Sony sagt offiziell noch gar nichts zur nächsten Konsolengeneration rund um die PS6. Doch während die PS5 Pro erst gerade Fahrt aufnimmt, zeichnet sich hinter den Kulissen bereits ab, wie Sony nach internen Gesprächen mit Entwicklern und Partnern zumindest über die kommenden Jahre nachdenkt.
Der Insider Moore’s Law Is Dead hat nun eine mögliche Roadmap eingeordnet, wohlgemerkt als Spekulation, aber mit genug technischer und historischer Grundlage, um spannend zu sein. Was davon plausibel klingt, was eher Meinung ist, und warum die Frage nach einer PS6 Pro komplizierter ist, als es der Name suggeriert.
PS6: Möglicher Launch Ende 2027
Laut dem Insider könnte Sony Ende 2027 den erwarteten Doppelschritt wagen:
- PS6 Home-Konsole
- PS6 Handheld (nicht zu verwechseln mit PlayStation Portal, sondern ein vollwertiges Gerät)
Der Gedanke dahinter: Die nächsten Jahre sind geprägt von steigenden RAM- und Kühlkörperpreisen (u.a. aufgrund von AI-Servernachfrage). Sony müsste also aggressiver planen, um die Next-Gen gleichzeitig skalierbar und profitabel zu halten.
Preisannahmen im Szenario:
- PS6 ohne Disc-Laufwerk: ca. 649 USD/EUR – Der Nutzer könnte sein existierendes, modulares PS5-Disc-Laufwerk weiterverwenden. Technisch plausibel, da Sony mit modularen Designs seit der PS5 Slim Erfahrung hat, aber natürlich keine Bestätigung.
- PS6 Handheld: ca. 499 USD/EUR – Gedacht als eigenes System, nicht nur Cloud-Streaming, sondern echte APU-Berechnung auf einem modernen Node, laut Spekulation.
Dass Sony wieder ein vollwertiges Handheld bringt? Aus heutiger Sicht nicht ausgeschlossen. Die Nintendo Switch 2 / Steam Deck und ROG Xbox Ally werden Sony unter Druck setzen, und die PS5-Playerbase ist mobil-affiner als zu PS Vita-Zeiten.
Sony könnte zwei Jahre später ein „PS6 S“-Modell bringen
Das interessanteste Detail des Insiders: Statt sofortiger Hardware-Refreshes könnte Sony erst einmal Yield-Management betreiben. Heißt konkret:
- Die energieeffizienteren APU-Chips gehen in den PS6 Handheld.
- Die energiehungrigeren Chips könnten später als günstige PS6 S (um ~299 USD) wiederverwertet werden.
- Start: 2028 oder 2029.
Das ist tatsächlich ein sehr typisches Vorgehen der Branche. AMD und Nvidia machen Ähnliches mit GPUs – Sony könnte hier eine ähnliche Strategie fahren. Im Rahmen professioneller Hardwareproduktion durchaus plausibel.
Kommt eine PS6 Pro? Vielleicht, aber Sony wollte eigentlich schon keine PS5 Pro
Der Insider betont mehrfach, dass Sony bei der PS5 Pro ursprünglich zögerte. Der Grund:
- Die Konkurrenz durch Xbox fiel schwächer aus als erwartet.
- Der Markt drehte sich stärker Richtung High-End-PC und Mobile.
- Ein PS5 Pro-Modell sollte ursprünglich nur entstehen, wenn Microsoft ein „Series Elite“-Pendant ausrollt, was sich laut Leaks kurzfristig zerschlagen hat.
Sony hat die PS5 Pro letztlich trotzdem gebaut, teils als Preisexperiment („können wir 600+ nehmen?“), teils wegen des GTA 6-Effekts.
Und bei der PS6 Pro?
Das Szenario des Insiders:
- Frühestens 2030, also rund 3 Jahre nach PS6-Launch.
- Aber: Nur wenn Sony das Gefühl hat, dass es nötig ist.
Der Insiders fasst es wie folgt zusammen:„Ich bin mir nicht sicher, ob sie eine PS6 Pro benötigen. Und ich weiß, dass sie eigentlich schon keine PS5 Pro wollten.“ Plausibel, denn Mid-Gen-Upgrades hängen nicht nur von Technik, sondern auch von Ökonomie ab. Ohne Xbox als High-End-Konkurrenz sinkt der Druck erheblich. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Upscaling-Technologien wie PSSR2, was eine PS6 Pro tendenziell weniger notwendig macht.
PSSR2 & FSR4: Warum Upscaling ein Game-Changer bleibt
Der Insider fügt einen wichtigen Punkt hinzu: PSSR2 (Sonys proprietäre Upscaling-/Rekonstruktionstechnik) soll auf der PS5 Pro im kommenden Jahr erheblich aufgewertet werden. Wenn Qualität und Performance in Richtung FSR4 gehen, könnte dieses Feature allein größere Sprünge bedeuten als viele Mid-Gen-Upgrades früher.
Das wirkt glaubwürdig, denn Sony setzt massiv auf Machine-Learning-Upscaling, um GPUs länger konkurrenzfähig zu halten. Heißt im Klartext: Je besser die Software-Optimierung, desto weniger sinnvoll ein PS6 Pro-Refresh.
Für Entwickler könnte das auch erklären, warum manche Studios aktuell nicht sofort auf PSSR 1.x aufspringen, sondern auf PSSR2 warten, das zeitnah mit FSR4 kommt.
Eine Roadmap, die Sinn ergibt
Der Insider liefert kein Leak, keine Sicherheiten, aber eine kohärente, technisch fundierte Projektion, die sich mit vielen Branchentrends deckt:
- Ja, 2027 wäre ein realistisches PS6-Fenster.
- Ja, ein Handheld-Comeback ist denkbar, wenn Sony das Segment für strategisch relevant hält.
- Ja, eine PS6 Pro ist möglich, aber längst nicht garantiert.
- Und ja: Upscaling-Technologien könnten die größte „Next-Gen-Revolution“ werden – nicht rohe Hardware.
Wenn Sony es wirklich so handhabt, könnte die PS6-Generation die flexibelste und modularste werden, die PlayStation je hatte.


Sony… dieses Mal laß ich mich nicht hinter die Fichte führen. Meine PS5 wird bleiben, bis die ersten Gerüchte zu einer PS6pro auftauchen.
Es wird keine PS6 bei mir geben