Doch keine Kehrtwende: Microsoft hält an Xbox-Exklusivtiteln fest

Für Microsoft gibt es nun doch wieder rote Linien, wenn es um First-Party-Spiele für PS5 & Co. geht. Nach dem erfoglreichen Xbox Showcase möchte man die Exklusivität nicht mehr so leicht hergeben.

By Mark Tomson 14 comments
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Microsoft wird nun doch an der Xbox-Exklusivität festhalten und nicht leichtfertig einen First-Party-Titel nach dem anderen opfern. Bis zuletzt klang es noch so, als gäbe es in dem Punkt kein Halten mehr.

Darüber sprach Matt Booty, President of Game Content and Studios bei Microsoft Gaming, der mit Variety über den Erfolg von Sea of Thieves auf PS5 diskutierte. Von diesem war maßgeblich abhängig, ob weitere First-Party-Titel für andere Plattformen veröffentlicht werden, welche die eigene Profitabilität steigern sollen.

Doch kein Halo und Gears of War für PS5?

PlayStation-Fans rieben sich bereits die Hände, bald auch Titel wie Halo oder Gears of War auf PS5 spielen zu können. Dieser Schritt scheint bei Microsoft aber noch weit entfernt zu sein. Zumindest betont man jetzt wieder, dass sie zunächst ihren Rhythmus finden müssen, was die Veröffentlichung von weiteren Xbox-Spielen für PS5 nicht gänzlich ausschließt. Microsoft wirkt dabei ein von der überaus positiven Resonanz auf den Xbox Showcase berauscht, der gezeigt hat, dass man die Konsole doch noch nicht abschreiben muss.

„Wir fangen an, den Rhythmus zu finden, den wir immer angestrebt haben, und das ist wirklich unser Versprechen unseren Spielern gegenüber, nämlich in der Lage zu sein, eine viel gleichmäßigere Abfolge von Spielen in einem vorhersehbaren Rhythmus zu liefern“, so Booty.

Für Microsoft und Xbox sei es jetzt wichtig, dass das eigene Portfolio nicht miteinander kollidiert, aber auch mit anderen großen Veröffentlichung optimal einhergeht.

„Wir möchten auf jeden Fall sicherstellen, dass jedes Spiel seinen Platz bekommt und die Chance hat, zu glänzen. Und wir stellen kein Spiel in den Schatten, indem wir es zu kurz nach dem nächsten auf den Markt bringen, aber auch, dass wir uns nicht selbst im Weg stehen“.

Xbox-Versprechen trifft auf von Fall zu Fall-Entscheidung

Speziell auf den Erfolg von Sea of Thieves auf PS5 angesprochen und was dieser für zukünftige Veröffentlichung bedeutet, sei man „sehr zufrieden“. Dieser habe die Spielerzahlen auf allen Plattformen befeuert und das Crossplay untereinander wird großzügig genutzt.

Trotzdem bleibt es zukünftig bei einer von Fall zu Fall-Entscheidung, während man gleichzeitig das Xbox-Versprechen einlösen wird. Das bedeutet, dass First-Party-Spiele zunächst für die eigene Plattform und im Game Pass erscheinen. Was dann kommt, hält man sich offen.

Diese Strategie halten auch Analysten wie Michael Pachter für clever, der glaubt, dass es Microsoft mit den neuen Xbox-Konsolen auf die PlayStation-Spieler abgesehen hat. Das alles zu einem äußerst günstigen Zeitpunkt, dem Sony nicht viel entgegenzusetzen hat.

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