Sony hat die Algorithmen der KI-Upscaling-Technologie PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR) in der Version 2 bereits aktualisiert, um die Bildqualität künftiger Spiele zu optimieren. Laut Ivaylo Koralsky, CEO von Kyodai Ltd, stehen diese Verbesserungen Entwicklern bereits zur Verfügung, greifen jedoch systembedingt nicht rückwirkend für die bestehende Bibliothek über die globale „Enhance“-Funktion.
Der technische Fortschritt bei der PS5 Pro konzentriert sich aktuell massiv auf die Machine-Learning-gestützte Rekonstruktion von Bildern. Ivaylo Koralsky, dessen Studio hinter „Truck Driver: The American Dream“ steht, bestätigte im ResetEra-Forum explizit: „Yes, there are already new algorithm updates.“
Damit ist klar, dass Sony die ML-Bibliotheken (Machine Learning) schneller iteriert als bisher angenommen, um die Lücke zu Konkurrenztechnologien wie Nvidias DLSS (Deep Learning Super Sampling) zu schließen.
Systemweite Limitierung verhindert automatische Upgrades
Obwohl die neuen Algorithmen existieren, profitieren Besitzer einer PS5 Pro nicht automatisch bei jedem Spiel davon. Dies liegt an der strategischen Entscheidung der System-Architekten. Mark Cerny, der leitende Kopf hinter der PS5-Hardware, erklärte bereits im Vorfeld die restriktive Handhabung der sogenannten „Enhance“-Funktion.
Das Problem: Die globalen Parameter für das KI-Upscaling bleiben für bereits veröffentlichte oder auf der Whitelist stehende Titel statisch. Selbst wenn Sony die neuronalen Netze im Hintergrund verbessert, werden diese neuen Netzwerkparameter nicht auf die „Enhance“-Funktion für Bestandstitel angewendet. Cerny begründet dies mit der Konsistenz: Spieler sollen eine verlässliche Anleitung darüber erhalten, wann das Feature einen echten Mehrwert bietet. Würden sich die Algorithmen konstant ändern, könnte dies zu unvorhersehbaren Bildfehlern in bereits getesteten Spielen führen.
Integration auf Engine-Ebene
Im Gegensatz zum PC-Markt, wo Nutzer oft manuell DLL-Dateien austauschen, um neuere Upscaling-Versionen in Spiele zu erzwingen, ist das Ökosystem der PS5 Pro geschlossen. Damit ein Spiel von den neuen PSSR-2-Algorithmen profitiert, muss es in der Regel mit dem entsprechenden SDK neu kompiliert oder via Patch durch die Entwickler aktualisiert werden.
Der aktuelle Fokus von PSSR liegt darauf, die Diskrepanz zwischen dem Performance-Modus und dem Fidelity-Modus zu eliminieren. Während frühe PSSR-Implementierungen in einigen Titeln noch mit Geisterbildern oder flimmernden Kanten an feinen Objekten wie Vegetation zu kämpfen hatten, zielen die neuen Algorithmus-Updates primär auf eine stabilere zeitliche Rekonstruktion ab.
Die Evolution der ML-Bibliotheken
Die Geschwindigkeit, mit der Sony Updates liefert, zeigt den hohen Stellenwert von Machine Learning für die aktuelle Konsolengeneration. PSSR ist keine statische Hardware-Funktion, sondern eine softwarebasierte Lösung, die auf dedizierter KI-Hardware läuft.
Vergleicht man dies mit dem PC-Sektor, folgt Sony einem ähnlichen Pfad wie Nvidia mit DLSS 2.x zu 3.x. Der wesentliche Unterschied bleibt die Konsolen-Philosophie: Stabilität geht vor Aktualität. Spieler müssen also darauf hoffen, dass Entwickler ihre Titel aktiv pflegen und auf die neuesten PSSR-Iterationen heben, anstatt auf ein Wunder-Update durch die System-Firmware zu warten.
There’s already a list. The question is, will more games be released?