Zach Cregger, bekannt aus dem Horrorfilm „Weapons“, arbeitet gerade an einem neuen „Resident Evil“-Projekt. Wer jetzt an eine einfache Neuauflage denkt oder erwartet, dass bekannte Figuren wie Leon S. Kennedy im Mittelpunkt stehen, dürfte überrascht sein. Cregger verspricht eine neue Geschichte, die dennoch tief in der Überlieferung der Spiele verwurzelt ist – eine Art Liebeserklärung an das Franchise, die mit den bisherigen Filmen überraschende Verbindungen aufweist.
Ein frischer Zugang und doch vertraut
In einem aktuellen Interview mit Inverse bezeichnete Cregger sich als den „größten Verehrer der Spiele“. Seine Intention sei es, eine Story zu erzählen, die den Kern und die Regeln der Spiele respektiert, ohne sich an die altbekannten Charaktere zu klammern. Konkret heißt das, dass es keine Rückkehr von Leon S. Kennedy geben wird, der von vielen Fans als fixer Bestandteil einer modernen „Resident Evil“-Verfilmung erwartet wurde. Stattdessen kommt eine komplett neue Figur ins Spiel, verkörpert von Austin Abrams, der auch in „Weapons“ mitspielte. Wer genau diese Rolle übernimmt, bleibt noch offen, aber es ist klar, dass Cregger eigene Wege gehen will.
Diese Herangehensweise erinnert an das, was die ursprünglichen „Resident Evil“-Filme mit Milla Jovovich gemacht haben. Damals erfand man mit Alice eine neue Hauptfigur, die allerdings bald wenig mit den Spielen zu tun hatte. Für viele Fans war das ein Ärgernis. Die jüngere Produktion „Welcome to Raccoon City“ versuchte dann, näher an den Spielen zu bleiben, scheiterte aber beim Publikum. Creggers Ansatz könnte nun genau diesen Kreis schließen – ein neuer Film, der nicht nur treuer zu den Spielen ist, sondern gleichzeitig neue Geschichten und Figuren präsentiert.
Was bedeutet das für Fans und Spieler?
Für Spieler, die die „Resident Evil“-Reihe lieben, ist das ein spannendes Signal. Der neue Film könnte endlich die Balance finden, die lange gefehlt hat. Respekt für die Spielwelt, ohne altbekannte Charaktere einfach zu recyceln. Außerdem zeigt Cregger mit Verweis auf das kommende Spiel „Resident Evil 9 Requiem“ (erscheint Februar 2026), dass er die Welt des Franchise als lebendiges Universum sieht, in dem verschiedene Geschichten und Perspektiven Platz haben.
Allerdings bleibt unklar, wie die Story letztlich aussehen wird und wie tief sie tatsächlich in der komplexen „Resident Evil“-Überlieferung verankert ist. Die Ankündigungen wirken vorsichtig optimistisch, lassen aber noch Raum für Überraschungen.
Zach Creggers Pläne wirken wie ein Versuch, den Spagat zwischen Fans und einem breiteren Publikum zu schaffen. Statt auf Nostalgie allein zu setzen, wagt er einen neuen Ansatz, mit Respekt für das Original, aber ohne sich festzufahren. Ob das gelingt, hängt vor allem von der Erzählkunst ab. Für „Resident Evil“-Fans ist das eine Chance, die Geschichte aus frischer Perspektive zu erleben, ohne die alten Klassiker neu aufzuwärmen oder zu verwässern.
Am Ende bleibt die Farge, wie weit wird Cregger tatsächlich auf die Spielwelt eingehen, und kann er dabei genug Spannung und Identifikation schaffen, um nicht nur die Hardcore-Fans, sondern auch neue Zuschauer zu begeistern?