Housemarque nutzt das neue PSSR-Update, um „Saros“ auf der PS5 Pro fast identisch mit nativem 4K wirken zu lassen. Während die Standard-PS5 solide 60 FPS liefert, schraubt die PS5 Pro-Version die Basis-Auflösung und die Detaildichte bei Reflexionen massiv nach oben.
Nach dem Erfolg von „Returnal“ ist der Anspruch klar: Die PS5-Hardware – und insbesondere die PS5 Pro – soll als Showcase für das technisch Machbare dienen. Dabei stehen nicht nur die reine Pixelzahl im Fokus, sondern vor allem die Bildruhe und die Integration haptischer Features.
PSSR-Upgrade: Schärfer als die Realität?
Die wichtigste Nachricht für Technik-Enthusiasten ist die Integration der neuesten Version des PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR) Upscalers. Housemarque hat das März-Update von Sony direkt implementiert. Die Erkundung der Spielwelt Carcosa soll auf der PS5 Pro optisch kaum noch von nativem 4K zu unterscheiden sein.
Dass Housemarque hier so kurz vor knapp noch das neueste SDK nutzt, zeigt, wie wichtig ihnen die Bildqualität ist. Im Vergleich zur Standard-PS5, die mit stabilen 60 FPS läuft, bietet die PS5 Pro eine deutlich höhere Basis-Renderauflösung. Der Upscaler muss somit weniger hinzurechnen, da das Ausgangsmaterial bereits detaillierter ist. Selbst in hektischen Gefechten, in denen eine dynamische Auflösung greift, soll das Bild auf der Pro-Konsole merklich schärfer bleiben.
Mehr als nur Pixel
Interessant ist die Aussage von Technical Director Seppo Halonen, dass es nicht nur um die Auflösung geht. Auf der PS5 Pro wurden auch kleine Anpassungen an den Reflexionen und der allgemeinen Asset-Qualität vorgenommen. Das sorgt für ein konsistenteres Gesamtbild, da die Texturen und Lichteffekte mit der höheren Schärfe skalieren.
Einziger Wermutstropfen für Performance-Puristen: In storyrelevanten Zwischensequenzen schaltet das Spiel auf 30 FPS um. Hier priorisiert Housemarque maximale Charakter-Details und Post-Processing – ein Kompromiss, der bei einem so cineastischen Ansatz wie in „Saros“ verschmerzbar scheint, solange das Gameplay bei 60 FPS bleibt.
Gameplay-Flow durch Adaptive Trigger 2.0
Wer „Returnal“ gespielt hat, kennt die intuitive Nutzung der Adaptive Trigger. In „Saros“ wird dieses Konzept konsequent weiterentwickelt. Der L2-Trigger fungiert als hybride Steuereinheit:
- Halbes Durchdrücken: Aktiviert das alternative Feuer der Primärwaffe (z. B. Granatwerfer oder Querschläger).
- Vollständiges Durchdrücken: Löst die „Eclipse Power Weapon“ aus.
Diese mechanische Trennung ohne zusätzliches Tastendrücken ist ein massiver Vorteil für den Spielfluss. Dass die Power-Waffe zudem mit gesammelten Projektilen des „Soltari-Schilds“ gefüttert wird, deutet auf ein sehr rhythmisches Kampfsystem hin, bei dem Defensive direkt in Offensive umschlägt.
Das haptische Feedback soll laut Creative Director Gregory Louden noch nuancierter ausfallen als im Vorgänger. In Kombination mit dem weiterentwickelten Tempest 3D Audio – das sowohl für Headsets als auch für Soundanlagen optimiert wurde – scheint Housemarque den Fokus voll auf die „Sinnesüberwältigung“ zu legen. Die fast augenblicklichen Ladezeiten durch die SSD werden zudem genutzt, um sogenannte „Eclipse-Events“ zu triggern, die das Gameplay und die Optik in Echtzeit transformieren.
„Saros“ sieht nach dem logischen nächsten Schritt für Housemarque aus. Die technische Fokussierung auf die PS5 Pro zeigt, dass Sony das Studio weiterhin als Vorreiter für Hardware-Features positioniert.
Was haltet ihr von der Entscheidung, in Cutscenes auf 30 FPS zu drosseln, um die Grafik zu maximieren – ist euch ein flüssiger Übergang wichtiger oder genießt ihr die maximale Detailsicht bei der Story?