Die Videospielbranche steckt weiter im Umbruch, trotz Rekordumsätzen einzelner Titel. Auf der DICE-Konferenz in Las Vegas drehte sich in vielen Gesprächen alles um eine einfache Frage: Warum kosten so viele Spiele auf PS5, Xbox und Switch eigentlich 70 Euro – oder mehr?
Auslöser der Debatte ist Clair Obscur: Expedition 33. Das Rollenspiel wurde Berichten zufolge für unter 10 Millionen Dollar entwickelt, sieht aber aus wie ein AAA-Titel – und startete für 50 Dollar. Auf PC sogar zeitweise für 40. Über sechs Millionen Verkäufe später steht das Spiel nicht nur als Kritikerliebling da, sondern als wirtschaftliches Beispiel, Vielleicht liegt das Problem nicht nur bei den Budgets, sondern beim Preisschild.
PS5, Xbox, Switch: 70 EUR als neue Schmerzgrenze?
Seit Beginn der 2020er haben Publisher den Standardpreis von 60 auf 70 EUR angehoben. Teilweise wurden sogar 80 EUR getestet, ein Schritt, der bei der Community auf PS5, Xbox und Switch regelmäßig auf Widerstand stößt. Gleichzeitig ist der Markt heute radikal anders als noch vor 15 Jahren.
Distribution läuft überwiegend digital. Das spart Produktions- und Logistikkosten. Analysten gehen davon aus, dass Publisher bei digitalen Verkäufen deutlich höhere Margen erzielen als bei physischen Kopien. Die Preiserhöhung wurde also nicht durch gestiegene Vertriebskosten getrieben, sondern primär durch wachsende Entwicklungsbudgets.
Gleichzeitig konkurriert jedes neue 70-Euro-Spiel mit Hunderten Alternativen, darunter Free-to-Play-Titel, Game-Pass-Abos oder reduzierte Indie-Perlen. Wer nicht klar herausragt, wird nicht gekauft. So einfach ist das inzwischen.
Mehr Wertgefühl statt Premium-Edition-Wahnsinn
Ein Blick auf erfolgreiche Titel 2025 zeigt: Viele der umsatzstärksten Steam-Spiele lagen unter 70 EUR. Hollow Knight: Silksong wurde für rund 20 Dollar angeboten, Kingdom Come: Deliverance II für 60 – beide galten als fair bepreist und haben sich millionenfach verkauft. Das stärkt Mundpropaganda. Und genau die ist heute wichtiger als jede Marketingkampagne.
Selbst im AAA-Bereich zeigt sich die Preissensibilität. Titel wie Avowed oder The Outer Worlds 2 blieben hinter Erwartungen zurück. Gründe gibt es viele – Release-Timing, Konkurrenz, Genre-Sättigung. Aber der 70-Euro-Preis spielte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Rolle. Das ist keine offizielle Bestätigung, sondern eine naheliegende Marktlogik.
Nur absolute Schwergewichte wie Grand Theft Auto VI können sich vermutlich dauerhaft Premiumpreise leisten. Für alle anderen gilt: Spieler vergleichen heute brutaler denn je. Ansonsten heißt es oft: man wartet auf einen Sale. Damit verpasst der Publisher das absolute Momentum, den Release.
Wo liegen die Grenzen – und ist noch Luft nach oben?
Heißt das, alle Spiele sollten billiger werden? So einfach ist es nicht. Große Produktionen kosten mittlerweile dreistellige Millionenbeträge. Entwicklerstudios müssen ihre Teams bezahlen, Risiken absichern und Investoren zufriedenstellen. Ein radikaler Preissturz würde viele Geschäftsmodelle sprengen.
Aber flexible Preisstrategien – Launch-Rabatte, gestaffelte Editionen mit echtem Mehrwert statt kosmetischer Extras – könnten helfen. Entscheidend ist das Gefühl von Fairness. Spieler auf PS5, Xbox und Switch zahlen, wenn sie das Gefühl haben, dass Preis und Qualität im Verhältnis stehen.
Vielleicht sind 70 EUR nicht automatisch das Problem. Vielleicht ist es die Erwartung, dass jedes Spiel diesen Preis verdient. Was meint ihr: Ist 70 EUR für neue Releases noch zeitgemäß – oder haben wir die Schmerzgrenze längst erreicht?




In den letzten Jahren wenn nicht sogar schon Jahrzehnt ist man zum Release nicht selten enttäuscht worden, weil nervige Fehler das Spielerlebnis trüben und das Spiel einfach nicht fertig war. Ich war lange Zeit immer Releasekäufer und heute bin ich eher Salekäufer. Nicht weil ich sparen will, sondern weil ich kein Vertrauen mehr in die Hersteller habe.
Bis dahin informiere ich mich über das Spiel und entscheide dann, ob es gekauft wird oder nicht. Nach Elden Ring war Lords of the Fallen z.B. als jüngstes Beispiel der Titel, der mich sehr interessiert hat. Man hat sehr lange von frustrierten Käufern gelesen oder es gesehen auf YouTube. Gekauft habe ich das Spiel erst im Sale nach Version 2.5 für 15 Euro. Es war ein Fest und so sollte es vor Release fertig sein.
Klar werden die Produktionskosten und der Zeitdruck immer höher (auch wenn es Ausnahmen gibt) aber das entschuldigt nicht, wenn Spiele halbfertig für 70-80 Euro verkauft werden. Zudem hat man als Käufer kaum eine Chance sein Geld zurückbekommen. Geduld zahlt sich am Ende hier immer aus, wenn man es erwarten kann.
Wenn man alles runterbricht auf GTA V dann hätte ich aus heutiger Sicht auch 200 Euro dafür bezahlt. Der Umfang und die Möglichkeiten in diesem Zeitraum gepaart mit dem noch heute vorhandenen Support ist unglaublich. Wobei man hier fairerweise auch sagen muss, dass GTA V auch nicht perfekt war. Dafür habe ich es in 10 Jahren 3x gekauft auf verschiedenen Plattformen.
Ein heute frisch ausgerolltes Videogame ist einfach nicht fertig oder vollständig, das sehe ich persönlich als einen wesentlichen, entscheidenden Punkt. Die Dreistigkeit, mit der Entwickler heute eine 120€ Premium Edition in die Stores stellen und die Nutzer weiterhin blind zugreifen & das Geld hinlegen, wirkt auf mich völlig befremdlich. Ich weiß nicht, was mich daran mehr stört, die Publisher, die dieses Geld für ein unfertiges Produkt einfordern, für das im Laufe eines Jahres weiterer Content released wird, von dem ich noch nicht einmal etwas gesehen habe, wo weiter an der Performance & am Balancing geschraubt werden muss oder die blinde Community, die dauernd am Jammern & Schreien sind und am Ende des Tages genau dieses Verhalten weiterhin fördern, indem sie zum Release den Vollpreis zahlen.
Das ist Doppelmoral par excellence.
Als beispielloses Paradebeispiel geht dabei bspw. die Konsolenfassung von Oblivion Remastered im vergangenen Jahr hervor (neben vielen anderen).
Liebe Entwickler, liebe Publisher, liebe Community,
ich zahle ohne drüber nachzudenken den vollen Preis, wenn ich sehe, dass sich der Preis lohnt & insofern er gerechtfertigt ist, hört auf damit, zu brüllen & euch anzufeinden und am Ende des Tages genau für dieses Elend verantwortlich zu sein, das ihr verurteilt.
Na die Entwickler sind dann die ersten die rumheulen und geben dann den Spielern die schuld bestes beispiel wieder ist highguard
Nein nicht günstiger aber manche publischer nehmen sich das recht ihre spiele höher in preis zu bewerten als sie eigentlich wert sind und dann wundert sich jeder warum die zahlen zurück gehen und keine die spiele kauft. Und dann haben die meisten spiele auch noch Bugs selbst first party spiele für 80 taken. Auch gta6 wird Bugs haben,jedes gta hatte
Bugs zum release bei einer open world kann man garnicht jeder Eventualitäten optimieren in vergleich zu schlauch spielen. Was ich noch als probleme sehe ist der fehlende conntent, ja die spiele werden größer aber das bezihet sich meisten auf die map und nicht auf den Inhalt. Viele inhalte Lagert man bewusst als dlc aus, was früher freischaltaberer conntent war wie skins,modi,figuren etc. In den standart preis inbegriffen. Aber das ist halt eine individuelle sache jeder soll sein geld ausgeben für was er/sie/es möchte. Ich habe meine eigene grenzen und nein nicht weil ich arm bin, sondern ganz einfach weil das preis leistung verhältnis stimmt bei vielen spielen nicht