Mark Cerny, Chef-Architekt der PlayStation-Hardware, hat die Integration von ML-basierter Frame Generation für PlayStation-Plattformen bestätigt. In einem Interview mit Digital Foundry gab Cerny an, dass die Technologie im Rahmen des „Project Amethyst“ gemeinsam mit AMD entwickelt wurde. Eine Veröffentlichung im laufenden Jahr 2026 schloss er jedoch explizit aus.
PSSR und FSR Redstone rücken zusammen
Die technische Basis für Sonys aktuelle Upscaling-Lösung PSSR und AMDs neues FSR Redstone ist laut Cerny identisch. Beide nutzen denselben Core-Algorithmus, der durch die Kooperation zwischen Sony Interactive Entertainment und AMD entstanden ist.
Während die aktuelle Version von PSSR bereits auf KI-Upscaling setzt, ist die künstliche Zwischenbildberechnung – die sogenannte Frame Generation – der nächste logische Schritt. Cerny betonte, dass man mit dem Fortschritt der Entwicklung sehr zufrieden sei und eine entsprechende Library „zu einem gewissen Zeitpunkt“ auf PlayStation-Systemen erscheinen werde.
Die Hardware-Frage: Pro oder Next-Gen?
Cerny hielt sich bedeckt, welche Hardware konkret von der ML-Frame-Generation profitieren wird, und ob das bereits die PS5 Pro oder PS6 sein könnte. Da die Technologie auf Machine Learning basiert, ergeben sich zwei Szenarien:
- PlayStation 5 Pro: Die Konsole verfügt bereits über die notwendige KI-Hardware für PSSR. Eine Implementierung von Frame Generation wäre technisch der nächste Meilenstein für die Mid-Gen-Konsole.
- PlayStation 6: Es ist denkbar, dass Sony die rechenintensive KI-Zwischenbildberechnung als Key-Feature für die nächste Konsolengeneration reserviert, um einen deutlichen Leistungssprung zu garantieren.
Absage an spekulierte Patent-Features
Zudem räumte Cerny mit Gerüchten um ein erst kürzlich entdecktes Patent auf. Dieses beschrieb ein Verfahren, bei dem die Präzision des Upscalers dynamisch angepasst wird, um die GPU-Last weiter zu senken. Cerny stellte klar, dass dieses Konzept kein Bestandteil der aktuellen PSSR- oder FSR-Entwicklung ist. Patente seien oft reine Business-Absicherungen und kein Garant für kommende Produkte.
Für Besitzer einer PS5 Pro ist die Nachricht nichts Halbes und nichts Ganzes. Einerseits ist die Bestätigung, dass an einer echten KI-Frame-Generation gearbeitet wird, eine klare Ansage für langlebigen Tech-Support. Andererseits bedeutet die Absage für 2026, dass wir frühestens 2027 mit flüssigeren Bildraten durch ML-Interpolation rechnen können.
Im Vergleich zum PC-Markt, wo AMDs FSR Redstone auf der RX-9000-Serie bereits Akzente setzt, hinkt die Konsole zeitlich hinterher. Die Qualität der Zwischenbilder dürfte jedoch durch die enge Verzahnung von Hardware und Software deutlich über dem liegen, was bisherige, rein softwarebasierte FSR-3-Lösungen auf Konsolen leisten konnten.

Ein gutes Verkaufsargument für die neue Konsole
Gegenangriff auf Xbox neue konsole