Am 10. März startet die Season 3 von Skate. im Early Access. Entwickler Full Circle verspricht mehr Transparenz, häufigere Roadmap-Updates und einen stärkeren Fokus auf Performance. Gleichzeitig sorgt die Rückkehr zur Insel Grom für Diskussionen, denn sie ist zunächst hinter dem Premium-Pass versteckt.
In einem offiziellen Blogpost heißt es: „Im Early Access ist Veränderung der Name des Spiels.“ Man wolle künftig klarer kommunizieren, was sich in Entwicklung befindet und was lediglich „auf dem Radar“ ist. Das ist grundsätzlich ein sinnvoller Schritt. Gerade bei einem Live-Service-Spiel ist Planbarkeit für die Community entscheidend.
Was Season 3 für Skate. konkret bringt
Inhaltlich liefert Season 3 einige Features, die sich Fans seit Monaten wünschen. Darkslides und Dark Catches sind zurück – und lassen sich nun mit jedem Flip-Trick kombinieren. Das erweitert die Trickvielfalt. Auch Boneless-Tricks wurden überarbeitet, mit besserer Responsivität und zuverlässigerem Timing.
Neu ist außerdem „Speedlines“, ein Modus, der Line-Challenges mit Zeitdruck kombiniert. Wer Skate-Videos liebt, dürfte hier seinen Spielplatz finden. Der Replay-Editor bekommt zusätzliche Effekte wie Farbtemperatur, Sättigung oder Keyframe-Optionen für die Abspielgeschwindigkeit, ein klarer Mehrwert für Creator.
Dazu kommen kosmetische Loadouts, Tattoos, ein überarbeiteter Store mit über 200 Items und mehr Markenpartnerschaften, darunter adidas, Vans, Thrasher, HUF und Jenkem. Das wirkt authentisch, passt zur Skate-Kultur, bleibt aber rein kosmetisch. Denn Gameplay-Tiefe entsteht dadurch nicht.

Grom-Paywall: Vertrauensfrage für Skate.
Kritischer wird es bei Grom. Die Insel ist eine erweiterte Version des Tutorial-Areals. Premium-Pass-Besitzer dürfen sie im ersten Monat frei besuchen. Alle anderen müssen bis April warten oder 500 Rip Chips für einen Tagespass ausgeben, wie Kotaku feststellt.
Vor Release hatte EA jedoch klar kommuniziert, es werde „keine Map-Bereiche hinter einer Paywall“ geben. Grom ist temporär, aber nur eingeschränkt zugänglich, was im Widerspruch zur früheren Aussage steht. Full Circle argumentiert, Early Access bedeute, dass sich Pläne ändern können. Formal korrekt – kommunikativ schwierig.
Hier geht es weniger um eine Insel als um Vertrauen. Wenn eine Grundsatzregel aufgeweicht wird, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie belastbar sind andere Versprechen?
Roadmap 2.0: Mehr Ehrlichkeit oder mehr Puffer?
Positiv ist der neue Umgang mit der Roadmap. Features werden künftig klar als „In Development“ oder „On the Radar“ gekennzeichnet. Meetups, Spot Battle, S.K.A.T.E., Matchmaking und ein neues Indoor-Areal sind in aktiver Entwicklung. Private Server oder Community-Parks stehen erst am Anfang.
Das schafft Transparenz und gleichzeitig Spielraum, Dinge auch wieder zu streichen. Genau hier entscheidet sich, ob Skate. langfristig als Community-Projekt wahrgenommen wird oder als klassisches Free-to-Play-Modell mit vorsichtigem Wording. Die Season 3 bringt definitiv spielerisch sinnvolle Verbesserungen, doch die Monetarisierung rund um Grom ist ein unnötiger Stolperstein. Early Access ist kein Freifahrtschein für gebrochene Grundsätze.
Die Frage an euch: Ist Grom für euch ein legitimes F2P-Modell – oder ein Signal, das Skate. sich nicht leisten sollte?
