Red Dead Redemption 3: Dan Houser glaubt an das Sequel, aber ohne ihn

Rockstar-Mitgründer Dan Houser spricht über Red Dead Redemption 3 – das Spiel wird wohl kommen, aber ohne ihn. Was das für Fans bedeutet.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Red Dead Redemption 2 ist bis heute eine Referenz, wenn es um Storytelling und glaubwürdige Open Worlds geht. Acht Jahre nach Release warten Fans auf die Frage aller Fragen: Wann kommt Red Dead Redemption 3? Nun hat sich ausgerechnet jemand dazu geäußert, der es wissen müsste, auch wenn er selbst nicht mehr dabei ist.

In einem Podcast mit Lex Fridman sprach Dan Houser, Mitgründer von Rockstar Games, offen über seine Zeit im Studio und seine Sicht auf die Zukunft der Reihe. Seine Worte waren ehrlich, aber auch ein wenig melancholisch: „Es wäre wohl trauriger, wenn jemand an Red Dead weitermacht, weil es eine zusammenhängende Zwei-Spiel-Geschichte war – aber es wird wohl passieren.“

Ein Sequel ist „unvermeidlich“ – nur ohne den Schöpfer

Mit dieser Aussage deutet Houser an, dass Red Dead Redemption 3 praktisch gesetzt ist. Für ihn selbst wird es aber eine merkwürdige Erfahrung. Er verließ Rockstar 2020, nach fast zwei Jahrzehnten, in denen er entscheidend an Klassikern wie GTA V, Bully und natürlich Red Dead Redemption 2 mitgeschrieben hatte.

Dass Rockstar Games ohne ihn weitermacht, überrascht niemanden. Das Studio steht kurz vor dem Release von GTA 6 und wird danach zweifellos wieder neue Projekte angehen. Red Dead Redemption 3 dürfte ganz oben auf der Liste stehen, nicht zuletzt, weil die Marke zu Rockstars wertvollsten IPs zählt.

Was kommt nach dem Epilog?

Die spannende Frage bleibt, wo man mit einem dritten Teil überhaupt ansetzen würde. Red Dead Redemption 2 schloss viele Handlungsbögen, die zwischen John Marston und Arthur Morgan existierten. Ein Prequel zum Prequel wirkt unwahrscheinlich, ein zeitlicher Sprung nach vorn dagegen logisch, vielleicht mit neuen Figuren und einer moderneren Perspektive auf das Western-Setting.

Sollte Red Dead Redemption 3 Realität werden, wird es sich an einem fast unerreichbaren Standard messen lassen müssen. Houser mag weg sein, aber sein Einfluss bleibt spürbar, im Ton, im Writing und in der Art, wie Rockstar Geschichten erzählt.

Red Dead Redemption 3 wird kommen, aber die Frage ist nicht ob, sondern wann. Nach GTA 6 dürfte Rockstar die Reihe fortsetzen, doch ohne Dan Houser könnte sie sich anders anfühlen. Vielleicht moderner, vielleicht mutloser. Aber wenn ein Studio weiß, wie man Mythen neu schreibt, dann ist es dieses.

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