Samsung kurbelt DRAM-Produktion an – Hoffnungsschimmer für PS6 und Xbox Next?

Samsung erhöht die DRAM-Produktion. Was der Speicher-Ausbau für PC-Gamer bedeutet – und warum PS6 und Xbox Next davon erst ab 2026 profitieren könnten.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Während gerade noch von einem potenziell verzögerten Start der PS6 und der Xbox Next die Rede war, geht Samsung voran und wird die Produktion von DRAM ankurbeln. Diese Entwicklung kommt auf den ersten Blick vor allem dem PC-Markt zugute, könnte aber langfristig auch für Konsolen relevant werden.

Laut einem Bericht des koreanischen Wirtschaftsportals ChosunBiz erweitert Samsung aktuell die Produktionskapazitäten in seinem Halbleiterkomplex in Pyeongtaek. Konkret geht es um die P4- und P5-Fertigungsstraßen, deren Ausbau nun schneller voranschreiten soll als ursprünglich geplant. Ziel ist es, die stark gestiegene Nachfrage nach DRAM besser bedienen zu können, eine Nachfrage, die vor allem durch den anhaltenden KI-Boom befeuert wird.

Warum Speicher aktuell so teuer ist

Während in früheren Jahren vor allem Krypto-Mining für explodierende Hardwarepreise sorgte, sind es heute KI-Rechenzentren, die enorme Mengen an Speicher binden. Besonders gefragt sind moderne Speicherlösungen wie HBM, aber auch klassische DRAM-Module sind betroffen. Die Folge sind wknappe Kapazitäten, steigende Preise, wenig Entlastung für Endkunden. Infolge dessen wird angeblich sogar ein späterer Start der nächsten Generation in Erwägung gezogen.

Samsung selbst dämpft allerdings zu große Erwartungen. Die Bauarbeiten an den neuen Fertigungslinien laufen zwar, doch eine spürbare Entspannung des Marktes gilt frühestens ab Ende 2026 oder sogar erst 2027 als realistisch. Kurzfristig bleibt der Preisdruck also bestehen.

Was bedeutet das für Konsolen?

Für die aktuelle Konsolengeneration – PlayStation 5 und Xbox Series X|S – hat diese Entwicklung kaum unmittelbare Auswirkungen. Die Speicherarchitekturen sind fest definiert und Lieferverträge langfristig abgeschlossen. Preissenkungen oder neue Hardware-Revisionen werden durch die hohen Produktionskosten allerdings weiterhin erschwert.

Spannender wird der Blick nach vorn: PS6 und die nächste Xbox-Generation werden voraussichtlich auf leistungsstärkeren, schnelleren Speicher setzen. Bleiben DRAM und GDDR auch in den kommenden Jahren teuer und knapp, könnte das die Hardware-Designs beeinflussen, die Produktionskosten erhöhen, oder sogar Zeitpläne verzögern.

Bereits zuvor hatte SK Hynix davor gewarnt, dass sich die angespannte Marktlage bis 2028 ziehen könnte, also genau in dem Zeitraum, in dem die neuen Konsolen starten sollen. Samsungs Ausbaupläne wirken nun wie ein Gegengewicht, ein echter Wendepunkt sind sie aber noch nicht.

Samsungs Entscheidung ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, aber kein Befreiungsschlag. Für PC-Spieler bedeutet sie langfristig Hoffnung, für Konsolenfans voraussichtlich, dass die nächste Generation teuer bleiben dürfte, während ihr Start stärker denn je von globalen Halbleitertrends abhängt. Die eigentliche Entspannung lässt weiter auf sich warten.

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Crydog
1 Monat zuvor

Wahrscheinlich tut man das für die eigene Smartphone sparte bin mir nicht sicher ob wir gamer davon profitieren werden

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