Resident Evil Requiem: Endlich mehr Spielzeit – Capcom reagiert auf Kritik

Resident Evil Requiem wird fast doppelt so lang wie RE8. Capcom bestätigt 17–18 Stunden Story, zwei Protagonisten und klare Lehren aus der Kritik.

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

Resident Evil Requiem steht kurz vor dem Release und sorgt schon jetzt für Aufmerksamkeit. Der Titel gehört zu den meistgewünschten Spielen in diesem Jahr, zudem spricht Capcom von überdurchschnittlich starken Vorbestellungen. Noch wichtiger als die Zahlen ist aber eine andere Bestätigung: die Kampagne wird deutlich länger als bei den letzten Serienteilen.

Laut Produzent Masato Kumazawa (via X) soll Resident Evil Requiem in etwa so lang sein wie das Resident Evil 4 Remake. Konkret bedeutet das rund 17 bis 18 Stunden reine Story-Spielzeit. Zum Vergleich: Resident Evil 7 und Resident Evil Village waren oft schon nach zehn Stunden oder weniger beendet, ein Punkt, der trotz hoher Qualität regelmäßig kritisiert wurde.

Resident Evil Requiem: Fast doppelt so lang wie RE8

Die Entscheidung ist kein Zufall. Capcom reagiert hier sichtbar auf Community-Feedback. Ein Vollpreistitel, der an zwei Abenden durchgespielt ist, fühlt sich für viele Spieler schlicht unbefriedigend an. Dass Resident Evil Requiem nun fast doppelt so viel Zeit einplant wie RE8, ist daher mehr als nur eine Marketing-Zahl.

Strukturell orientiert sich das Spiel am RE4 Remake: Kapitelbasierter Aufbau, vergleichbare Inhaltsdichte und eine klar durchgetaktete Dramaturgie. Das klingt sinnvoll, birgt aber auch Risiken. Mehr Spielzeit ist nur dann ein Gewinn, wenn sie nicht durch Leerlauf, Backtracking oder künstliche Streckung erkauft wird.

Zwei Protagonisten, zwei Spielstile

Bekannt ist bereits, dass Resident Evil Requiem die Spielzeit gleichmäßig auf zwei Figuren aufteilt: Leon Kennedy und die neue Protagonistin Grace. Leon steht dabei für den actionlastigen Part, Grace soll den Horror-Fokus tragen. Das 50/50-Modell erinnert an frühere Serienexperimente – mit gemischten Ergebnissen.

Der Ansatz ist spannend, funktioniert aber nur, wenn beide Kampagnen gleichwertig ausgearbeitet sind. Einseitige Gewichtung oder qualitative Unterschiede würden schnell auffallen. Capcom verspricht hier Balance, belastbare Beweise gibt es bislang allerdings nur in Form von Interviews und Vorabmaterial.

Für Completionists dürfte Resident Evil Requiem die 20-Stunden-Marke locker knacken, inklusive Nebeninhalten. Ob diese Side-Quests spielerisch überzeugen oder nur Füllmaterial sind, bleibt natürlich abzuwarten. Gerade hier entscheidet sich, ob der größere Umfang ein echter Mehrwert oder nur eine Reaktion auf Kritik ist.

Capcom scheint verstanden zu haben, dass Qualität und Umfang kein Widerspruch sein müssen. Jetzt muss Resident Evil Requiem im Spielalltag beweisen, dass die längere Kampagne auch trägt.

Was meint ihr: Braucht Resident Evil mehr Spielzeit – oder lieber wieder kürzere, straffere Horror-Erlebnisse?

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Remo Timme
22 Tage zuvor

Sehr gut

Schilde Martin
23 Tage zuvor

Gute Entscheidung.

Sandro Duryn
23 Tage zuvor

Also ich werde erstmal abwarten, da Teil 7 und 8 überhaupt keine RE DNA mehr hatte💆….

Steinchen
23 Tage zuvor
Reply to  Sandro Duryn

Ich muss da kurz korrigieren Resident Evil 7 war noch ein Gutes Resi fande die Story wirklich schön aber jeder sieht das anders. Und genug Grusel momente waren vorhanden. Aber was man von Resident Evil 8 gesehen hat keine Grusel momente schade drum ! Für mich war das zuviel Action

Bin aber auf das neue Resident Evil gespannt hoffentlich kehrt es zum Ursprung zurück.

solitair
23 Tage zuvor
Reply to  Steinchen

Resi7 war zwar gut, fühlte sich aber kaum nach Resi an. Im Prinzip hätte das auch ein neues Spiel von einer ganz anderen IP sein können.
Resi 8 war einfach nur Trash, obwohl ich damit auch meinen Spaß hatte.

Crydog
23 Tage zuvor
Reply to  solitair

Resi 6 ist kein resi. Ich glaube das die Serie einfach zu Fragmentiert ist weil jeder versteht was anderes unter resident evil. Für einen ist resi kein resi wen zombies fehlen für andere ist die Perspektive entscheidet für wieder andere spielen die figuren eine wichtige rolle. Für andere ist backtraking und puzzle wichtiger und andere mögen den Action Part bzw. Wahrhaftigkeit in vergleich zu anderen horror games. Man kann es keinem recht machen für mich ist resi dann ein resi wenn es folgende sachen besitzt
-back traking
-puzzle
-Inventar Management
-waffen Vielfalt
-Es sollte und Bio organische waffen gehen deswegen „bioharrzard“
-es sollte an einen beklemmend Ort spielen am besten in einem Haus Antigen Schauplatz deswegen „resident evil“ was wohnhaftes böse übersetzt bedeutet
-Am besten alte figuren aber habe keine probleme neue kennen zu lernen
-Am besten third Person aber ego geht auch noch nur feste Kamera Winkel das brauch ich wirklich nicht mehr
-Gute spielbarkeit bzw. Lernkurve klar bei ersten durchlaufen braucht man immer 10-20std aber durch speed runs ist alles machbar unter 3 std
-freischaltbare conntent sehr viel, dazu zähle ich auch andere modi wie mercenaries oder raid mode
Das muss für mich ein resi spiel enthalten

Long Ling Cheung
20 Tage zuvor
Reply to  Sandro Duryn

Sandro Duryn Teil 7 und 8 ist kein Resident Evil

Paddy Black
23 Tage zuvor

Ja und wie wen es die Abschluss Story ist finde ich es gut

Peter Erlmeier
23 Tage zuvor

Ja , gute Entscheidung.

Crydog
23 Tage zuvor

Und in speedrun unter 3std mit raketnwerfer so wie immer hatl^^……………….

pray
23 Tage zuvor

fand die Spielzeit bisher immer perfekt.

Wäre schade, wenn es jetzt unnötig gestreckt wäre, weil die Leute gejammert haben

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