Capcom integriert in das Remake von „Resident Evil: Veronica“ offenbar eine vollständig neue, im Original nicht existierende narrative Verbindung, die die Brücke zum aktuellen Serienerfolg „Resident Evil: Requiem“ schlägt. Producer Yoshiaki Hirabayashi bestätigte diese fundamentale Lore-Erweiterung auf dem Summer Game Fest.
Das originale „Resident Evil: Code: Veronica“ litt unter seiner erzählerischen Isolierung innerhalb der Timeline. Für das Remake greift Capcom nun tief in das Drehbuch ein. Ein neu geschriebener Handlungsstrang führt die Ereignisse um Claire und Chris Redfield direkt an die Rahmenhandlung von „Resident Evil: Requiem“ heran.
Das ist ein logischer Schritt. Das Original von 2000 konnte die aktuellen Entwicklungen der Serie naturgemäß nicht berücksichtigen. Capcom nutzt die Neuauflage als Werkzeug zur Bereinigung der eigenen Historie. Hirabayashi spricht von einem „Throughline“, einem roten Faden. Dieser soll das Verständnis für die Ereignisse in „Resident Evil Requiem“ rückwirkend vertiefen.
Fans spekulieren bereits über eine frühe Einführung der Organisation „The Connections“ oder erste Verweise auf das Zeno-Projekt. Bestätigt ist das nicht. Fakt ist nur die Existenz der Brücke.
Aggressives Umschreiben statt kosmetischer Korrekturen
Die Entwickler Kazunori Kadoi und Yasuhiro Anpo wählen für das Remake keinen konservativen Ansatz. Die Anpassungen an der Story und den Charakteren fallen laut Capcom „aggressiver“ aus als bei den Remakes von Resident Evil 2 und 4. Schauplätze wie Rockfort Island erhalten mehr spielbare Hintergrundgeschichte aus der Zeit vor dem Virus-Ausbruch.
Auch die Figur des Alfred Ashford wird psychologisch komplett neu aufgerollt. Die Entwickler fokussieren sich auf den psychologischen Horror im familiären Konstrukt der Ashfords. Szenen werden dabei nicht gestrichen, aber deutlich verschoben, umgebaut und inhaltlich neu bewertet. Selbst die im Ankündigungstrailer gezeigte Sequenz mit der alten Frau wird im fertigen Spiel so eventuell gar nicht existieren. Das war wohl reines Marketing.
Der spielerische Rahmen bleibt trotz der Story-Experimente klassisch. Das Spiel nutzt eine reine Third-Person-Perspektive und orientiert sich mechanisch am Remake von „Resident Evil 2“. Es wird ein Survival-Horror-Spiel mit Fokus auf Ressourcenmanagement, kein Action-Titel. Die Spielzeit soll sich am Original orientieren oder diese leicht übertreffen.
Capcom macht aus einem alten Spin-off ein narratives Fundament für die Moderne. Das aggressive Umschreiben der Story ist ein kalkuliertes Risiko, das für die Konsistenz der Gesamtlore zwingend notwendig ist. Die spielerische Rückbesinnung auf das langsame, mechanische Fundament von „Resident Evil 2“ sichert gleichzeitig den Kern des Survival-Horrors. „Resident Evil Veronica“ wird ziemlich sicher kein optionaler Nostalgie-Trip, sondern ein narratives Pflichtprogramm für das Verständnis der aktuellen Reihe.

Das klingt alles sehr gut. Aber bei RE9 klang auch alles gut, und im fertigen Spiel waren nur verpasste Chancen, keine Story, kein Horror, nur REcycle.
Aber hier wird’s wohl besser. Wegen dem Team und da man das Spiel kennt.
Hoffentlich mit Ego-Perspektive.
Das wird super bin gespannt was sie aus wesker machen