Housemarque arbeitet derzeit an Saros, und für viele PlayStation-Spieler ist das schon jetzt einer der spannendsten Titel am Horizont. Kein Wunder: Nach dem hochgelobten Returnal, das 2021 zu einem der prägendsten PS5-Erlebnisse wurde, liegen die Erwartungen entsprechend hoch. In den Foren wird bereits heftig diskutiert, was Saros besser machen sollte. Das Meinungsbild ist eindeutig: mehr Abwechslung, mehr Progression, weniger Frust.
Returnal hat sich seinen Kultstatus hart erarbeitet. Atmosphärisch dicht, spielmechanisch fordernd und visuell beeindruckend. Housemarque hat gezeigt, wie man Bullet-Hell-Design in ein modernes 3D-Actionspiel übersetzt. Doch so viel Lob es auch gab, ganz ohne Kritik kam der Sci-Fi-Rogue nicht davon. Manche empfanden den Fortschritt als zu zäh, andere ärgerten sich über frustrierende Zufallssysteme.
In einem viel diskutierten Thread auf ResetEra sammelt die Community nach der offiziellen Gameplay-Premiere gerade ihre Wunschliste für Saros. Und die liest sich fast wie ein Post-Mortem von Returnal, mit der Hoffnung, dass Housemarque daraus lernt.
Mehr Progression, weniger Zufall
Einer der meistgenannten Punkte ist das Fortschrittssystem. Viele Spieler wünschen sich mehr Möglichkeiten, zwischen den Runs tatsächlich etwas mitzunehmen. In Returnal blieb abseits von Ether und Waffen-Traits kaum etwas dauerhaft bestehen, was vor allem bei längeren Runs zu Frust führte.
„Ich will, dass sich jeder Lauf lohnt, auch wenn ich scheitere“, schreibt ein User. Andere wünschen sich neue Ressourcen, klarere Upgrades und vor allem ein Gefühl, dass man nicht komplett bei null anfängt. Gleichzeitig warnt ein Teil der Community davor, das Spiel zu sehr zu vereinfachen – Saros solle seinen Roguelike-Charakter behalten und den Spieler wachsen lassen, nicht nur die Spielfigur.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Abwechslung. Obwohl Returnal auf dem Papier zufällige Level hatte, war der Aufbau oft vorhersehbar. Nach ein paar Durchgängen kannten erfahrene Spieler die Räume auswendig. „Immer dieselben Räume, nur in anderer Reihenfolge“, fasst es ein Fan zusammen.
Mehr Komfort, weniger Grind
Hier erhofft man sich, dass Saros dynamischere Umgebungen und abwechslungsreichere Biome bietet. Auch die Gegnerauswahl soll größer werden – mehr Gegnertypen, mehr Boss-Varianten, mehr unvorhersehbare Situationen. Dazu kommt der Wunsch nach tiefergehenden Synergien: Waffen, Artefakte und Buffs sollen stärker ineinandergreifen, ähnlich wie in Hades oder Dead Cells.
Nicht alles dreht sich um Gameplay. Einige Fans fordern Quality-of-Life-Verbesserungen, darunter kürzere Runs, bessere Speichermöglichkeiten, optionale Schwierigkeitsstufen und vor allem, weniger RNG. Die Jagd nach seltenen Sammlerstücken, die nur in bestimmten Räumen auftauchten, hat vielen das Platin versaut.
Auch das Limit für Artefakte steht in der Kritik: „Drop that fucking artifact limit, let me break the game to the max“, schreibt ein Fan stellvertretend für viele. Manche wollen einfach experimentieren und sehen, wie weit man ein System treiben kann, ein Ansatz, den Housemarque bislang eher streng geregelt hat.

Zwischen Horror und Hoffnung
Was die Atmosphäre betrifft, ist sich die Community uneinig. Die einen wünschen sich noch mehr Horror-Elemente, andere wollen die Albtraum-Haussequenzen am liebsten nie wiedersehen. Auch das Ende der Story von Returnal spaltet die Meinungen. Einige fanden es zu kryptisch, zu offen und zu wenig auflösend. Dennoch sind sich die meisten einig, dass Housemarque hier wieder auf narrative Experimente setzen sollte, solange das Gameplay im Fokus bleibt.
Und dann ist da noch der Wunsch nach Koop. Der kam in Returnal erst spät per Update, wurde aber schnell zum Fanliebling. Viele hoffen, dass Saros von Anfang an einen durchdachten Mehrspieler-Modus integriert – diesmal ohne Kompromisse.
Housemarque steht mit Saros vor einer spannenden Aufgabe. Die Fans lieben Returnal, aber sie wollen mehr: mehr Tiefe, mehr Belohnung, mehr Kontrolle. Das Studio muss nun den schmalen Grat finden zwischen einem fordernden Roguelike und einem zugänglicheren Actionspiel, das langfristig motiviert.
Wenn es gelingt, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren – die unverwechselbare Stimmung von Returnal und die spielerische Freiheit, die Fans fordern –, könnte Saros erneut Maßstäbe setzen. Und dieses Mal hoffentlich mit etwas weniger Frust und etwas mehr Vielfalt.
„Und ihr? Was müsste Saros tun, damit es für euch noch besser wird als Returnal? Mehr Abwechslung, leichtere Runs oder ganz andere Features?



Fand returnal auf Dauer eintönig weil wie richtig im Artikel steht kaum Progression macht. Das setting fand ich interessant
Returnal war fordernd aber auch sehr lohnenswert. Ein top Game, bei dem ich sehr viel Spaß hatte. Es bräuchte meiner Meinung nach überhaupt keine Korrekturen der Gameplay Mechanik! Aber das wird leider der Preis sein um mehr Spieler zu erreichen.
Ein leichterer Einstieg wäre schon Mal etwas, obwohl das ja auch den Reiz des Spiels ausmacht. Eventuell ein wenig mehr Story