Sonys kommender PS6-Handheld wird laut geleakten internen Dokumenten nativ PS4- und PS5-Titel unterstützen, inklusive nativer Raytracing-Funktionen.
Der neue PlayStation-Handheld, der unter dem Codenamen der APU „Canis“ entwickelt wird, setzt auf eine vollständige Abwärtskompatibilität, die neben der aktuellen PS5-Bibliothek auch PS4-Spiele und zukünftige PS6-Titel umfasst. Ein zentraler technischer Aspekt ist dabei die Hardware-Unterstützung für Raytracing, wodurch auch Spiele lauffähig bleiben, bei denen diese Grafikfeatures nicht deaktiviert werden können.
Die Hardware-Architektur des „Canis“-Handhelds
Die Informationen stammen aus internen Dokumenten von Sony Interactive Entertainment, die der Hardware-Insider Moore’s Law Is Dead in seinem aktuellen Podcast Broken Silicon thematisiert hat. Demnach ist die Integration der bestehenden Bibliotheken kein optionales Feature, sondern ein Kernbestandteil der Systemarchitektur.
„Sie sagen explizit, dass es PS6-, PS5- und PS4-Spiele abspielt“, so MLID unter Berufung auf die geleakten Unterlagen.
Dies markiert einen strategischen Wendepunkt. Während Sony beim Übergang von der PS3 zur PS4 aufgrund des Wechsels von der komplexen Cell-Architektur auf x86-Hardware die Abwärtskompatibilität opferte, bleibt man nun bei einer konsistenten Struktur. Die Dokumente erwähnen zudem „RDNA5 Area Optimizations“. Dies deutet darauf hin, dass Sony bereits auf zukünftige Grafiktechnologien von AMD setzt, um eine hohe Effizienz bei gleichzeitig kompakter Bauweise zu erreichen.
Fokus auf Energieeffizienz und EU-Regulierung
Ein auffälliges Detail der Leaks ist der Fokus auf den sogenannten „Low Power Mode“ und eine optimierte Leistungsaufnahme. Sony scheint hier insbesondere die strengen regulatorischen Anforderungen der EU im Blick zu haben. Da Europa der wichtigste Markt für PlayStation ist, muss die Hardware effizient genug sein, um sowohl gesetzliche Standards zu erfüllen als auch eine akzeptable Akkulaufzeit im Handheld-Betrieb zu gewährleisten.
Interessant für die technische Einordnung ist, dass der Optimierungsprozess nicht erst nach dem Release beginnt. Laut MLID arbeiten Entwickler bereits jetzt an speziellen Anpassungen für ihre aktuellen PS5-Titel.
- Assets & Texturen: Es werden gezielt Assets für einen „Low Power Mode“ erstellt.
- Skalierbarkeit: Spiele werden so programmiert, dass sie auf der mobilen Hardware reibungslos funktionieren, noch bevor diese offiziell angekündigt wurde.
- Nahtloser Übergang: Ziel ist ein Ökosystem, in dem der Wechsel zwischen stationärer Konsole und Handheld ohne zusätzliche Käufe oder Kompatibilitätsprobleme erfolgt.
Der Markt für Handheld-PCs (Steam Deck, ASUS ROG Ally) und der Erfolg der Nintendo Switch haben die Erwartungshaltung der Spieler verändert. Eine isolierte Plattform wie die PlayStation Vita, die eine eigene, proprietäre Bibliothek benötigte, wäre heute nicht mehr konkurrenzfähig.
Der Vergleich zeigt: Sony nutzt die Architektur der PS5, um den Handheld als mobile Erweiterung des bestehenden Ökosystems zu positionieren. Die Erwähnung von PS6-Kompatibilität in den Dokumenten lässt zudem darauf schließen, dass der Handheld entweder zeitnah mit der nächsten Konsolengeneration erscheint, laut Berichten aber erst nach dem Konsolen-Launch.
Sollten sich die Leaks bewahrheiten, kaufen Spieler keine neue Plattform, für die sie erst mühsam eine Bibliothek aufbauen müssen. Wer bereits 100 PS4- oder PS5-Spiele besitzt, kann diese sofort mobil weiterspielen.
.macht lieber eine standalone Handheld wie portable
Timo Tschirschwitz kommt noch wenn die ps6 rauskommt
Patrick Mottl Ich hoffe Brauch was fur den Flug
Na das ist ja wohl das mindeste
Abwärtskompatibilität zu PS4 und PS5 erwarte ich eigentlich auch, alles andere wäre eher enttäuschend. Überraschen würde mich eine volle Abwärtskompatibilität zurück bis zur PS1, das wäre top. Oder zumindest wie bei Xbox, wo nicht alle, aber viele Spiele abwärtskompatibel bis zur ersten Xbox sind.