Skate. – Isaac Clarke steht auf dem Board, EA auf dem Preisschild

In Skate gibt’s jetzt ein Isaac-Clarke-Bundle, aber der Preis sorgt für Stirnrunzeln. Wir zeigen, warum EAs Free-to-Play-Strategie Fragen aufwirft.

Patrick Held
Patrick begleitet die Gaming-Welt seit den Anfängen der PlayStation – als Spieler, Technikfan und kritischer Beobachter. Auf PlayFront.de liefert er fundierte Analysen, klare Meinungen und unbequeme...

Manchmal prallen Welten aufeinander, die man nie zusammen gedacht hätte: Dead Space und Skate. Isaac Clarke, der Ingenieur aus der Ishimura, steht jetzt mit Skateboard auf der Rampe, zumindest virtuell. EA hat den ikonischen Sci-Fi-Helden als Skin in sein Free-to-Play-Reboot Skate. gebracht. Klingt cool? Vielleicht. Doch der Preis für das komplette Paket lässt selbst hartgesottene Necromorph-Schlachter kurz schlucken.

Das sogenannte Dead Space Bundle umfasst unter anderem Isaacs legendären Engineer Rig, passende Wheels, Sticker und sogar ein „Necro Stomp“-Emote. Insgesamt kostet das Set 3.350 San Van Bucks, also umgerechnet rund 30 Euro. Damit ist der digitale Isaac teurer als das komplette Dead Space-Remake für die PS5, das im Handel teils schon für unter 25 Euro zu haben ist.

Ein Beispiel, das zum Nachdenken anregt

Natürlich, niemand muss diese kosmetischen Items kaufen. Skate. ist ein Free-to-Play-Spiel, und irgendwie muss EA seine Server, Entwickler und Lizenzen finanzieren. Trotzdem wirft der Preis Fragen auf. Wie weit kann man die Zahlungsbereitschaft der Community noch ausreizen, bevor aus Begeisterung Ernüchterung wird?

Besonders ärgerlich: Wer das Paket erwerben will, kommt um den typischen Ingame-Währungs-Trick nicht herum, man muss mehr virtuelle Münzen kaufen, als man eigentlich braucht. Ein psychologischer Kniff, der mittlerweile Standard ist, aber dadurch nicht sympathischer wirkt. Immerhin gibt’s ein kleines Trostpflaster: Ein kostenloses Ishimura-T-Shirt gibt’s für alle Spieler dazu.

Zwischen Sammlerleidenschaft und Bezahlmüdigkeit

EAs Strategie ist klar: Skate. soll durch Live-Content, Kollaborationen und stetige Updates langfristig Geld verdienen. Und ja, viele Fans feiern solche Crossover, schließlich steckt Liebe zum Detail in den Outfits und Emotes. Aber wenn ein kosmetisches Bundle plötzlich mehr kostet als das eigentliche Spiel, kippt das Verhältnis.

Am Ende bleibt die Frage: Wie viel ist ein digitales Kostüm wert, das man weder anfassen noch weiterverkaufen kann? Oder anders: Wo endet die Leidenschaft, und wo beginnt der Leichtsinn?

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