Anthony Scott Burns, bekannt als Pilotpriest, ist für den Soundtrack von „Silent Hill: Townfall“ verantwortlich, während der neue Track „Home“ die düstere Ausrichtung des für 2026 geplanten Titels bestätigt.
Damit steht fest, dass Serien-Veteran Akira Yamaoka bei diesem Ableger nicht für den Score zuständig ist. Der nun veröffentlichte Track „Home“ setzt auf eine schwere Klavierbegleitung und eine ätherische Atmosphäre, die sich stilistisch an klassischen Motiven wie „Promise“ aus „Silent Hill 2“ orientiert, aber eine eigenständige, dunklere Richtung einschlägt.
Pilotpriest bringt 30 Jahre Erfahrung ein
Hinter dem Pseudonym Pilotpriest steckt der kanadische DJ, Musiker und Filmemacher Anthony Scott Burns. Mit einer über 30-jährigen Karriere und sechs seit 2012 veröffentlichten Alben (darunter das elektronisch-düstere Trans) bringt Burns die nötige Erfahrung für das psychologische Horror-Genre mit. In „Home“ verzichtet er auf rein elektronische Spielereien und nutzt stattdessen die Resonanz eines Klaviers, um die Trostlosigkeit des fiktiven Schauplatzes St. Amelia einzufangen.
„Silent Hill: Townfall“ wird von Screen Burn Interactive entwickelt und erscheint im Laufe des Jahres 2026 für PlayStation 5 und PC. Publisher Annapurna Interactive bezeichnet das Projekt als ihr bisher ambitioniertestes Spiel. Laut Director John McKellan ist das Spiel als „Liebesbrief“ an die Serie konzipiert, weicht aber durch den Indie-Ansatz von Screen Burn strukturell von den Remakes ab.
Ein neues akustisches Zeitalter für Silent Hill
Dass Konami und Annapurna nicht auf Yamaoka setzen, ist natürlich immer ein Risiko. Die Musik von Silent Hill war bisher untrennbar mit industriellen Klängen und Trip-Hop-Einflüssen verbunden. Burns’ Ansatz in „Home“ wirkt im Vergleich minimalistischer und konzentriert sich auf die atmosphärische Schwere. Für Spieler „Silent Hill Townfall“ will jedoch keine Kopie der alten Teile sein, sondern das Franchise durch externe Talente und neue Perspektiven klanglich wie spielerisch erweitern.
Die Wahl von Anthony Scott Burns unterstreicht den experimentellen Charakter von „Silent Hill: Townfall“. Wer ein klassisches Silent Hill im Stil des Remakes von Teil 2 erwartet, wird hier enttäuscht – sowohl akustisch als auch visuell. Der reduzierte Preis und die First-Person-Perspektive deuten auf einen kompakten, atmosphärisch dichten Horror-Trip hin, der mehr Wert auf Stimmung als auf Bombast legt. Technisch bleibt abzuwarten, wie Screen Burn die Unreal Engine für die First-Person-Immersion nutzt.