Saros: Droht Housemarque ein strategischer Einschnitt bei Sony?

Erste inoffizielle Verkaufszahlen für Saros auf der PS5. Wie reagiert die Sony-Chefetage unter Nishino? Und, droht das Aus von Housemarque?

Niklas Author 2026
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Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...

Die Verkaufszahlen-Prognose für den PS5-Exklusivtitel „Saros“ deutet auf einen wirtschaftlichen Verlust für Sony hin. Das Entwicklerstudio Housemarque steht damit trotz hoher Reputation vor einer ungewissen Zukunft im Konzerngefüge.

Der Release-Zeitraum von zwei Wochen brachte für das Spiel laut Hochrechnungen der Analysefirma Alinea Analytics lediglich rund 300.000 verkaufte Einheiten. Laut Branchen-Insider Jeff Grubb wird diese Datenbasis in Teilen der Gaming-Diskussion als realistische Schätzung betrachtet, da die Schätzungen mangels offizieller Publisher-Meldungen als anerkannter Standard gelten. Ein offizielles Studio-Statement zu den Zahlen existiert nicht.

Dem geschätzten Produktionsbudget von rund 76 Millionen US-Dollar steht damit ein geschätzter Umsatz von 22 Millionen US-Dollar gegenüber, während die Marketingkosten hierbei noch komplett exklusive sind. Das sind jedoch Modellannahmen auf Basis von Preis-/Absatzschätzungen.

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Da AAA-Titel wie „Saros“ den Großteil ihrer Einnahmen direkt zur Veröffentlichung generieren, können sie die Entwicklungskosten zum Launch kaum decken. Hinzu kommt, dass sich die Verfügbarkeit auf das PlayStation-Ökosystem beschränkt, was den finanziellen Druck maximiert.

Der gnadenlose Sanierungskurs in Tokio

Das Management unter dem neuen CEO von Sony Interactive Entertainment, Hideaki Nishino, agiert ohne sentimentale Bindung an alte Marken oder Traditionen, wie einst Kaz Hirai. Wie rigoros die Chefetage unrentable Sparten saniert, zeigt die geplante Abgabe von 51 Prozent der traditionsreichen Bravia-TV-Sparte an den chinesischen Konkurrenten TCL im März 2026.

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Wenn selbst die Kernidentität des Konzerns für die Bilanz geopfert wird, ist kein Entwicklerstudio dauerhaft sicher vor dem Rotstift. Eine Schließung von Housemarque ist eine reale Option. Die Schließung des Remake-Spezialisten Bluepoint Games im März 2026 nach einem gescheiterten Live-Service-Projekt beweist, wie kurz der Prozess bei ausbleibender Rendite inzwischen ist. Es geht am Ende auch bei Sony um Zahlen und nicht um Gefühle.

Zum Vergleich: Returnal verkaufte sich laut den belastbaren Schätzungen bis Anfang 2022 rund 866.000 Mal auf der PS5, spätere PC-Verkäufe und langfristige Sales-Zyklen nicht eingerechnet; insgesamt wird branchenweit eher von über einer Million bis maximal etwa zwei Millionen Einheiten über die Lebenszeit ausgegangen, ohne offizielle Sony-Bestätigung.

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Entscheidend im Kontext ist jedoch weniger die exakte Zahl als die Einordnung. Trotz moderater Verkaufsperformance gilt „Returnal“ als kommerziell ausreichend erfolgreich, um Housemarque langfristig im PlayStation-First-Party-Portfolio zu halten und die Weiterentwicklung des Studios abzusichern. Im Vergleich dazu wirken die für „Saros“ kolportierten rund 300.000 Einheiten im frühen Launch-Fenster deutlich niedriger, wobei dieser Vergleich nur eingeschränkt belastbar ist, da unterschiedliche Marktphasen, Hardwarebasis und Release-Kontexte berücksichtigt werden müssen.

Die Grenzen des Kahlschlags

Ein automatischer Untergang des Studios ist somit keine mathematische Zwangsläufigkeit. Das Management kann nach den Kahlschlägen bei Bluepoint Games und Dark Outlaw Games nicht beliebig viele Studios liquidieren, ohne die eigene Release-Pipeline für die Hardware komplett auszutrocknen. Sony benötigt exklusive Inhalte, um den Verkauf der Konsole anzukurbeln, weshalb ein überstürzter Verkauf oder eine Schließung die gesamte Plattform gefährden würde. Nicht berücksichtigt wäre dabei der nächste massive Shitstorm seitens der verbliebenen Core-Gamer.

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Zudem wiegt das finanzielle Erbe schwer: Allein im jüngsten Quartalsbericht musste Sony mindestens 560 Millionen US-Dollar an Abschreibungen für das schwächelnde Marathon-Studio Bungie verbuchen – dieses verbrannte Geld muss an anderer Stelle erst einmal wieder reingeholt werden. Das Überleben hängt nun vollständig davon ab, ob das Team bereits ein neues, kosteneffizientes Projekt in der Produktion hat oder man in Tokyo diesen Ballast abwirft, wenn am Ende 1 Yen mehr Gewinn in der Bilanz steht. Abgerechnet wird am Quartalsende.

SOURCES:TheGamer
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23 Comments
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Sascha Kroll
20. Mai 2026 10:35

1. Wer hier lacht, ist behindert. Es geht um Arbeitsplätze!
2. Saros ist oberklasse aber…
3. …viel zu leicht. Returnal blieb mehr im Kopf. Saros nach 24 Std. schon Platin.
4. Housemarque zu verlieren wäre bitter. Sie sind die Besten in Punkto Arcade und absolut perfekter Steuerung.
5. Ich würde mir wieder Games wie Resogun oder DeadNation wünschen. Weniger Risiko aber Langzeit-Spielspaß.

Saros und Returnal hätten andersherum erscheinen müssen. Jetzt sind Viele durch den Schwierigkeitsgrad abgeschreckt und trauen sich nicht an Saros dran.

Lars Beerkamp
18. Mai 2026 23:06

Returnal 2, wer will sowas ernsthaft?

Benjamin Sa
18. Mai 2026 21:21

Wer hätte das Gedacht ? 🤭

Dominik Wagner
18. Mai 2026 07:19

Returnal war deutlich besser. Es war eine schlechte Entscheidung es für die Masse zugänglicher und einfacher zu machen.

Don Chico
18. Mai 2026 12:01
Reply to  Dominik Wagner

Dominik Wagner sehe ich anders Saros ist deutlich besser als Returnal schon allein wegen dem Gunplay und die Story rund um den König in gelb. Des Weiteren kann man sich das Spiel auch sehr schwer machen mit den Modifikation. So hat jede partei etwas davon.

Don Chico
18. Mai 2026 14:31
Reply to  Don Chico

Dominik Wagner und ich gehöre dazu🫡ändert trotzdem nix daran das ich die Story von Returnal schwächer finde. Aber gut geschmäcker sind ja zum glück verschieden.

Dominik Wagner
18. Mai 2026 14:14
Reply to  Don Chico

Don Chico Beim Gunplay geh ich mit, aber das tiefgründige und mysteröse Storytelling mit feinen Horroraspekten war bei Returnal deutlich stärker. Die Dialoge in Isolation von Selene waren auch so toll, dass ich mich gefreut habe über neue Audiologs. Bei Saros fühlte sich vieles so beliebig und ersetzbar an. Fühlt sich für mich auch unbefriedigend an mir das Spiel unnötig schwer zu machen. Bei Returnal hast du keine Wahl, was gut so ist. Das wahre Ende haben nur ca 10% der Spieler überhaupt gesehen und für mich war der Weg zur Platintrophäe eine der besten Erfahrungen auf der PS5.

Thomas Lehmann
18. Mai 2026 05:28

Das Spiel ist klasse und hat mehr Aufmerksamkeit verdient

Marcus Kamin
17. Mai 2026 16:15

Als ob jemals ein rouge like massentauglich war / ist / sein wird.

Mischa J. Thie
17. Mai 2026 20:00
Reply to  Marcus Kamin

Vampire Survivor? Dead Cells? Hades?!

Marcus Kamin
18. Mai 2026 01:51
Reply to  Mischa J. Thie

Mischa J. Thie vielleicht hätte ich Vollpreis dazu schreiben müssen. Wenn die von dir genannten Spiele nicht zwischen 5-20€ kosten würden würden die auch nur hardcore cracks kaufen.

Christoph Stüdemann
18. Mai 2026 05:58
Reply to  Mischa J. Thie

Marcus Kamin Saros gab es für nicht mal 60 Euro zu Release.

Marcus Kamin
18. Mai 2026 12:47
Reply to  Mischa J. Thie

Christoph Stüdemann und was ist jetzt die Kernaussage? Sind 60 Euro kein Vollpreis Titel? Kosten die anderen genannten Spiele nicht nur einen Bruchteil dessen?

Christoph Stüdemann
18. Mai 2026 13:12
Reply to  Mischa J. Thie

Marcus Kamin Vollpreis wäre 80 Euro. Dann wären die 20 Euro für die genannten ja auch Vollpreistitel.

Norman Nisius
19. Mai 2026 12:02
Reply to  Mischa J. Thie

Mischa J. Thie Würde ich jetzt per se nicht als massentauglich definieren. Absolutes Banger Games, aber für den Mainstream eher unattraktiv.

Mischa J. Thie
19. Mai 2026 13:22
Reply to  Mischa J. Thie

Hmm? Haben doch gerade diese Games das Genre in die Masse gebracht 😅. Die Verkaufszahlen sind sehr hoch. Dead Cells: 10 Millionen verkaufte Exemplare. Hades 8.3 Millionen verkaufte Exemplare. Vampire Survivor 8 Millionen. Aktuelle Zahlen für Forza Horizon 6: 1.6 Millionen. Pragmata gegen 3 Millionen. Resident Evil 9: 6 Millionen. Also… Durchaus Massentauglich.

Adrien Gyr
17. Mai 2026 14:11

Das spiel ist der Hammer! Bin nach 32 stunden beim letzten biom angelangt. Adictive like hell ! Beauty of art!

Marcel Lunz
17. Mai 2026 19:56
Reply to  Adrien Gyr

Adrien Gyr hab 30h gebraucht

Patrick Sonntag
18. Mai 2026 03:51
Reply to  Adrien Gyr

Adrien GyrIch hatte das komplette Spiel nach 21 Stunden auf Platin und habe auch alles gemacht, sogar mehrere Biome mehrmals gespielt, vor allem das Gelbe Ufer wegen dieser Halcyon Kugeln zum Sammeln lol

Sash Flerano
17. Mai 2026 11:55

Ja eigentlich schade um den Titel ich hab ihn ja angefangen, bin jetzt im zweiten Biom, ich finde das Spiel echt gut

pray
19. Mai 2026 00:12

beste Entscheidungen mit den Konsolen exklusiven Releases <3

Und dem Verzicht auf PC Launch.

wird dem Studio sicher gut tun, können die nächsten direkt schon zum Arbeitsamt wandern.

🙂

Crydog
17. Mai 2026 23:38

Ganz ehrlich man sollte das Studio schliessen klar soros gameplay macht spass aber irgendwie bekomme ich den Eindruck das housmarque nicht anderers kann. Und ich weis nicht ob ich persönlich ein drittes spiel brauch. Wenn man das spiel durch harten schwirigkeitsgrad strecken muss weil es sonst keine inhalte bietet dann hat für mich die reihe kein zukunft. Wenn man eine Größere Zielgruppe haben wollte mit returnal dann hätte man schon dort ein flexiblen schwirigkeitsgrad machen können, dafür braucht man doch kein neues spiel,was nur ein ein anderes color grading hat und leichter ist. Man hätte vielleicht ganz neue IP machen sollen

pray
19. Mai 2026 00:11
Reply to  Crydog

die machen doch eh immer nur denselben kram.

Aber Hauptsache kein PC Release. Xd. Tja, so läufts dann halt