Es passt irgendwie zu Skate., dass der nächste große Schritt kein größerer Trick oder ein spektakulärer Event ist, sondern eine Saison 2, die am 2. Dezember beginnt, und das gemeinsame Fahren stärker in den Fokus rückt. Der neue Koop-Modus klingt dabei nicht wie ein optionales Extra, sondern wie ein fehlendes Puzzlestück, das viele bereits seit dem ersten Playtest vermisst haben. Endlich lässt sich San Van gemeinsam und nahtlos erkunden, ohne Workarounds oder ständiges Neuverbinden.
Die 80s-Ästhetik, die sich durch die Season zieht, sorgt für den passenden Vibe: Neon, DIY, Crew-Spirit. Es fühlt sich an, als wollte Skate. bewusst an eine Zeit erinnern, in der Skateboarding weniger Social-Media-Show und mehr gemeinsames Unterwegssein war.
Neue Modi, neue Werkzeuge, mehr Ausdruck
Mit dem Modus „Owne das Gebiet“ erweitert Skate. das gemeinsame Fahren um ein Format, das die Crew-Dynamik spürbar stärkt. Vier Spieler arbeiten zusammen an Challenges und erobern Stück für Stück die Straßen. Das Prinzip ist simpel, aber wirkungsvoll: Mehr Aufgaben, höhere Abschluss-Stufen, bessere Belohnungen. Das dürfte besonders für Crews interessant sein, die bisher eher lose zusammen gefahren sind und jetzt eine klare Struktur für gemeinsame Sessions bekommen.
Parallel verbessert das Team die Kommunikation im Spiel. Party-Sprachchat und Beacons sind kleine Features, aber im Alltag enorm hilfreich. Statt nach Spots oder Gruppen zu suchen, setzt du ein Beacon, und die Crew weiß sofort, wo’s weitergeht. Für ein Spiel, das vom Flow lebt, ist das ein echtes Qualitäts-Update.
Der überarbeitete Replay-Editor dürfte hingegen vor allem die kreative Seite der Community begeistern. Feinere Trim-Optionen, Keyframes und Kameraparameter wie Neigung oder Versatz erlauben filmischere Clips. Wer bisher an die Grenzen des Editors gestoßen ist, bekommt nun Werkzeuge, die näher an professionelle Skate-Videos heranreichen.
Eine lebendigere Stadt, mehr Style und neue alte Klassiker
Saison 2 bringt außerdem visuelle Upgrades für Charaktere und die Stadt. Skate. wirkt dadurch weniger roh, ohne seinen Stil zu verlieren. Neue Frisuren und Gesichtsoptionen kleben nicht einfach als Kosmetik drauf, sondern erweitern sinnvoll die Ausdrucksmöglichkeiten. Dazu kommen zahlreiche neue Skate-Spots, etwa Tunnel, Dachterrassen oder Industrieanlagen, die permanent im Spiel bleiben und so langfristig Mehrwert schaffen.
Auch tricktechnisch tut sich etwas. Impossibles und neue Handplants erweitern das Moveset logisch und ohne überzogene Arcade-Fantasien. Zusammen mit neuen Markenpartnern und 25 zusätzlichen Songs (u. a. Public Enemy und Motörhead) entsteht eine Season, die sowohl kulturell als auch spielerisch breiter aufgestellt ist.

