PS5, Switch 2 & Co. – Nintendo-Präsident Furukawa hält weitere Preiserhöhungen für möglich

Nintendo-Präsident Furukawa prognostiziert steigende Kosten für die Switch 2. Grund sind teure Speicherchips und Zölle. Preisstabilität ist nicht garantiert.

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Mark Tomson
Managing Director von PlayFront. Mark Tomson prägt die Vision einer unabhängigen PlayStation-Berichterstattung. Sein Fokus: Technische Analysen, Hardware-Evolution und die strategische Einordnung der Gaming-Industrie. Er steht für...

Nintendo bereitet Investoren und Kunden auf potenziell weiter steigende Verkaufspreise der Nintendo Switch 2 bis ins Jahr 2027 vor. Nachdem die Konsole in den USA bereits von 450 auf 500 US-Dollar im UVP angehoben wurde, stellt Präsident Shuntaro Furukawa klar, dass man bei der Preisgestaltung angesichts volatiler Komponentenmärkte flexibel bleiben müsse.

Der jüngste Preissprung ist keine isolierte Entscheidung für den US-Markt. Nintendo reagiert damit auf eine drastische Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, denen auch Sony und Microsoft nicht entkommen können.

Für das laufende Geschäftsjahr kalkuliert das Unternehmen mit Mehrkosten von rund 100 Milliarden Yen (ca. 600 Millionen Euro). Diese Summe resultiert primär aus den hohen Preisen für Halbleiterkomponenten, insbesondere Speichermodule, sowie gestiegenen Logistikkosten durch Zölle und Ölpreis-Schwankungen. Furukawa betont, dass diese Belastungen nicht kurzfristiger Natur sind, sondern das Geschäftsmodell über Jahre prägen werden.

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Hardware-Subventionierung am Ende

Die Strategie, Hardware zum Selbstkostenpreis oder mit minimalem Verlust zu verkaufen, um die installierte Basis schnell zu vergrößern, scheint an ihre Grenzen zu stoßen. Nintendo bricht mit der eigenen Tradition der „erschwinglichen Familienkonsole“. Mit 500 US-Dollar bewegt sich die Nintendo Switch 2 in Preisregionen, die bisher der technologisch potenteren Konkurrenz von Sony und Microsoft vorbehalten waren.

Die internen Prognosen spiegeln diesen Druck wider. Trotz eines Rekordstarts mit fast 20 Millionen verkauften Einheiten im ersten Jahr rechnet Nintendo für das zweite Jahr mit einem Rückgang auf 16,5 Millionen Geräte. Das Management ist sich bewusst, dass der höhere Preis eine Einstiegshürde darstellt, sieht jedoch keine Alternative, um die Profitabilität der Hardware-Sparte zu sichern.

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Vergleich mit Sony und Microsoft

Der Trend zu steigenden Hardware-Preisen während eines laufenden Lebenszyklus ist ein Novum der aktuellen Dekade. Sony leitete diese Entwicklung bereits mit der PlayStation 5 ein, deren Preis zwei Jahre nach Release in vielen Regionen angehoben wurde. Nintendo zieht nun nach, allerdings mit einer deutlich offensiveren Kommunikation in Richtung Zukunft. Während Sony mit der PS5 Pro die Spitze des Marktes bedient, versucht Nintendo, die Basis-Hardware gegen die Inflation abzusichern.

Um den Preis von 500 US-Dollar und mehr zu rechtfertigen, setzt Nintendo massiv auf seine Marken. Der Erfolg von Poke a Pokémon und die Ankündigung von Pokémon Wind Wave für 2027 sollen als Kaufargumente dienen. Die Hardware wird zunehmend über die Software-Exklusivität definiert, da der technische Abstand zu PC- und Heimkonsolen-Hardware bei steigenden Preisen schwerer zu vermitteln ist.

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Die Zeit der günstigen Gaming-Hardware ist vorbei. Für Käufer bedeutet Furukawas Aussage, dass das klassische Warten auf eine Preissenkung bei der Switch 2 kontraproduktiv sein könnte. Der Gesamtmarkt bewegt sich weg von Quersubventionen. Wer die Switch 2 will, muss akzeptieren, dass Nintendo die Marge bereits beim Hardware-Verkauf absichert. Die Konsole wird zum Premium-Handheld, dessen Preisstabilität nach unten durch die globalen Lieferketten-Kosten blockiert ist.

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