PS5 Pro: PSSR2 soll alles verändern – massives Upgrade erwartet

PS5 Pro: Viele Studios meiden PSSR, und warten wohl auf PSSR2. Das Upgrade soll Bildqualität, Stabilität und Tools massiv verbessern. Was dahinter steckt.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Sony steht kurz davor, PSSR2 für die PS5 Pro auszurollen, und plötzlich ergibt vieles Sinn. Die letzten Monate fiel auf, dass überraschend wenige Studios PSSR nutzen oder es sogar wieder aus ihren Spielen werfen, obwohl es das zentrale Feature der PS5 Pro sein sollte. Stattdessen sahen wir flimmernde Kanten, Artefakte und einen Haufen „Pro Enhanced“-Patches, die ohne PSSR auskommen.

Neue Infos aus Entwicklerkreisen, die der Insider Moore’s Law Is Dead teil, liefern nun einen plausiblen Grund: Viele Teams warten offenbar ganz bewusst auf PSSR2. Denn die erste Version von PSSR war technisch zwar spannend, aber in vielen Situationen anfällig. Gerade bei Bewegungen zeigte sich die Schwäche, genau dort, wo ein Upscaling-Algorithmus glänzen müsste.

Laut mehreren Entwicklern liefert Sony inzwischen die passenden Werkzeuge nach, darunter das Debug-Tool PSML Replay, um PSSR-Fehler reproduzierbar aufzuschlüsseln. Das ist wichtig, kommt aber spät. Und genau deshalb setzen viele Teams PSSR derzeit womöglich nicht produktiv ein, sie wollen nicht zweimal implementieren, wenn in wenigen Monaten ohnehin ein großer Versionssprung ansteht.

Warum PSSR2 so viel wichtiger ist, als es klingt

Hinter dem Namen PSSR steckt intern Sonys Multi-Frame Super Resolution (MFSR). Die jetzt gesichteten Dokumente zu MFSR2 bestätigen: Das ist kein schrittweises Update, sondern ein kompletter Neuaufbau. Neues API, schlankere Speicherwege, geringere Renderkosten, stabilere Ergebnisse, und laut Sony eine Qualität, die mindestens an FSR4 oder DLSS anknüpfen soll.

Das erklärt auch das Verhalten der Studios. Wenn ein System nicht stabil werkelt und ohnehin neu implementiert werden muss, schiebt man es. Lieber ein paar Monate warten und direkt die Version einbauen, die langfristig relevant bleibt.

Aus Entwicklerperspektive ist das absolut nachvollziehbar. Aus Spielersicht war es hingegen verwirrend: Eine Pro-Konsole ohne konsequente Nutzung ihres Kernfeatures wirkt unvollständig. Mit PSSR2 dürfte sich dieses Bild drehen.

Genau richtig für GTA 6

Ein weiterer Aspekt, der in Branchenkreisen kursiert: Das Timing von PSSR2 könnte perfekt mit dem Launch von GTA 6 zusammenfallen. Das Spiel wird technisch extrem ambitioniert. Für Rockstar Games zählt jede Millisekunde Rendering-Zeit, vor allem auf einer Hardware, die mit 4K-Ausgabe und hohen Bildraten kämpft. Wenn PSSR2 tatsächlich effizienter rendert und gleichzeitig bessere Bildqualität liefert, wäre das für eines der größten Spiele dieses Jahrzehnts ein Jackpot.

Ob Rockstar Games bereits mit PSSR2 experimentiert, ist nicht bestätigt. Aber die Idee ist realistisch: Große Studios arbeiten weit im Voraus und setzen auf Technologien, die sich für langfristigen Support lohnen. PSSR1 gehört nicht dazu. PSSR2 sehr wahrscheinlich schon.

Die Zurückhaltung der Studios wirkt plötzlich logisch. PSSR1 war ein guter Anfang, aber unzuverlässig. PSSR2 ist der Moment, in dem Sony seinen eigenen Upscaling-Standard ernsthaft positioniert, unabhängig von AMD, konkurrenzfähig zu FSR4 und DLSS und deutlich stabiler für Spiele, die technisch ans Limit gehen.

2026 könnte das Jahr werden, in dem die PS5 Pro ihren echten grafischen Vorteil zeigt. Und das Timing könnte kaum günstiger sein.

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