Die Hardwarepreise geraten wieder unter Druck, wie mehrfach in den vergangenen Tagen berichtet. Nicht wegen Marketing-Fehlern oder schwacher Nachfrage, sondern wegen knallharter Produktionsrealitäten. Eine anhaltende RAM-Knappheit treibt die Kosten für Speicherbausteine massiv nach oben – und betrifft längst nicht mehr nur den PC-Markt, sondern auch Konsolen wie PS5, Xbox Series X|S und die Switch 2.
Nintendo-Boss Shuntaro Furukawa hat jetzt offen eingeräumt, dass Preisanpassungen künftig zumindest geprüft werden müssen. Das ist kein isolierter Einzelfall, denn die gleichen wirtschaftlichen Faktoren treffen Sony und Microsoft genauso, auch wenn Sony als etwas vorbereiteter gilt.
Die RAM-Krise trifft alle – auch Sony und Microsoft
Arbeitsspeicher ist ein zentraler Kostenpunkt moderner Konsolen. Ob Unified Memory bei der PS5, GDDR6 bei der Xbox oder der modulare Aufbau der Switch 2: Steigende DRAM-Preise wirken sich direkt auf die Marge aus. Hersteller haben hier nur drei Optionen: entweder Preise erhöhen, Verluste akzeptieren oder an anderer Stelle sparen.
Sony und Microsoft haben sich bereits für Option eins entschieden. Die PS5 wurde in mehreren Regionen teurer, auch die Xbox Series X ist kein stabiler Preisanker mehr. Der Markt testet aktuell, wie viel Kaufkraft Spieler noch mitbringen, und wie groß die Schmerzgrenze wirklich ist.
Switch 2 im Vergleich: Spät gestartet, früh unter Kostendruck
Die Nintendo Switch 2 ist noch jung, steht aber vor denselben Problemen. Anders als bei der ursprünglichen Switch fällt der Spielraum kleiner aus, da höhere technische Basis, höhere Materialkosten und eine geringere Subvention. Nintendo kann nicht ewig querfinanzieren, wenn Speicherpreise weiter steigen.
Noch ist nichts beschlossen, aber die Tatsache, dass offen darüber gesprochen wird, zeigt, wie ernst die Lage ist. Preisstabilität ist kein Versprechen mehr, sondern eine Wette auf entspannte Lieferketten.
Was bedeutet das für die PS6?
Die eigentliche Brisanz liegt in der Zukunft. Die PS6 befindet sich offiziell noch nicht in der Kommunikation, aber wirtschaftlich wird sie in genau diesem Umfeld geplant. Steigende Chipkosten, wachsende Konkurrenz um Produktionskapazitäten und der Druck, leistungsfähiger als der Vorgänger zu sein, sprechen klar gegen aggressive Einstiegspreise.
Ein Launch jenseits klassischer 599 EUR ist kein Tabu mehr, sondern eine realistische Option. Ob der Markt das mitträgt, hängt weniger von Teraflops ab als von Software, Services und Mehrwert.
Für Käufer heißt das: Wer auf stabile Preise hofft, braucht Geduld und realistische Erwartungen. Für die Industrie gilt, dass Vertrauen nicht durch Technikdaten, sondern durch faire Gesamtpakete entsteht.


So what? Entweder kaufen, oder liegen lassen.
Aus solchen Situationen schafft der Markt idR neue Chancen.
Das wird mit Sicherheit kein Dauerzustand bleiben.
Kausalität innerhalb eines kapitalistischen Systems, ganz einfach ist das. Wer das noch immer ausblendet & sich schön redet, hat die vergangenen Jahrzehnte unter einem Stein geschlafen.
Und wie hättest Du es denn gerne?
Gleicher Speicher für alle? 😆