Nach über zehn Jahren Funkstille meldet sich ROUTINE zurück. Auf der Gamescom Opening Night Live 2025 haben Raw Fury und Lunar Software verkündet: Das Sci-Fi-Horrorspiel erscheint Ende 2025 – und zwar auf Steam sowie Xbox-Plattformen. Überraschend ist weniger, dass es überhaupt noch kommt, sondern auf welchen Konsolen: Xbox Series, Xbox One, aber nicht auf der PS5.
Ein Release mit Fragezeichen
ROUTINE wurde ursprünglich 2012 angekündigt, verschwand in der Versenkung und galt lange als Vaporware. Jetzt ist es plötzlich wieder da, inklusive Day-One-Release im Game Pass. Das freut Xbox-Spieler, wirft aber Fragen auf: Warum läuft das Spiel noch auf der alten Xbox One, aber nicht auf Sonys aktueller Konsole? Technisch wäre eine PS5-Portierung kein Problem. Wahrscheinlicher ist, dass Microsoft hier schlicht den Geldbeutel gezückt hat, um sich Exklusivrechte gesichert und die Plattformen festgelegt.
Spieler erforschen in ROUTINE eine verlassene Mondbasis in einer retro-analogen Zukunft, inspiriert von 80er-Jahre-Technik. Statt HUDs oder blinkender Marker setzt das Spiel auf minimale Benutzeroberfläche und volle Körperwahrnehmung. Jede Bewegung wirkt dadurch glaubwürdiger, jede Begegnung mit dem Unbekannten direkter.
Eine zentrale Rolle spielt das „C.A.T.“ – ein Tool, mit dem Terminals gehackt, Umgebungen gescannt und Bedrohungen identifiziert werden. Kämpfen ist kaum eine Option, meistens heißt es: verstecken, abhauen oder improvisieren.
Der Xbox-Deal
Dass ROUTINE kein Multiplattform-Release wird, wirkt aus heutiger Sicht fast schon kurios. Gerade bei einem Indie-Projekt erwartet man eine möglichst breite Veröffentlichung. Doch der Day One-Deal im Game Pass erklärt einiges. Sicherheit bei den Einnahmen für Lunar Software, ein weiteres Zugpferd für Microsofts Abo-Modell. Für PlayStation-Spieler bleibt die bittere Erkenntnis: selbst ein Indie-Horror kann ihnen durch die Lappen gehen.
ROUTINE ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr Exklusiv-Deals auch kleine Studios beeinflussen. Das Spiel selbst wirkt spannend, das Setting frisch, die Technik bewusst reduziert. Aber die Plattformpolitik sorgt für Stirnrunzeln: 2025 noch Xbox One-Support, aber keine PS5? Wirtschaftlich nachvollziehbar, aus Spielersicht unlogisch. Bleibt zu hoffen, dass irgendwann doch noch ein PlayStation-Port nachgereicht wird.


Kein problem wird auf xbox ally gezockt falls es überhaupt gut wird diese indie p.t horror games spielen sich irgendwie alle gleich