Die Gaming-Branche generiert global zwar rund 220 bis 250 Milliarden US-Dollar Umsatz, erreicht damit aber immer nur dieselbe, isolierte Zielgruppe und stagniert in der kreativen Breite.
Zu diesem harten Urteil kommt der ehemalige PlayStation-Chef Shawn Layden im Interview mit Kotaku. Während die Industrie dem Release von „GTA 6“ wie dem Einschlag eines Asteroiden entgegenfiebert, warnt Layden vor einer gefährlichen Verengung des Marktes. Die Konzentration auf immer gleiche, extrem teure Blockbuster-Formate schließt Milliarden potenzielle Spieler systematisch aus.
Die Sackgasse der Blockbuster-Stagnation
Die Budgets für AAA-Produktionen haben längst dreistellige Millionenhöhen erreicht. Um diese Summen wieder einzuspielen, gehen Publisher kein Risiko mehr ein. Das Resultat ist eine kreative Monokultur. Ob Zombie-Apokalypse, Space Marine-Shooter oder das klassische Fantasy-Szenario mit leicht bekleideten Rittern und Drachen: Die Industrie klont ihre Erfolge, statt neue Genres zu erschließen.
Das sei nicht nachhaltig. Der Markt wächst laut Layden derzeit nicht durch neue Kunden. Er wird lediglich durch die aggressivere Monetarisierung derselben, bereits aktiven Kernzielgruppe künstlich aufgebläht. Wer sich bisher weder für Call of Duty noch für Gran Turismo oder Grand Theft Auto interessiert hat, wird durch noch größere Fortsetzungen dieser Marken nicht bekehrt.
Die Branche stagniert letztendlich auf hohem finanziellem Niveau, während ihr realer gesellschaftlicher Einfluss im Vergleich zu Musik oder Film verschwindend gering bleibt.
Teure Hardware ohne spielerischen Mehrwert
Diese Software-Stagnation betrifft auch die kommenden Konsolengenerationen rund um PS6 und Xbox Helix. Layden sieht eine potenzielle PS6 kritisch, falls sich die technische Evolution erneut auf rein inkrementelle Upgrades beschränkt. Leicht höhere Bildraten oder minimal präziseres Raytracing rechtfertigen für die breite Masse keinen Hardware-Neukauf im Wert von mehrerenhundert Euro.
Ohne neue Spielerlebnisse verpufft die Rohleistung moderner Chips. Um den Markt zu erweitern, fordert der Ex-Sony-Chef eine globale Dezentralisierung der Spieleentwicklung. Statt hunderte Millionen in das nächste Standard-Sequel aus Kalifornien oder Japan zu pumpen, müsse die Industrie Entwickler aus Regionen wie Uruguay oder Bulgarien fördern, um vollkommen ungenutzte kulturelle Einflüsse und Gameplay-Ideen freizusetzen.
Die Ära des unbändigen AAA-Wachstums stößt laut Layden an ihre physikalischen und ökonomischen Grenzen. Solange Publisher das finanzielle Risiko neuer Ideen scheuen, bleiben PS5 Pro oder eine kommende PS6 ohne echte Software-Revolutionen reine Luxus-Upgrades für Enthusiasten. Die wahre Innovation wird in den kommenden Jahren nicht aus den etablierten Großstudios kommen, sondern aus den Nischen des globalen Indie-Marktes.

Wie recht der Mann doch hat. Was nützt eine ray tracing oder 120fps wenn man sich immer noch durch entweder schlauch lässt oder open worlds schleicht als würde die Industrie nur die zwei Maxime kennen. Was hat cerny uns Honig ums maul geschmiert als er gefasselt hat von neuen spielkonzepten die dank ssd jetzt möglich wären irgendwie sehe ich davon nichts. Auch gta6 als heiliger Gral wird angesehen ja so what das spiel sieht gut aus der Hardware entsprechend aber sieht es neu oder revolutionär aus? Ich glaube nicht. Auch wenn ich digital foundry höre Black flag würde die ps5 ausreizen als ob,natürlich sieht Black flag remake halt heute so aus wie Black flag heute aussehen würde auf einer ps5 aber ist das spiel Prinzip neu? Es hat schon damal auf eine ps3 funktioniert mit weniger ram,CPU und gpu power.
Um ein passenden Philosophen zu zitieren
Barbossa sagt: „Die Welt hat einmal sehr viel mehr Platz geboten.“
Jack Sparrow antwortet: „Die Welt ist groß genug. Sie hat nur weniger zu bieten.“