Rainbow Six Siege: Server nach massivem Sicherheitsvorfall offline

Nach einem schweren Sicherheitsvorfall schaltet Ubisoft die Server von Rainbow Six Siege ab. Seltene Skins, Milliarden Credits und Sperren sorgen für Chaos.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Rainbow Six Siege ist seit Jahren eine feste Größe im Multiplayer – kompetitiv, langlebig, technisch gepflegt. Umso härter trifft es die Community, wenn genau dieses Fundament ins Wanken gerät. In der Nacht kam es zu einem schweren Vorfall und Ubisoft musst die Server von Rainbow Six Siege sowie den Ingame-Marktplatz auf allen Plattformen vorübergehend offline. Der Grund sind massive Unregelmäßigkeiten, die sich nicht mehr ignorieren ließen.

Was ist bei Rainbow Six Siege passiert?

Spieler meldeten plötzlich extreme Auffälligkeiten. Accounts erhielten Entwickler-exklusive Skins, die regulär nicht verfügbar sind. Gleichzeitig tauchten Kontostände mit Milliarden an Ingame-Credits auf – Werte, die real Geld im fünfstelligen Bereich entsprächen. Parallel dazu kam es zu automatisierten Sperren, teils begleitet von systemweiten Nachrichten mit Songtexten und politischen Anspielungen.

Ubisoft spricht offiziell von einem „Incident“. Das Wort „Hack“ meidet der Publisher bislang. Die Systeme wurden mit ziemlicher Sicherheit kompromittiert oder zumindest so manipuliert, dass Inhalte verteilt wurden, die niemals hätten freigeschaltet werden dürfen.

Ubisofts Reaktion: Abschalten statt Aussitzen

Nach ersten internen Untersuchungen zog Ubisoft die Reißleine. Die Server von Rainbow Six Siege und der Marketplace wurden komplett abgeschaltet. Wie lange die Downtime anhält, ist offen. Auch Details zur Ursache fehlen bislang.

Diese Zurückhaltung ist nachvollziehbar, aber nicht ideal. In solchen Situationen zählt Transparenz. Gerade weil Echtgeld, Account-Sperren und potenziell unfaire Vorteile im Raum stehen, braucht die Community klare Informationen. Und wie verhindert Ubisoft eine Wiederholung?

Schaden, Timing und offene Fragen

Der Vorfall trifft Rainbow Six Siege zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Feiertage bedeuten volle Server, oder in diesem Fall: gar keine. Der wirtschaftliche Schaden dürfte erheblich sein, vor allem wenn unrechtmäßig verteilte Inhalte rückabgewickelt werden müssen.

Es gibt aktuell aber keinen bestätigten Hinweis auf einen Datenabfluss persönlicher Informationen. Ebenso unklar ist, ob externe Angreifer oder interne Sicherheitslücken verantwortlich sind. Alles andere wäre Kaffeesatzleserei.

Ubisoft hat richtig gehandelt, indem es Rainbow Six Siege sofort offline genommen hat. Sicherheit geht vor Spielbetrieb. Jetzt kommt es darauf an, sauber aufzuklären und transparent zu kommunizieren. Der Vorfall ist kein kleines Ärgernis, sondern eine Vertrauensfrage. Wer jahrelang Zeit und Geld investiert, erwartet stabile und geschützte Systeme. Genau daran muss Ubisoft sich messen lassen.

[Update] Ubisoft hat ein Rollback angekündigt, durch das alle Accounts und die tatsächliche In-Game-Währung wiederhergestellt werden sollen. Gleichzeitig machen Berichte die Runde, denen zufolge der Publisher Opfer eines massiven Hacks geworden ist.

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