Die Vorhersage der Konsolenlandschaft wird zunehmend komplizierter. Zwischen PlayStation, Nintendo und Microsoft ist kaum noch vorhersehbar, welche Entscheidungen die Hersteller treffen werden. Neue Berichte geben jedoch Einblicke in die Pläne von PlayStation und Nintendo – und die sehen aktuell nach Verzögerungen und steigenden Kosten aus.
PS6-Launch verschoben: 2028 oder 2029?
Laut einem Bericht von Bloomberg könnte der Start der nächsten PlayStation-Konsole, vermutlich der PS6, auf 2028 oder sogar 2029 verschoben werden. Das deutet darauf hin, dass es ursprünglich Pläne gab, die PS5-Nachfolgerin schon nächstes Jahr auf den Markt zu bringen.
Die PS5-Generation würde damit zu einer der längsten in Sonys Historie. Für viele Spieler dürfte das nicht weiter schlimm sein: Die Konsole ist technisch noch konkurrenzfähig, und die Nachfrage nach neuen Spielen steigt weiterhin. Eine verzögerte Veröffentlichung könnte Sonys Strategie sogar stärken, wenn der Markt bereit ist, länger auf die nächste Generation zu warten.
Steigende RAM-Kosten zwingen Nintendo zum Handeln
Für Nintendo sieht es weniger komfortabel aus. Laut dem Bericht müssen die Verantwortlichen offenbar über eine Preiserhöhung für die Nintendo Switch 2 nachdenken, möglicherweise noch vor Ende 2026. Ursprünglich wurde ein stabiler Preis versprochen, doch steigende RAM-Kosten und allgemeine Unsicherheiten im Markt zwingen zu einer Neubewertung.
Die Switch 2 ist bereits auf dem Markt, und die Konsole war aus technischer Sicht dringend notwendig. Doch die steigenden Produktionskosten könnten sie noch teurer machen, und kritische Stimmen sprechen bereits jetzt von einer überteuerten Konsole.
Wie externe Faktoren die Konsolenplanung beeinflussen
Der Haupttreiber hinter diesen Entwicklungen ist die explodierende Nachfrage nach RAM, ausgelöst durch den Bedarf der KI-Industrie und der Rechenzentren, die diese Systeme antreiben. Hersteller von Speicherchips konzentrieren sich zunehmend darauf, den Bedarf von KI-Anwendungen zu decken. Das führt nicht nur zu höheren Preisen für die Komponenten, sondern erschwert auch die Verfügbarkeit für Konsolenhersteller. Sowohl PlayStation als auch Nintendo sehen sich mit deutlich steigenden Produktionskosten konfrontiert.
Für PlayStation könnte die Verzögerung allerdings strategisch sogar sinnvoll sein. Die PS5-Generation ist weiterhin stark im Markt, und viele Spieler scheinen noch nicht bereit für die PS6 zu sein. Ein späterer Launch würde Sony mehr Zeit geben, die Produktionskosten zu beobachten und die Konsole unter besseren Marktbedingungen auf den Markt zu bringen.
Nintendo hingegen hat weniger Flexibilität. Die Switch 2 ist schon draußen, und steigende Hardwarepreise sowie die globale Chipknappheit könnten die Position des Unternehmens im Markt erschweren. Eine Preiserhöhung könnte zwar notwendig sein, dürfte aber nicht auf große Begeisterung stoßen.
Insider diskutieren über PS6-Launch
Im Vergleich zu vorherigen Einschätzungen, in denen ein PS6-Launch bereits 2027 erwartet wurde, zeichnen die aktuellen Berichte ein deutlich anderes Bild. Während damals die Produktion schon für Mitte 2027 geplant schien und ein rechtzeitiger Marktstart neben der Xbox Next als strategisch sinnvoll galt, deuten die neuen Informationen auf eine Verschiebung bis 2028 oder 2029 hin. Das zeigt, wie sehr äußere Faktoren – steigende RAM-Preise, Chipknappheit und globale Unsicherheiten – Sonys ursprüngliche Planung überlagern. Was zuvor als Taktik zur Konkurrenzbewältigung gesehen wurde, ist nun vor allem eine Reaktion auf wirtschaftliche Realitäten.
Insgesamt ist das alles nicht neu und die Meldungen wiederholen sich inzwischen im wöchentlichen Rhythmus. Während PlayStation von einer verlängerten Generation profitieren könnte, steht Nintendo vor schwierigen Entscheidungen. Die Konsolenlandschaft ändert sich nicht nur durch Konkurrenz, sondern vor allem durch externe Faktoren wie KI-getriebene Hardwarekosten – und das wird die Branche noch eine Weile beschäftigen.



