Über die Feiertage wurde Rainbow Six Siege Ziel eines massiven Angriffs. Unbekannte verschafften sich Zugriff auf zentrale Systeme, überschwemmten Accounts mit Milliarden an Credits, kaperten den Ingame-Feed für Beleidigungen Richtung Ubisoft und verteilten willkürliche 67-Tage-Bans – ein klarer Verweis auf ein Meme, aber ein echtes Problem für die Spieler.
Ubisofts Reaktion folgte schnell, aber drastisch: Der Marktplatz ging offline, großflächige Account-Rollbacks wurden eingeleitet, es folgten Wartungen und spürbare Ausfälle. Für viele Spieler bedeutete das verlorene Zeit, fehlende Inhalte und vor allem Unsicherheit, was mit dem eigenen Fortschritt passiert.
Entschädigung statt Funkstille
Als Wiedergutmachung verteilt Ubisoft nun Kompensationen an alle, die sich zwischen dem 16. und 25. Januar einloggen. Das Paket umfasst vierfacher Battle-Pass-XP, zehn zusätzliche Battle-Pass-Level sowie verpasste tägliche Belohnungen wie Delta- und Alpha-Packs plus einen exklusiven Waffenskin.
Das ist kein Allheilmittel, aber ein fairer Ausgleich, denn Ubisoft weiß, dass hier Vertrauen auf dem Spiel steht. Gleichzeitig räumt der Publisher ein, dass die Rollbacks noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Einige Accounts weisen weiterhin falsche Währungsstände oder Inventare auf. Laut Ubisoft kommt man aber voran und ein finales Update soll folgen, sobald alles bereinigt ist.
Updates on:
— Rainbow Six Siege X (@Rainbow6Game) January 13, 2026
➡️ Marketplace status
➡️ Account rollbacks
➡️ Compensation pic.twitter.com/jV3AtIsBJB
Marktplatz bleibt offline – Voice-Chat weiter unklar
Der Marktplatz von Rainbow Six Siege bleibt aus Sicherheitsgründen weiterhin abgeschaltet und soll erst später in Year 11 zurückkehren. Konkrete Termine gibt es nicht und ähnlich vage ist die Lage beim Voice-Chat. Ubisoft bezeichnet dessen Rückkehr als „Priorität“, nennt aber keinen Zeitrahmen.
Ubisoft handelt, kommuniziert und kompensiert, das ist richtig. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, denn ein Angriff dieser Größenordnung darf nicht passieren, schon gar nicht bei einem Live-Service-Veteranen.

