Man muss es inzwischen leider so deutlich sagen: Die PS5 Pro ist da, aber sie fühlt sich immer öfter an wie ein Fitnessstudio-Abo. Man hat mehr Leistung, zahlt mehr Geld, nutzt sie theoretisch. Praktisch läuft alles „einfach nur stabiler“.
Styx: Blades of Greed wird keine spezifischen PS5 Pro-Enhancements bieten, wie gegenüber GamingBolt bestätigt. Kein höher aufgelöstes Grafik-Feuerwerk, kein dediziertes PSSR-Feature, keine extra optimierten Modi. Laut Game Director Julien Desourteaux zielte Cyanide Studio auf die Basis-PS5. Die PS5 Pro bekomme dank mehr „Horsepower“ immerhin eine stabilere Performance. Das ist nett, aber auch das absolute Minimum.
Mehr Power, aber bitte ohne Extra-Aufwand
Die Argumentation ist nüchtern: Man habe Unreal Engine 5 mit TSR (Temporal Super Resolution) genutzt, das habe gut funktioniert, also habe man keinen großen Aufwand in Sonys PSSR gesteckt. Das klingt technisch plausibel. Warum Ressourcen investieren, wenn die vorhandene Lösung „ausreichend“ ist?
Hier beginnt allerdings das eigentliche Thema.
Wenn selbst ein Mid-Budget-Titel wie Styx: Blades of Greed die PS5 Pro nicht gezielt adressiert, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wo liegt eigentlich die Grenze, um als „PS5 Pro Support“ durchzugehen? Reicht es mittlerweile, wenn ein Spiel auf der stärkeren Hardware einfach etwas stabiler läuft?
Das ist kein Vorwurf an Cyanide, denn Studios kalkulieren realistisch. Entwicklungszeit ist teuer, Optimierung ebenfalls. Wenn Sony die PS5 Pro als optionales Premium-Upgrade positioniert, dürfen sich Publisher auch optional verhalten.
PS5 Pro: Verpflichtung oder nettes Extra?
Die größere Diskussion richtet sich weniger an die Entwickler, sondern an Sony selbst. Was genau ist die strategische Vision der PS5 Pro? War sie als klarer Qualitätsstandard gedacht oder als „Nice to have“ für Enthusiasten?
Wenn „PS5 Pro optimiert“ im schlimmsten Fall bedeutet, dass die Framerate etwas konstanter bleibt, ohne sichtbare grafische Verbesserungen, verliert das Label an Strahlkraft. Die Early-Adopter investieren nicht für Stabilität allein. Sie investieren für sichtbaren Mehrwert.
Und genau hier wird es spannend: Wenn immer mehr Titel den Weg von Styx: Blades of Greed gehen und auf dedizierte Features verzichten, entsteht ein Wahrnehmungsproblem. Nicht, weil die Spiele schlecht wären. Sondern weil das PS5 Pro-Versprechen verwässert.
Sony kann das nicht allein den Studios überlassen. Entweder definiert man klare technische Leitplanken für PS5 Pro-Versionen oder man akzeptiert, dass der Markt selbst entscheidet, wie viel „Pro“ tatsächlich drinsteckt.
Kein Drama, aber ein Trend
Das hier ist kein Skandal. Cyanide Studio macht, was wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Unreal Engine 5 läuft gut, die Basis-PS5 ist die größere Zielgruppe, also optimiert man dafür. Punkt. Aber in der Summe solcher Entscheidungen entsteht ein Trend. Und Trends prägen die Wahrnehmung. Wenn „PS5 Pro Support“ immer häufiger bedeutet: „Läuft halt etwas smoother“, dann wird die Diskussion lauter werden.
Styx: Blades of Greed selbst bleibt davon unberührt. Das Spiel setzt auf mehr Vertikalität, neue Fähigkeiten für Styx und die Entstehung der Black Hand – inhaltlich also durchaus ambitioniert. Nur technisch bleibt die PS5 Pro außen vor.
Vielleicht ist das die eigentliche Pointe: Die Industrie behandelt die PS5 Pro genau so, wie sie sie wahrnimmt – als Option. Die Frage ist nur, ob Sony das genauso geplant hat.
Und irgendwann werden sich die Spieler entscheiden, ob „Option“ 200 EUR Aufpreis wert ist.




Das ist die Krux. Millionen alte Kunden verprellen nur wegen Sonys (in meinen Augen) fragwürdiger Strategie von Mid-Term-Konsolen?
Werde mir nie eine Pro holen, hab ich schon bei der PS4 nicht getan. Entweder die Spiele werden für die aktuelle Generation entwickelt und laufen anständig, oder sie bleiben liegen.
Die Styx-Entwickler machen das in meinen Augen genau richtig. Einfach nicht jeden Sch… mitmachen.
Welchen Millionen kunden wurden denn vergrault?
Spiele von entwicklern die sich keine Mühe bei der Pro Version geben bleiben liegen.
Man muss sich nur mal Resident Evil 4 auf der Pro ansehen im quali modus mit raytracing über 70 fps, auf der normalen PS5 30 fps, das ist genau das was millionen wollten und nicht was sie verschreckt hat.
OK, in Ordnung. Is n Punkt.
Aber dann is die Pro die Konsole, die wir von Anfang an hätten bekommen müssen.
Sehe ich genauso.
Eine Pro kommt mir nur ins Haus, wenn die aktuelle Konsole abschmiert – allerdings jage ich auch nicht jedem einzelnen Frame hinterher.
HDR sieht bei manchen Spielen allerdings furchtbar aus, würde mich interessieren, ob die Pro da merkliche Veränderungen bietet oder ob es doch nur an meinem Tv liegt.
Entwickler müssen immer mit der normalen Konsole kalkulieren, von daher war der Gedanke bei mir auch immer: „hübsche Spielerei, brauch ich aber nicht.“
An der HDR-Funktionalität ändert sich da absolut gar nichts – das liegt entweder A. an deinem TV > du brauchst zwingend OLED oder MiniLED damit es Sinn macht, B. an den Einstellungen deines TVs, C. an der HDR-Kalibrierung der Konsole oder D. am Spiel selbst.
Die ersten zwei lassen sich recht leicht beantworten, für die Kalibrierung einfach mal ein YT Video ansehen falls der Panel-Typ passt und ansonsten einfach mal recherchieren ob das jeweilige Spiel überhaupt „echtes“ HDR bietet statt nur SDR tonemapping.