aller letzte ****, faktisch falsch und ein scbeinargument, um die verarsche am heutigen Kunden rechtfertigen zu können….ich könnte jedesmal ein Einhorn ausk*** wenn ich das als Begründung lese
Erst war alles wegen corona, dann wegen ukraine, dann inflation….was als nächstes?
Es hängen sich einfach alle dran und läuft schon seit Jahren so.
Bestes Beispiel gerade:
Milka und Lindt
Die tonne kakao von 12000€ auf knapp 2000€… anstatt aber günstiger oder zum Normalpreis, wird alles nach oben korrigiert. Da kostet der Hase 200g inzwischen 9€…für einen Schokohasen!
Das ist einfach nur Gewinnmaximierung weil Ostern ist und wer das nicht begreift und trotzdem kauft, hat es nicht anders verdient
Das Beispiel darf man genre auf andere Bereiche übertragen…
Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich weder eine PS5 Pro, noch eine PSPortal zum alten Preis panik-gekauft habe.
…wahrscheinlich gibt meine PS5 am 1. April um 0:01 den Geist auf.
Lustiger Kommentar, gerade der letzte Absatz….wobei ich sony soetwas wirklich inzwischen zutrauen würde….
Der rest: guter Kommentar 🙂